Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag My Blueberry Nights
My Blueberry Nights oder: Wong Kar Westlich My Blueberry Nights ist dieses Jahr Eröffungsfilm des Filmfestivals in Cannes, und beinhaltet gleich zwei Debuts: Regisseur Kar Wai Wongs ersten englischsprachigen Film, und Jazz-Star Norah Jones in ihrer Erstlingsrolle auf der grossen Leinwand. Der Film, ein typisches B-Movie, ist in drei Kapitel aufgeteilt: Elisabeth mit Jeremy, Elisabeth als Lizzie mit Arnie, und Elisabeth als Beth mit Leslie. Diese Episoden wirken ziemlich isoliert und nur marginal zusammenhängend. Der erste Teil ist mit ruckelnden Bildern recht stilvoll umgesetzt, und lässt dennoch bald einen Drang nach einem Szenenwechsel aufkommen, welcher auch rechtzeitig kommt. Diesen schafft der viel zu lange zweite Teil leider nicht, die Nebencharaktere sind wenig interessant, oder vielleicht auch zu schlecht erklärt. Natalie Portmans Auftritt im letzten Teil bringt den Film sofort auf ein neues Niveau, und auch die Geschichte nimmt endlich konkrete Formen an, obwohl die Ereignisse verhältnismässig offensichtlich sind. Auf die brennende Frage, ob Norah Jones denn auch schauspielern kann, gibt es eigentlich nur eine Antwort: Ja. Der Freund des Multitalents ist neben Mikrofon und Piano auch die Kamera, und sie ist sehr fotogen, was Wong auch ausnützt und dem Zuschauer viele Closeups und Supercloseups präsentiert. Das gibt schöne Bilder, welche auch die Hauptstärke des Films sind. Und wer gut aufpasst, der kann auch das Déjà-Vu am Ende des Films voraussehen. |
Interesting...Wie kann sich ein armer Barbesitzer eine 16'000 Franken IWC leisten? |
Wong Kar Wai wie man ihn liebt. Zwar gleitet er dieses mal etwas zu sehr in die Belanglosigkeiten seiner Charaktere ab, aber was ist schon schon belanglos in der Liebe? Ein Roadmovie der etwas anderen Art. Die einzelnen Abschnitte sind kurz, aber liebevoll ausgearbeitet. Kar Wai verliert sich voll und ganz in den Gesichtern der Schauspieler was er mit ausgedehnten Close Ups ungeniert zeigt. Der Fokus der Kamera befindet sich im ständigen Tanz mit den Schauspielern. Selten sieht man eine ganze Einstellung scharf, sondern die Bildkomposition wird über die Schärfeverlagerung und auch temporäre Unschärfe kreiert. Dies in Kombination mit den satten Farben der Hintergründe und der Kostüme erzeugt eine leicht verträumte Stimmung. Bei dem Cast muss wohl kaum auf die schauspielerischen Leistungen eingegangen werden. Vor allem David Strathairn hinterlässt als gebrochener Säufer einen bleibenden Eindruck. Jones macht ihre Sache auch gut, wenn auch ihre Blicke manchmal etwas hölzern wirken. Ein runder und sehr stimmungsvoller Soundtrack rundet das ganze ab. Fazit: Schöner Einstand in die westliche Filmbranche von Wai. Es reicht zwar noch nicht um seinen älteren Werken Konkurrenz zu machen, aber was noch nicht ist kann ja noch weren. 8/10 gutgläubige Optimisten P.S |
Zitat goodspeed (2008-02-01 03:39:53)
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Ja, bei imdb habe ich mich auch schon gewundert. Ich persönlich wäre für die "übliche" Schreibweise weil die Credits in seinen Filmen ebenfalls so geschrieben werden (und ich gehe mal stark davon aus dass dies mit seinem Einverständnis geschieht). |
Zitat Markus (2008-01-30 07:53:10)
Vielleicht ist ja Spoiler zum Lesen Text markieren
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Naja, einfach nur mood mood mood. Reicht nicht. |

