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Severance oder: Survival of the Fittest


Nur kurz lief Severance Ende letztem Jahr in unseren Kinos. Und auch besuchertechnisch war dem Film bei uns kein grosser Erfolg beschert. Im Heimatland England gings natürlich besser. Jetzt endlich ist der Film auf DVD erhältlich und somit auch für diejenigen zugängig, die damals im Kino vor Angst bibberten und sich nicht überwinden konnten, einen der coolsten und witzigsten Filme des letzten Jahres zu sehen. Selber Schuld und drum sofort auf DVD nachholen!

Paintball ist cool und mindestens einmal für jedermann zu empfehlen. Vor allem fürs Büroteam eine gelungene Abwechslung. Wenn allerdings, wie bei Severance, fremde Fötzel mitspielen, deren Waffen scharf geladen sind, wirds mühsam. Beste Voraussetzungen also für ein filmisches Gemetzel der besonderen und saukomischen Art. Severance mag blutig sein. Unappetittlich oder gruslig, zu lachen gibts jedoch immer was. Und das hat man vor allem Danny Dyer zu verdanken, der auch in der heikelsten Situation erstmal seinen Joint zusammenpacken muss und selten um einen dummen Spruch verlegen ist.

Wenn der Stadtmensch in die Wildnis geht, dann kriegt er meist auf den Deckel. Viele Horror- und Gruselfilme haben uns das in den letzten Jahren bewiesen. Dennoch schafft es Severance einen konstant hohen Spannungslevel zu generieren und rundet die einzelnen, teilweise ziemlich brutalen, Szenen meist mit einem schönen Schuss Humor ab. Englischer Humor, versteht sich. Und das dieser makaber, schwarz und speziell ist, dürfte jedermann bekannt sein.

Die Darsteller sind in England Stars und auch schon vereinzelt in Filmproduktionen ennet der Inselgrenze aufgefallen. Toby Stephens war in Die another Day immerhin der Gegenspieler von James Bond und Tim McInnerny servierte in Notting Hill der Julia Roberts den Znacht. Sie kategorisieren sich bereits in den ersten Minuten deutlich. Der feige Chef, der Rivale, der Kiffer, die geile Blonde, der Musterangestellte und der harmlose Schwarze.

Fazit: Severance ist ein Knaller! Ein optimaler Film für jedermann, der gerne blutige Metzgereien auf der Leinwand sieht und dann laut darüber lacht. Die Kobination von Horror und englischem Humor passt hervorragend. Von beidem gibts hier mehr als genug und genau das macht den Film zu einem kleinen, dreckigen Juwel in der kommerziellen Filmlandschaft, in der "brutale" Filme immer schärfer kritisiert werden, weil sie das Massenpublikum verscheuchen. Severance kickt diesen Kritikern voll in die Nüsse und war (und ist) einer der coolsten Filme des letzten Jahres! Und auf DVD kommt er grad nochmals gut!

Die DVD kommt als Special-Edition auf zwei Discs daher. Auf der Ersten ist natürlich der Film zu sehen, sowie ein paar Trailers zu mehr oder weniger spannenden und grusligen Kollegen. Auf Disc Zwei gehts aber dann mit den Extras los, die eigentlich keine Fragen mehr offen halten. Das "Making-Of" und der Bericht "Behind the Scenes" lassen mehr als einmal die gute Stimmung am Set Revue passieren. Die Outtakes sind lustig (Danny Dyer dreht auf) und das alternative Ende hätte noch gut zum finalen Film gepasst. Überhaupt, Danny Dyer steht auch weiterhin im Mittelpunkt. Ihn begleiten wir zum Kampftraining oder gucken dem lustigen Kerl auch sonst ein bisschen über die Schulter. Ausserdem gibt es (schön in der Rolle gehalten) Interviews mit den beiden russischen Hostessen, die über ihre Erfahrungen mit dem dicken Engländer und den bösen Männern berichten. Ein paar kurze Einblicke in die Tiefen der Special Effects (lustig), ein schönes Feature über den grossen Busunfall oder ein Filmchen mit der Frage, was ein Truthahn-Trainer am Set zu tun hatte, runden das gelungene und sehr kurzweilige Set an Extras ab. Sogar der Flug der Crew von England aus ist in einem eigenen Feature verewigt!

Zwei Tonfassungen wurden auf die DVD gepresst. Wer Englisch versteht, darf auf keinen Fall die Originalfassung verpassen. Beide Versionen (Deutsch und Englisch) kommen im guten Dolby Digital Sound daher. Das Bild ist ebenfalls gelungen, wirkt aber in den düsteren Szenen etwas gar dunkel.

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muri's Wertung: 6 Sterne

6 Sterne?

Ist das nicht etwas zu viel?

Ich mag den Film ja wirklich und es hat doch einige Szenen, die wirklich ganz, ganz übel sind (die Kuchen-Szene comes to mind).

Aber irgendwie fehlt doch das gewisse Etwas um meinen 'Pretty cool'-Stempel zu bekommen.

Markus' Wertung: 4.0 Sterne

Zitat Markus (2007-05-07 10:54:47)

Ich mag den Film ja wirklich und es hat doch einige Szenen, die wirklich ganz, ganz übel sind (die Kuchen-Szene comes to mind).

Na also die hat mir ganz gut gefallen. Was am Film vorallem Speziell ist, das hab' ich erst auf der DVD wirklich gemerkt, dass er immer in eine ganz andere Richtung geht als anfänglich Vermutet. Das macht ihn zu einem sehr unberechenbaren Horrorfilm, welche es sehr wenige gegeben hat in letzter Zeit und das gibt ihm schon 5 sterne.

db's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Markus (2007-05-07 10:54:47)

6 Sterne?

Ist das nicht etwas zu viel?

Nö, das kommt schon hin. Ein durch und durch lässiger Film, der es locker in meine Top5 schafft.

muri's Wertung: 6.0 Sterne

Mich konnte Severance nicht überzeugen. Ich wollte den Streifen schon immer mal sehen und dadurch wurden die Erwartungen dann auch höher. Der Film hat viele Klischeen und kann dadurch wenig Spannung aufbauen. Eine Handlung sucht man vergeblich. Vom Humor her war ich auch etwas enttäuscht. Habe da mehr erwartet.

()=()'s Wertung: 3.0 Sterne

Eine saukomische Splattergranate, die vor allem von den klischeeüberhäuften Darsteller lebt. Grossartige Dialoge sorgen immer wieder für ein Schmunzeln und auch die Kills sind nicht bloss 08/15. Der Schluss ist mir dann leider ein wenig zu Mainstream abgelaufen. Für einen Film wie Severance hätte ich mir hier nochmals eine Wendung oder Überraschung gewünscht. Trotzdem bleibt Severance eine schwarzhumorige Splatterkomödie vom Allerfeinsten.

yan's Wertung: 5.0 Sterne


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