Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Meet the Robinsons
Meet the Robinsons oder: The Future is now! In Sachen digitaler Animation ist der Disney-Konzern schon immer den schlaueren Eierköpfen von Pixar hinterhergewatschelt. Man liess sie zwar im selben Stall brüten und sackte die Hälfte der Eier selber ein, aber als man 2005 zum erstem Mal selber etwas legen wollte, kam Chicken Little dabei raus. Kein richtig faules Ei zwar, aber die Ähnlichkeit zur Konkurrenzbrut war analog dem Inhalt einer Eierschachtel. Disney musste damals Federn lassen. Nach einer legendären Reihe Zeichentrickfilme, die von Snow White and the Seven Dwarfs, dem ersten, bis Home on the Range, dem letzten, reichte, war Schluss mit der Handarbeit. Zu Teuer. Zu altmodisch. Animatoren wurden reihenweise entlassen, Studios in Florida und Paris geschlossen. Auch Pixar wollte von der Hühnerleiter springen. Nach dem Motto "If you can't beat them, join them" hat man sich 2006 entschlossen, die Walt Disney Feature Animation mit Pixar zu fusionieren. Die Cars liefen dann schon unter dem Namen "Disney Pixar" aus der Garage. Meet the Robinsons ist nun einer dieser Compi-Trickfilme aus der strittigen Phase der beiden Unternehmen, welche doch noch irgendwie vollendet werden mussten. Vielleicht hätte man es besser bleiben lassen. Das Bilderbuch "Zu Gast bei Willi Robinson" von William Joyce wollte man bei Disney schon lange verfilmen. Mit schaudern denkt man an die geplante Realverfilmung, die wohl was im Stile von Thunderbirds geworden wäre. Nun ist's ein CGI-Werk und man zieht schnell mal Parallelen zu den Vorgängern. Da das Buch schon 1993 erschien, sind Vorwürfe, dass die einzelnen Figuren wahlweise aussehen wie ein weiterer Superheld aus The Incredibles, ein Nachfolgemodell der Robots oder die kleinen Brüder von Michigan J. Frog, bald entkräftet. In Buchform kamen die alle so oder oder ähnlich auch schon vor. Unoriginell wirkt diese futuristische Familie Robinson trotzdem. Sogar der Junge in der Hauptrolle sieht aus wie Jonathan Lipnicki in Jerry Maguire. Neben humanen Figuren, die alle gleich alt wirken, obwohl sie mindestens drei Generationen angehören, sind auch singende Frösche, ein violetter Tintenfisch und Thomas Gottschalk Teil der Sippe (Wenn man die deutsche Version schaut). Aber die Familie hat so viele Mitglieder, dass es den Rahmen hier sprengen würde, alle aufzuzählen. Leider wird ihnen auch im Film wenig Zeit gegeben, so dass man nicht wirklich mitbekommt, wer nun wer ist. Besonders wenn man weniger als zehn Jahre alt ist, und eigentlich zur Zielgruppe gehört. Auch ob die Kleinen beim Plot im Stile von Back to the Future 2 alles mitbekommen, ist fraglich. Der Film wirkt überladen, fast so, als hätte man allen entlassenen Animatoren, die noch von Hand zeichneten, die Schubladen mit den angefangenen Ideen ausgeräumt und sie in einen Film gepackt hat. Man könnte sich gut vorstellen, für jedes einzelne Familienmitglied einen eigenständigen Film zu machen. Da drohen uns wohl Sequels en masse. Walt Disney hingegen würde seine Freude haben an der Message "Never quit" und dem Loblied auf das strebsame Tüfteln. Getüftelt wird auch an der Projektionstechnik. In den USA läuft Meet the Robinsons in mehr als 600 Kinos in 3-D. Viele Szenen wirken deshalb wie für plastische Effekte gemacht. Zum Beispiel ein T-Rex, ohne den heutzutage wohl kein Kinderfilm mehr auskommt. (Siehe auch Night at the Museum). Da in der Schweiz aber nur drei Kinos dreidimensional projizieren werden (www.3dkinos.com), wirkt der Dinosaurier noch deplatzierter, als er sonst schon ist. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 18 Beiträge geschrieben.
