Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Arachnophobia
Arachnophobia oder: *tippeltappel* Frank Marshall ist in Hollywood ein bekannter Hund. Meist produziert er Filme von Steven Spielberg oder hat auch sonst ein gutes Händchen für einträgliche Projekte. Als Regisseur hat er diese Nase leider nicht. Congo oder Überleben sprechen da für sich. Mit Arachnophobia nahm sich der gute Mann 1990 eine Stoffes an, der erstaunlicherweise von den Disneystudios vertrieben wurde und an den Kassen sogar einen kleinen Gewinn einfahren konnte. Trotz Spinnengekrabbel und einem schönen Gruseltouch. Wenn es Viecher gibt, welche bei den Menschen Ekel, Furcht oder gar panische Angst erzeugen, sind Spinnen meist in den Top 3 zu finden. Vielleicht neben Schlangen und Ratten. Drum gibts wohl auch so viele Filme zum Thema. Sei es Tarantula, Kingdom of Spiders oder auch Eight Legged Freaks von 2002. In diesen Filmen sind die Rollen jeweils klar verteilt. Die Spinnen sind die Bösen, die Menschen die Guten. Und das obwohl meist der Mensch an sich der Auslöser für die Aggressivität oder die Mutation der Spinne verantwortlich ist. Unter dem gleichen Motto läuft Arachnophobia ab. Krabbler, die im tiefen Urwald leben, werden aus ihrer Umgebung gerissen und schlagen zurück. Das ergibt ein paar gruselige Szenen im dunklen Keller, ausgesaugte Leichen (aha, eine Spinne saugt einen ganzen Menschen aus....), viele kleine Spinnen die über den Toilettenrand laufen oder durch die Abwasserrohre des Waschbeckens ins Badezimmer kommen und natürlich die ganz feine Szene, als so ein kleines Tier in einer grossen Schüssel Popcorn verschwindet und man sich vor dem Fernseher selber nochmals extra versichert, dass in den eigenen Pommes-Chips kein solches vorhanden ist. Ja, Arachnophobia macht Spass. Der Film beginnt spannend und man weiss bereits nach ein paar Minuten, dass hier Böses passieren wird. Dann bekommt die Geschichte einen eher durchschnittlichen Zwischenteil eingesetzt, in dem sich Jeff Daniels (Die Chaoscamper, Blood Work) mit den Figuren des komischen Dörfchens rumschlagen muss, in das er eben gezogen ist. Das grosse Finale, wenn die Spinnen endlich Gas geben und natürlich die herrlichen Auftritte von "Verminator" John Goodman lassen aber grosszügig über diesen Mittelteil hinwegsehen. Fazit: Wer Spinnen nur dann mag, wenn sie hinter dicken Scheiben oder im TV zu sehen sind, der muss vor Arachnophobia keine Angst haben. S'ist gruselig und eklig, aber immer mit einem schöne Gag verbunden. Und diejenigen, die sich auch trauen, eine behaarte Tarantula auf die Hand zu setzen, werden den Film eh mögen. Leider hat die DVD keinerlei Extras zu bieten und man merkt dem Bild auch den Jahrgang des Films (1990) an. Da wäre eventuell mal eine Überarbeitung fällig. Das gleiche Problem herrscht beim Ton, der zwar akzeptabel ist, aber keine grossen Ansprüche an die Heimanlage stellt. |
Die Mutter aller Spinnenfilme John Goodman's Delbert McClintock ist einfach kult! |
einfach nicht ernst nehmen, dann hat man seinen spass mit dem film. war marshalls kinodebüt als regisseur. |
diesen film sehe ich immer wieder gerne. |
Zitat muri (2007-05-27 15:02:00)
Also Alive ist meiner Meinung nach ein ziemlich unterschätzter Film. Ich finde die Aufarbeitung des Flugzeugabsturz in den Anden sehr gut umgesetzt. Auch das Thema "Kannibalismus" wird zwangsläufig aufgegriffen, ohne moralisieren zu wollen. Die Frage bleibt in der Tat in einem haften:"Würde ich in dieser Situation genauso handeln?". Der Überlebensdrang ist eben schon hoch. |

