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Angel-A oder: Lügen haben kurze Beine, Models lange


Nach jahrelangem produzieren von trashigen Actionklamotten, schlägt der französische Starregisseur Luc Besson (Le grand bleu) endlich wieder einmal etwas ruhigere Töne an. Hauptattraktion des Filmes über Ethik, Moral und Selbstwertgefühl ist wieder einmal Paris. Kamerann Thierry Arbogast fängt die Stadt der Liebe in ein. Verstärkt wir die Romantisierung durch die Tatsache, dass fast nie Touristen zu sehen sind, auch wenn sich viele Szenen in der Umgebung vieler bekannter Sehenswürdigkeiten abspielen. Auch das Produktionsdesign steht der Kameraführung in nichts nach. Ein Highlight ist die Szene im oppulent ausgestatteten Nachtclub. Optisch ist Angel-A also ein Fest für die Augen, doch wie sieht es mit dem Inhalt aus?

Für die brüske Spielzeit von 90 Minuten, versucht Besson ein wenig zu viele Elemente in seine Geschichte zu verpacken. Leider funktionieren nicht ganz alle Aspekte so gut wie die Beziehung zwischen den Hauptfiguren, die ganz klar das Herzstück bildet. Angela ist ein Engel. In der ersten Hälfte wird dies metaphorisch angedeutet und Humbug wie Flügel, Zaubertricks und Geschwätz über "den Herr dort oben" hätte man von mir aus weglassen können, da diese Szenen eindeutig Schwachpunkt des Filmes Darstellen. Die Selbstfindung des Kleinganoven André wiederum ist herzerwärmend und dürfte den kritischsten Zyniker berühren.

Tolle Kamera, sympathische Darsteller und viel Gefühl sind es also, die Angel-A zu einem nicht neuen, aber allemal interessantem Filmerlebnis machen. Hätte man das Übernatürliche gestrichen, hätte es noch ein Sternchen mehr gegeben.

Die DVD hat in sachen Extras wenig zu bieten. Das Making-Of ist zwar charmant und hebt sich von den üblichen Infomercials ab, doch ist mit seinen 27 Minuten auch schon das ausführlichste Extra. Nur seltsam, dass der Regisseur selbst nie vor der Interviewkamera zu sehen ist. Dazu gibt es noch einen kleinen Bericht über die Musik und einen Videoclip. Das war's dann auch schon.

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ma's Wertung: 4 Sterne

hübscher film, hübsche geschichte, hübsch verfilmt. nichts umwerfendes. und rie rassmussen ist nicht gerade die erfüllung als schauspielerin.

pb's Wertung: 4.0 Sterne


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