Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Perfect Stranger
Perfect Stranger oder: Wie, was, wo, wann?!? Grundsätzlich, so glaube ich, gibt es für (fast) jeden Film ein Publikum. James Foleys Perfect Stranger allerdings ist diesbezüglich eine rechte Knacknuss. Das Unbefriedigenste am starbesetzten Thriller ist die wirre, oft unzusammenhängende und insgesamt irgendwie unausgegorene Geschichte. Der Film macht den Eindruck, als habe man sich beim Drehbuchschreiben überlegt, welches wohl die besten Elemente für eine populäre (sprich: einträgliche) Story sind, und diese dann in schönster Kraut-und-Rüben-Manier zusammengewürfelt: ein mysteriöser Mordfall (Krimi), eine schöne, energische Frau (Frauenpower) in scharfen Outfits (Erotik), die sich mit der Unterstützung ihres Compi-Genie-Kollegen (Technologie, schräge Charaktere, komplizierte Beziehungen) auf eine gefährliche Mission begibt (Thriller). Und zur Krönung ein wirklich un-, un-, unvorhersehbares Ende, das die Zuschauer mit offenen Mündern aus den Stühlen kippen lässt (Unvorhersehbarkeit). (Gemäss IMDb wurden bei der Filmproduktion übrigens gleich drei Schlussalternativen (mit drei verschiedenen Tätern) gefilmt...) Leider funktioniert diese Zusammenwürfelei nun aber überhaupt nicht; das Resultat ist vielmehr eine nichtssagende Geschichte, die träge und zähflüssig während knapp zwei Stunden Laufzeit herumdümpelt, um dann mit dem Abspann ins Nichts zu verpuffen. Der Film berührt nicht, packt nicht, bannt nicht - er lässt einen einfach kalt und gänzlich uninvolviert. An Cast und Crew liegt's dabei nicht unbedingt. Insbesondere auf Darstellerseite holt Giovanni Ribisi (Cold Mountain) einiges aus seiner Figur und macht den Compi-Freak Miles zum interessantesten und - soweit es das lasche Drehbuch zulässt - facettenreichsten Charakter in Perfect Stranger. Halle Berry lässt in erster Linie optisch tief blicken, spielt aber weitgehend solid (wenn auch sie definitiv schon überzeugendere Leistungen gezeigt hat, beispielsweise in Marc Forsters Monster's Ball). Bruce Willis' (Die Hard) Part schliesslich war insgesamt wohl nicht allzu fordernd. Auf Macherseite liefert die Crew unter der Leitung von Regisseur James Foley (Confidence) routiniertes aber unspektakuläres Handwerk. Nur genügt das im Fall von Perfect Stranger halt einfach nicht. Um wenigstens halbwegs über die saftlose Story hinweg zu täuschen, wäre von allen Beteiligten eine mindestens exzellente Leistung nötig gewesen. So jedoch ist Perfect Stranger ein Film, der fatal an einer geistlosen Geschichte krankt - ein Manko, das leider weder von den Darstellern kompensiert, noch durch eine aussergewöhnliche Umsetzung ausgemerzt wird. Empfehlung: Nur für hartgesottene Fans von Halle Berry und/oder Giovanni Ribisi. |
es gibt nur wenige filme, bei dennen ich tatsächlich die zeit bereue, die ich zum schauen benötigte - auf dieser liste ist neu nun auch Perfect Stranger. der film braucht eine geschlagene stunde, um mal ein einigermassen spannendes setting zu erreichen - nur um kurz darauf in einigen "oooh so unvorhersehbaren" wendungen total ins lächerliche abzugleiten. wo man story[sic!]technisch sich nicht mehr weiterhelfen wusste, muss der it-crack im film hinhalten und mit einigen wirklich dämlichen aktionen die geschichte in die "richtige" bahn bringen. so kann der superhacker alles und jeden abhören (z.b. in einem onlinechat), oder des chefs (willis) notebook wird mit einem usb-stick mit einer "malware" "infiziert", wäre da nicht noch der "malware guard". jaaa genau. apropos onlinechat: für ganz lesefaulen wiederholt berry netterweise jedes einzelne geschriebene wort. super service, aber leider nein! Spoiler zum Lesen Text markieren
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Halle Berry ist, laut diversen Heftchen, Magazinen und sonstigen Medien, eine der attraktivsten Frauen in Hollywood. Sie hat einen Oscar gewonnen (für Monsters Ball 2002) und ist mit den X-Men gut im Rennen an der Kinokasse. Dabei hat Perfect Stranger eigentlich einen coolen Trailer zu bieten und auch die Grundvoraussetzungen waren gar nicht schlecht. Eine Reporterin muss in den Tiefen des Online-Datings nach dem vermeintlichen Mörder ihrer besten Freundin suchen und gerät dabei an einen reichen Geschäftsmann, der ganz verdächtig eine Affäre nach der anderen hat. Dazu hat die Reporterin einen ganz lustigen Kollegen, der ihr mit jeder Art von