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Ein einziges Kino zeigt den Film in der OV! |
Zitat muri (2007-03-27 08:32:35)
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Zitat thatssno (2007-03-27 10:12:05)
http://outnow.ch/kinoprogramm/film/MeetTheRobinsons/2007/?Day=2 ABC4 |
Naja könnte schlimmer sein; Schweinchen Wilbur lief gar nicht in OV |
Zitat muri (2007-03-27 08:32:35)
ich sag's ja. s'wird immer schlimmer. |
Zitat pb (2007-03-27 10:34:42)
durchatmen, pb... der anteil an synchronisierten kinderfilmen war schon immer sehr hoch... logischerweise... (aber ansonsten geb' ich dir natürlich recht - s'wird immer schlimmer!) |
Hey rm
Anstrengende Zukunftsreise "Triff die Robinsons" ist die neuste Regiearbeit von Stephen J. Anderson für das Hause Disney. Doch zu fesseln vermag sie nicht, denn die Geschichte um einen genialen Waisenjungen wird allzu gezwungen erzählt. Der zwölfjährige Lewis lebt in einem Waisenhaus. Statt mit den anderen Kindern auf dem Hof Fussball zu spielen, tüftelt er lieber an seinen neuesten Erfindungen herum. Leider funktionieren die wenigsten auf Anhieb und so kommt es, dass alle möglichen zukünftigen Adoptiveltern von Lewis aufgrund fehlgeschlagenen Demonstrationen die Flucht ergreifen. Nach dem 120. fehlgeschlagenen "Interview" mit einem Paar findet sich Lewis traurig auf dem Dach des Waisenhauses wieder. In dieser dunklen Stunde kriegt er plötzlich Gesellschaft von Wilbur. Dieser nimmt ihn mit auf eine Reise in die Zukunft, wo Lewis dessen Familie, die durchgeknallten Robinsons, kennen lernt. Doch leider sind sie nicht alleine gereist. Der "Mann mit Melone" folgte ihnen. Dieser will Lewis entführen um an eine seiner Erfindungen ran zu kommen. Gezwungene Komik
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Wenn man die Ansprueche an einen durchdachten und cleveren Trickfilm wendet, dann wird man enttaeuscht. Der Film ist zu Beginn etwas harzig. Da ist es ein netter Trickfilm, mit ein paar lustigen Szenen. Der Film nimmt erst Tempo und auch Witz nach der Haelfte zu. Dann musste ich aber ein paar Mal herzhaft lachen, was fuer mich ein gutes Zeichen ist. Man wird auf einfachem Niveau gut unterhalten und dies sollte doch ein Film, oder? gruss |
Uiuiui, das war einer der schwächsten Ergüsse aus dem House of Mouse, den ich je gesehen hab. Und das nicht mal wegen den zuvielen Figuren, dem lahmen BadGuy oder des ebenso schwachen Hauptcharakters. Nein, auch die Geschichte ist absolut guguus. Dazu kommen wie erwähnt die zuvielen Nebenfiguren, von denen die potenziell lustigen (Tiny, der Dino) nur sehr kurz vorkommen. Glücklicherweise hat Disney ja inzwischen Pixar einverleibt und muss nicht mehr selber solche "Familienfilme" produzieren. Denn sogar gegen Chicken Little stinkt dieses Robinson-Dings ab. Klar, s'ist nicht grad spektakulär, wenn man Animationsfilme mit Menschen in den Hauptrollen macht. Dann sind aber die Geschichtsschreiber und Macher zusätzlich gefordert, aus den "normalen" Figuren wenigstens Witz, Spannung oder Charme rauszuholen. Leider fehlt all das in Meet the Robinsons. Noch etwas: |
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Zitat rm (2007-04-05 18:56:04)
ABC 4. Gestern Mittwoch demfall die letzte englischsprachige Vorstellung. Nochmal Glück gehabt... |
Dann sag mir Folgendes... Spoiler zum Lesen Text markieren
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Ich habe fürs Radio mit Audiofiles aus der deutschen Synchronfassung gearbeitet - Spoiler zum Lesen Text markieren
Das entsprechende Bild dazu hab ich allerdings nicht gesehen. |
Bei uns gabs nur Tom Selleck. |
Ein gaaaanz platter und lahmer Streifen. Wirr erzählt und all die Charaktere in der Familie! Was für ein Schwachsinn! An keinen kann man sich gewöhnen und keiner hat ne wirkliche Funktion. Wo sind die Meisterwerke alter Schule: Lion King, The beauty & the beast, Das Dschungelbuch usw. ?? Einzig der Schluss war noch OK, Spoiler zum Lesen Text markieren
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Zitat V8 Power (2007-10-15 00:34:02)
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Zitat El Chupanebrey (2007-10-15 17:52:45)
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