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Beitrag An Inconvenient Truth

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An Inconvenient Truth oder: Foif vor Zwölfi!


Ein Multimediavortrag über ein heikles Thema, der in den USA Millionen an den Kinokassen einspielt? Ein einzelner Erzähler, Gastgeber, Präsentator, der mit seiner sympathischen, aber bestimmten Stimme die Zuschauer in den Bann ziehen kann? Al Gore hat das "Global Warming", respektive die Informationen darüber, zu seinem persönlichen Lebensziel gemacht und An Inconvenient Truth durfte 2007 sogar zwei Oscarstatuen mit nach Hause nehmen.

Mister Gore packt die Zuschauer an ihrem schlechten Gewissen und bohrt unnachgiebig in diese Wunde. Sobald man dem Herrn an den Lippen hängt und seinen netten Geschichten von früher lauscht, dreht er sofort jede noch so harmlos scheinende Begebenheit um und appelliert an unsere Mithilfe. Angereichert durch viele interessante Fakten, nachdenklich machenden Bilder und witzigen Zwischensprüche präsentiert Al Gore einen Vortrag, den man einfach gesehen haben muss. Dieses Problem geht jeden von uns etwas an und der Film deutet unwiderruflich darauf hin, dass wir bald nichts mehr zu berichten haben, wenn wir in der gleichen Art weiterleben, wie bisher.

Lehrerinnen, Lehrer, Professoren und andere Leute, die verantwortlich für die Ausbildung der Jugendlichen von heute sind, sollten sich diese DVD beschaffen, im Unterricht angucken und dann über das Gesehene diskutieren. Es ist Zeit, etwas zu tun. Das macht uns nicht nur Al Gore mehr als einmal im Film klar, sondern das merkt jeder selber, wenn er An Inconvenient Truth guckt.

Dass der Film nicht nur Umweltbewusstsein predigt, sondern auch vorlebt, beweist die DVD-Verpackung, die zwar nicht ins normale DVD-Regal passt, aber dafür umweltschonend produziert wurde. Das Highlight dieser DVD ist ganz klar das Update, das Al Gore persönlich von sich gibt. Er wird befragt, zeigt neue Entwicklungen auf und bietet da praktisch eine Fortsetzung des Films. Nicht mehr mit sovielen Witzen angereichert, aber dennoch verdammt interessant. Das Oscar-gekrönte Musikvideo von Melissa Etheridge darf ebensowenig fehlen, wie zusätzliche Audiokommentare von Regisseur und Produzenten. Ein Making-Of mit vielen Hintergründen zu der Multimedia-Show von Mr. Gore ist ebenfalls abrufbar.

Ton- und Bildmässig wird gehobene Qualität geboten. So hallen die Worte des Fast-Präsidenten in sauberem Dolby Digital 5.1 durch die Boxen und die erschreckenden Bilder unserer kaputten Welt sind bedrohlich scharf zu sehen.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

muri's Wertung: 5 Sterne


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