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Away from Her oder: Zwei Spuren im Schnee


Sarah Polley ist dem hiesigen Publikum bisher vor allem bekannt als talentierte Schauspielerin in Filmen wie The Secret Life Of Words oder Dawn Of The Dead. Mit Away From Her präsentiert uns die Kanadierin nun ihren ersten grösseren Spielfilm.

Das Thema, das sie sich dafür ausgesucht hat, überrascht dabei auf den ersten Blick. Ein Beziehungsdrama, das sich um das Thema "Alzheimer" dreht und das als Protagonisten ausschliesslich Personen im fortgesetzteren Alter aufweist, ist nicht unbedingt das, was man von ener 28-jährigen Jungregisseurin erwarten würde. Doch Away From Her ist mehr als ein Alzheimer-Rührstück. Es ist die Geschichte zweier Menschen, die 44 Jahre analog zweier parallel verlaufenden Langlaufspuren - ein zentrales Motiv im Film - miteinander gelebt haben und sich nun mit der schmerzhaften Realität des "Abschieds auf Raten" konfrontiert sehen.

Zur Seite steht Polley ein bewährtes Ensemble gestandener Darsteller-Grössen, allen voran Julie Christie. Seit über 40 Jahren ist die Britin auf der Leinwand präsent und hat bereits 1965 für ihre Rolle in Darling den Oskar als beste Hauptdarstellerin erhalten. Jüngeren Semestern dürfte sie vor allem aus Filmen wie Troy oder Finding Neverland ein Begriff sein. Zudem hat sie bereits in The Secret Life Of Words mit Regisseurin Polley zusammengearbeitet. Away From Her ist in erster Linie Christies Film. Ihre Darstellung der an Alzheimer erkrankten Fiona ist berührend. Gordon Pinsent, der ihren Ehemann spielt, der grösste Mühe hat, mit der Situation klar zu kommen, steht ihr dabei aber in nichts nach. Eindrücklich verkörpert er die einsame Verzweiflung eines Mannes, der sich nach 44 Jahren liebevoller Ehe unvermittelt mit einem "Nebenbuhler" konfrontiert sieht.

Away From Her ist ein im besten Sinn altmodischer Film, der von der starken Leinwandpräsenz seiner Hauptdarsteller sowie einer berührenden Geschichte lebt. Zeitweise geht das esoterische Gitarrengeklimper, das uns im Hintergrund berieselt, etwas auf die Nerven. Man ist froh, zwischendurch "richtige Musik" in Form von Bachs Präludium zu vernehmen. Die Story ist zudem zugunsten der Dramaturgie etwas zugespitzt. Bei einer echten Alzheimer-Erkrankung, diese These sei einem medizinischen Laien erlaubt, dauert der Prozess der Entfremdung wohl etwas länger. Trotzdem: Polleys Regiedebut bleibt sehenswert - und lässt einem verstohlen die eine oder andere Träne im Auge verdrücken.

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ebe's Wertung: 4.5 Sterne

30 Minuten zu lang, sehr schade denn der Film basiert auf einer sehr guten Basis und ist wunderschön gespielt.

sj's Wertung: 2.0 Sterne

Zitat sj (2009-08-17 13:23:34)

30 Minuten zu lang

Und das gibt schon nur noch zwei Sterne? 8)

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet

Es wiederholt sich zu oft und wird sehr schnell langweilig. Schade bei einem solch interessanten Thema!

sj's Wertung: 2.0 Sterne


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