Forum Movies - Reviews: Kino

Beitrag Wie man sein Leben kocht

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Wie man sein Leben kocht oder: Besser essen mit Ed


Es gibt ja das bekannte Genre der "Fress-Filme", die mit gluschtig dargebotenen Leinwand-Leckereien dem Zuschauer das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Und zwar so, dass dieser nach dem Kinobesuch ins nächstgelegene Restaurant pilgert, um sich dort gehörig den Bauch vollzuschlagen. An dieser Stelle gehört erwähnt, dass es sich bei Wie man sein Leben kocht um keinen Film dieser Sparte handelt - trotz eines diesbezüglich durchaus verheissungsvollen Radieschen-Trailers. Fress-Film-Fans kommen nur in wenigen Szenen auf ihre Kosten. Ansonsten dürften an diesem Film vor allem Anhänger von buddhistischen Kalenderblatt-Weisheiten ihre Freude haben.

Die 100 Minuten Filmlänge bringt der Chefkoch nämlich in erster Linie sprechender- und nicht etwa kochenderweise über die Runden. Und da äussert er vor allem so tiefsinnige Lebensweisheiten im Stil von "Man kann es nie allen recht machen" oder "Man ist, was man isst". Regisseurin Doris Dörrie, sonst eigentlich eine verlässliche Grösse im deutschen Kino, hängt dem Mann dabei hingebungsvoll an den Lippen.

In der Mitte droht der Film dann plötzlich ein wenig interessant zu werden, als er die Verschwendung von Lebensmitteln thematisiert und sich in Richtung We feed the World zu entwickeln scheint. Tatsächlich wären es durchaus spannend gewesen, Browns Aussagen mit denjenigen von Nestlé-Boss Peter Brabeck zu konfrontieren. So mutig war Dörrie dann allerdings doch nicht. Die kulturkritischen Ansätze werden schnell wieder abgeklemmt und der Meister darf wieder unwidersprochen seine Lebensweisheiten verbreiten. Auch nicht wirklich erhellend ist dabei die Unterteilung des Films in völlig willkürlich gewählte Kapitel, die bezüglich Substanz den Aussagen Browns in Sachen Trivialität in nichts nachstehen.

So ist Doris Dörries neuster Film zu einem langweiligen und unkritischen Werbefilm für den Buddhismus im Allgemeinen und für Edward Espe Brown im Speziellen geworden. Wirklich gluschtig macht das alles nicht.

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ebe's Wertung: 1.5 Sterne

Ich kann mich der Filmkritik nicht anschliessen. Mich hat der Film sehr berührt. Es geht darin um unser aller Leben und wie wir damit umgehen, mit unseren Mitmenschen und mit uns selbst. Eigentlich zeigt der Film uns auf ganz einfache Weise, dass wir indem wir so alltäglichen Dingen wie dem Kochen (es kann aber auch Zähneputzen,Auto waschen oder alles mögliche andere sein), wenn wir dem was wir tun mehr Aufmerksamkeit schenken, dass es eine ganz andere Qualität bekommt und wir können dabei eine ganze Menge über uns selber lernen. Dazu muss man weder Buddhist sein, noch mit andern Menschen Streitgespräche führen, das kann jeder ganz alleine für sich selbst herausfinden. Ein schöner Film, nicht nur über das Kochen...

oldmill's Wertung: 6.0 Sterne

mir gehts genauso wie oldmill. ich fand diesen film auf seine ganz eigene art irgendwie bewegend.

[Editiert von stainboy am 2007-06-13 23:10:02]

stainboy's Wertung: 6.0 Sterne

Ein eher stiller Film, der zum Nachdenken anregt. Keine rasanten Actions. Ich fand ihn sehr gut. Als DVD habe ich ihn mir gleich 2mal angesehen...und siehe da...viel weiser, als man kochen kann...

Heide123's Wertung: Noch nicht bewertet


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