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Beitrag High Fidelity
High Fidelity oder: Music was my first Love Nick Hornby ist ja ein bekannter englischer Schriftsteller, dessen Bücher gerne verfilmt werden. High Fidelity ist wohl sein bekanntestes Werk. Ausserdem stammen About a Boy oder Fever Pitch aus seiner Feder. Und was passiert, wenn Hollywood ein englisches Buch verfilmt, beweist dieser Film. High Fidelity mag zwar lustig sein, hinterlässt aber jederzeit den Eindruck, dass Engländer aus diesem Stoff einiges mehr hätten machen können. Die Szenen im Plattenladen sind hingegen eine Wucht. Jeder, der sich auch nur annähernd mit Musik beschäftigt, wird da ins Schwärmen kommen. An so einem Ort will man sein, da will man auch arbeiten, mitdiskutieren. Die Kommentare, die John Cusack stets an den Zuschauer direkt richtet, helfen der Handlung, vorwärts zu kommen. Teils bissige Kommentare oder einfache Gedanken bekommt man so zu hören und versteht die Handlungsweise der beiden Hauptfiguren umso besser. Was also lustig, luftig und sehr sympathisch beginnt, zerläuft sich gegen Ende des Films ein bisschen. Der Witz bleibt praktisch total auf der Strecke, es geht stark in Richtung Romantik und (erwartetes) Happy-End. Hier hat man definitiv verpasst, die Anfangseuphorie durch den ganzen Film zu ziehen. John Cusack ist allerdings klasse. Ebenso seine Plattenladenkumpels, von denen natürlich Jack Black so richtig Gelegenheit hat, den Affen zu machen. Herrlich, wie er die Kunden vergrault und sich über Bands und ihre Songs auslassen kann. Iben Hjelje macht als Freundin eine nette Figur, bleibt aber irgendwie recht uninteressant. Tatsächlich sind es die Nebenfiguren, die in High Fidelity überraschend gut wegkommen. Catherine Zeta Jones, Joan Cusack und natürlich Tim Robbins (der ja mit Joan Cusack in Arlington Road sogar ein Ehepaar mimte) bringen ihre Kurzauftritte überzeugend und lustig rüber. Fazit: High Fidelity wäre wie gemacht gewesen für einen englischen Schauspieler (Hugh Grant?), kommt aber sehr veramerikanisiert und zu glatt daher. Ein bisschen mehr Schwierigkeiten in der Geschichte, mehr Witz (vor allem gegen Ende) und das Ganze wär ein Klassiker geworden. Dafür ist der Auftritt von "Boss" Bruce Springsteen gelungen und kam (für mich) sehr überraschend. Interviews mit Hauptdarsteller und Regisseur bilden den interessanteren Teil der DVD-Extras. Beweggründe zum Film, Änderungen zum Buch und natürlich Geschichten über die Dreharbeiten kommen hier ans Tageslicht. Da fallen die nicht verwendeten Szenen schon ein bisschen ab. Der Ton ist erstaunlich leise, so dass man nicht darum herumkommt, den TV ein schönes Stück lauter zu drehen. Das macht vor allem Spass, wenn man zwischendurch mal ins reguläre TV-Programm wechselt (wo die Sendungen entsprechend lauter laufen) und danach der halbe Haushalt geweckt wird. In Sachen Bild hingegen ist alles paletti. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 25 Beiträge geschrieben.
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yep, wunderbarer film, jeder sammler von LPs/CDs dürfte sich darin so manches mal erkennen. ach, und der mit abstand beste film von jack black... [Editiert von pb am 2007-02-22 09:23:36] |
Ich verstehe die Kritik von muri nicht ganz; für mich ist High Fidelity einer jener untypischen unamerikanischen Hollywood-Filme, die sich weit vom Rest der seichten Durchschnitts-Billigware abhebt. Ob und was man da als Engländer mehr oder anders hätte machen können, wird mir nicht so richtig klar. [Editiert von thatssno am 2007-02-22 09:22:24] |
Es ging mir halt einfach zu glatt. Ausser dem Ian (der IMO keine echte "bedrohung" darstellte) gabs eigentlich fast keinen grund, dass sich die beiden (noch immer-)Verliebten trennen sollten. Keine Frage, die Szenen im Plattenladen sind cool. Aber mit englischen Darstellern (Hugh Grant hab ich echt nur als Beispiel genommen, weil er in About a Boy so gut war...) hätts mir persönlich besser gefallen. Warum? Die Engländer haben halt einfach diesen *ehm* Schalk (?) besser drauf. Aber jänu. Der Film ist ja auch gut. Keine Frage. Nur denke ich halt, dass da für meinen Geschmack noch mehr hätte rausspringen sollen. |