PC- und Technik-Problemen aushilft, sie auch gerne flach legen würde, aber scheinbar ohne Chancen auf Erfolg ist. Wie gesagt, es hätte ein richtig dufter Thriller werden können. Wenn der dann aber beginnt, fängt auch gleichzeitig ein trauriger Kinoabend an. Denn nicht nur fehlt dem ach so heissen Duo Berry/Willis jede (aber auch wirklich jede) Art von Chemie, der richtig gehend peinliche Film nimmt noch viel groteskere Formen an. Es passiert einfach...nichts. Der Film dümpelt vor sich hin, die Charaktere bauen keine Verbindung zum Zuschauer auf und ob jetzt der Mord an der sehr unsympathisch vorgestellten "Freundin" aufgeklärt wird, interessiert bald keinen mehr. Dazu häufen sich die Filmfehler, die anfänglich noch amüsant sind (klar, der PC läuft 24 Stunden am Tag. Klar, die Verdächtigen sind immer gleichzeitig online. Auch schön, dass die getippten Worte auch noch vorgelesen werden müssen, etc.), aber dann enorm peinlich werden. Spätestens wenn Halle Berry und Giovanni Ribisi in einer Szenen zusammen in der Küche stehen, folgen schreckliche Momente, die jedem Filmfan einfach puren Schmerz bereiten. Und für so was kriegen die Herren da Millionen in den Hintern geschoben.... Zu den Schauspielern selber gibt es nicht viel Positives zu sagen. Halle Berry mag niedlich sein, lässt sich aber auch schon regelmässig Sex-Szenen ins Drehbuch schreiben und wandelt damit auch Sharon Stones Spuren. Mimisch ist die Dame leider sehr limitiert. Eine herbe Enttäuschung ist auch Bruce Willis, dessen Charakter eintönig, uninteressant und vor allem unglaubwürdig ist. Der gute Mann geht vollkommen unter und bietet eine seiner übelsten Vorstellungen. Wäre Giovanni Ribisi, der zwar auch müllig spielt, aber nicht ganz so schlecht wie der Rest, nicht gewesen, ich wäre wahrscheinlich aus dem Kinosaal gelaufen. Und das soll was heissen. Fazit: |
jo ist eigentlich schade, wäre für den nach dem Trailer auch ins Kino gegangen. Pity... |
Zitat db (2007-03-30 08:56:19)
Geh rein, nimm ein paar RedBulls mit, dann schaffst du das! |
Zitat muri (2007-03-30 08:58:21)
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ich fand den film entgegen euren reviews nicht allzu schlecht. klar hätte der film spannender inszeniert werden können. die aussage des films und das ende (welches zumindest mich ziemlich überrascht hat) fand ich echt gut! aber naja, ein packendes meisterwerk ist es nicht, das stimmt... trotzdem kann ich dem film 2.5 sterne geben und weil halle berry mitspielt gibts dann noch eine aufrundung auf 3 sterne |
Dieser Thriller krankt eigentlich nur an etwas: Er ist langweilig. |
halle berry vermochte mich durch ihr äusseres eingermassen durch den film zu prügeln. die überraschung am schluss war für ein paar sekunden da, aber das wars dann auch schon. schade aber tatsache ... jänu. |
Die Tatsache das der Streifen überall als "Erotic-Thriller mit Halle Berry" angekündigt wurde, hat mich dazu gebracht diese DVD zu kaufen. Da guck ich lieber Passwort Swordfish, da gibts mehr Erotic mit Halle! Thriller....naja der Streifen versucht den die ganze Zeit hindurch den Betrachter auf ne falsche Fährte zulocken und so die Spannung und die Überrschung zu erhöhen. Das gelingt aber nur bedingt und zieht das ganze ehr unnötig in die Länge. Die Auflösung ist dann aber dermassen konstruiert und weit weg und von allen Ufern das einem das ganze fast nicht mehr interessiert. Erotic.....naja Halle Berry sieht wirklich scharf aus, darf auch in netten Kleidchen posieren und rumflirten, darf ein bisschen schmutzig rumchatten, aber das wars auch schon mit Erotic. Ein eher lascher Thriller, der versucht mit bisschen Dirtystuff die ganze Szenerie aufzupeppen. Gelingt nur bedingt und wäre da nicht der realitiv gute Cast mit Halle Berry, Bruce Willis und Giovanni Ribisi, das ganze wäre ein glatter Null-Sterner! |
Nun ja, wo soll man hier beginnen? Ein anstrengender Film, keine Frage - in einer Gruppe mit 5 Leuten kann man sich dann doch über das eine oder andere amüsieren... Dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack übrig, da die Story - gerade zum Ende hin - wirklich in eine Richtung abdriftet, die uns allen nicht so richtig gefallen hat... Tja, und mehr kann man dazu auch schon fast nicht mehr sagen, denn dieser Film ist unter dem Durchschnitt zurück geblieben und kann allenfalls durch die leckere Optik der Halle Berry einige (wenige) Punkte wett machen! Gruss BooBee |

