Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Fast Food Nation
Fast Food Nation oder: Do you want Fries with that? Hamburger und Milk-Shakes. Was bei uns auch immer weiter verbreitet ist, sieht man im grossen Amerika praktisch andauernd, wenn man aus einem Fenster guckt. Da stehen McDonalds neben Burger King. Zwischendrin noch ein Taco Bell oder ein Wendys. Fastfood ist der "real American Food". Kein Wunder ist dort drüben die Todeszahl der Leute die an Übergewicht sterben so immens hoch. Richard Linklater hat nun einen Film über dieses Phänomen gedreht, der keinesfalls die Absicht hat, ein zweites Super Size me zu werden, sondern anhand von fiktionalen Storylines einen Blick hinter die Kulissen des grossen Fressgeschäfts wirft. Ein interessantes und, vor allem, aktuelles Thema wird in Fast Food Nation angeschnitten. Was dabei herauskam ist leider Ernüchterung pur. Denn so sehr man sich auf weltbewegende und schockierende Enthüllungen hinter den Kulissen des Fastfoods gefreut hat, so unspektakulär ist leider dieser Film geworden. Es wird ein paar Mal über Ungerechtigkeiten gesprochen, die Industrie zeigt sich vereinzelt von der bösen Seite (Human-Ressources-Manager im Spital) und s'wird sogar einmal in einen Burger gespuckt. Aber sonst? Keine "McDonalds-does-not-want-you-to-see-this"-Bilder oder Enthüllungen wo einem grad der Cheeseburger im Hals stecken bleibt. Da waren die Erwartungen doch etwas (zu) hoch. Die drei Geschichtsstränge haben eigentlich nicht viel miteinander zu tun. Der Manager versucht herauszufinden, warums Tierkacke im Fleisch hat, nur um zu erfahren, dass das ja schon immer so war. (*huch, auch jetzt noch?*) Dagegen was tun kann er aber nicht. Die Mexikaner werden ausgebeutet und das schöne Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zeigt seine düsteren Seiten. Und die junge Dame sieht sich mit ihrer Aktion in einer Sackgasse, weil Kühe A) dumm sind und B) die böse Welt für sie und ihre Kumpels zu stark ist. Angereichert werden diese Geschichten durch Auftritte nahmhafter Stars. So mampft sich ein Bruce Willis durch einen Hamburger, während er ganz ruhig von seiner Viehfirma erzählt. Da transportiert Luis Guzman (Anger Management) Mexikaner über die Grenze und Greg Kinnear (Stuck on You, The Matador) kriegt einen Reality-Check. Das ist alles schön und gut, aber so richtig aufwühlend oder gar schockierend wird das Ganze leider nie. Fazit: Fast Food Nation sollte mit differenzierten Erwartungen angesehen werden. Wer Super Size Me "so krass" gefunden hat, dürfte sich hier eher mühsam durch den Film quälen. Wer aber trotzdem einen kleinen Blick hinter die Machenschaften der Fast-Food-Industrie erhaschen will, der darf hier ohne Probleme reinmarschieren. Blutende Kühe, denen grad die Haut abgezogen wurde, gibts erst am Schluss zu sehen. |
Ich war gestern Abend und hab so ziemlich genau soviel zuviel Eintritt bezahlt, wie ich bezahlt habe (also 13 Franken). Ein sehr dünnes Drehbuch, ein Grossteil der Szenen viel zu lang und schliesslich, als Tüpfchen auf dem i, am Ende unnötig brutal (unnötig weil nicht dem Film entsprechend). Alles in allem: Nicht empfehlenswert. |
Mich interessiert eigentlich nur eins: Wie ist Kris Kristofferson? Knüpft er an laue Vorstellungen wie in Planet of the Apes an oder ist er gut? |
Ich als Vegetarier und McDonalds-Hasser habe das Buch verschlungen und mich richtig auf den Film gefreut. Doch 19,99 bei Saturn war mir zu teuer. Als ich ihn dann für 8,99 bei der Videothek entdeckte, griff ich gleich zu. Leider ist der Film wirklich sehr langweilig und greift sich sehr nebensächliche und unwichtige Abschnitte aus dem Buch heraus und formt das ganze zu einer Seifenoper. Das eigentlich wichtigste am ganzen Film (die Schlachtung der Tiere) wurde ganz an den Schluss gebracht. Da wo keiner mehr richtig aufgepasst hat. Eine richtige Doku mit echten Menschen wäre da viel besser gekommen. |