Zitat pb (2007-02-22 09:13:08)
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High Fidelity oder: Top-five most memorable breakups, in chronological order Ich wüsste nicht, ob ich es geschafft hätte, Nick Hornbys Buch zu lesen. Vielleicht hätte ich es blöderweise in einer langweiligen Stelle weggelegt und vergessen. Gespielt ist alles ziemlich gut bis sehr gut. John Cusack brilliert als tragende Hauptfigur, Tim Robbins ist witzig, Catherine Zeta-Jones gibt die langweilige Ex glaubwürdig, Todd Luiso überzeugt zurückhaltend und Jack Black macht zwar massives Over-Acting, aber gerade deswegen schaut man ihm so gerne zu. Fazit: High Fidelity geht und fällt mit dem Drehbuch. Das alles ist höchst amerikanisch, aber doch gibt es rockige Einfälle und gute Monologe von Cusack, die er uns persönlich mitteilt. Mit dem Happy End am Schluss vergab sich Frears jedoch eine gute Chance. [Editiert von henker am 2007-04-28 10:23:30] |
High Fidelity ist und bleibt einfach kult. Ein wunderbarer John Cusack mit seinen Tausenden Schallplatten |
High Fidelity ist ein guter Film. Mir hats sehr gefallen, wie die drei Ladenbesitzer über Platten gefachsimpelt haben und wie Songs und Alben vorkamen, die ich sehr gut kenne (bestes Beispiel: "Blonde on Blonde"). |
Zitat henker (2007-04-28 10:22:54)
Das hättest du bestimmt nicht, glaub mir... Das Buch ist nämlich (wie so oft) noch besser als der Film. Der seinerseits aber dennoch für sich reklamieren darf, eine rundum gelungene Romanverfilmung zu sein. |
Zitat sebe (2007-08-07 13:36:47)
Hornby's Buch ist eines meiner Lieblingsromane. Ich sag nur: Wer sowas schreibt, kann bei mir nicht verlieren |
Zitat Markus (2007-08-07 14:11:45)
nun ja, das würd' ich jetzt mal nicht so unterschreiben... |
Zitat gargamel (2007-08-07 14:18:46)
Musst du auch nicht |
bin nicht ganz sicher, ob du mich richtig verstanden hast, es geht mir nicht darum, dass die liste (fast) nur mafiastreifen enthält. mich stört, dass die 5 besten amerikanischen filme ganz logisch auch die 5 besten filme der welt sein sollen. what about japan (kurosawa)? italy (fellini, antonioni, morricone)? sweden (bergman)? germany (lang, murnau)? uk (andrews, gilliam)? um nur mal die erstbesten, die mir einfallen zu nennen... |
Zitat gargamel (2007-08-07 17:06:50)
Doch, doch hab dich schon richtig verstanden. |
Zitat gargamel (2007-08-07 17:06:50)
ähm... morricone ist filmkomponist, garga... |
ehrlich? die 5 besten amifilme (welche auch immer) sind die 5 besten filme aller zeiten und universen? echt? |
Zitat pb (2007-08-07 17:43:42)
Leone, Morricone wo ist das der Unterschied.... Uhhh, Garga jetzt hast du Glück gehabt...Hätte das der Skynet gesehen |
Zitat pb (2007-08-07 17:43:42)
ups, diese italiener tönen auch alle gleich... ich mein natürlich den anderen, den pablo melone |
Zitat gargamel (2007-08-07 17:44:18)
Mooooment Ich hab nur gesagt
Das heisst nicht, dass ich 100% mit dem einvestanden bin. Es sagt mir einfach, dass die Art, wie der Charakter denkt mir gefällt. Sehr gefällt. Meine Top five (bzw. 10) sind in meinem Profil zu finden. |
Zitat Markus (2007-08-07 17:45:42)
die sind ja eh wie dick und doof... wo der eine rumhampelt ist der andere meist auch nicht weit
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Zitat Markus (2007-08-07 17:48:11)
ohne das "therefore" wäre ich mit dir einverstanden... |
Zitat gargamel (2007-08-07 17:49:33)
aha, leider haste da grad die beiden falschen regisseure genannt die eher nicht mit dem guten ennio herumhampeln... |
Zitat pb (2007-08-07 18:07:27)
ich meinte sergio und ennio, die hampeln immer zusammen rum (darum verwechsle ich die beiden nämlich auch immer... ist hier nicht das erste mal...) |
hübsche verwechslung... |
Für Musikangefressene eine gute, wenn auch anstrengende Geschichte. Schöne Messages und ein guter Cast machen aus der Beziehungsknatschgescichte schlechthin, eine abenteurliche Reise in die Welt der Liebe und der Musik. Cusack war mir zwar in Psychofilmen wie 1408 besser aufgehoben, aber ich seh den Kerl einfach gern. Jack Black darf das tun, was er am besten kann: rumblödeln. Die Frauenrollen wirken zwar alle ein wenig blass, doch wirklich störend ist das nicht. |

