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Itty Bitty Titty Committee oder: Von Kampflesben und Riesenpenissen


Itty Bitty Titty Comittee verlor an der Berlinale 2007 den von der OutNow.CH-Crew vergebenen Spezial-Bären für den "Besten Filmtitel" nur knapp gegen I'm a Cyborg but that's ok. Trotzdem bleibt der Titel für unsere Ohren merkwürdig. Unter dem Begriff versteht man im amerikanischen Slang, sofern man dem Urban Dictionary Glauben schenken darf, eine Art Selbsthilfegruppe von kleinbrüstigen Mädchen mit Körbchengrösse A oder kleiner.

Soooo kleinbrüstig sind die Girls in Jamie Babbits Film allerdings gar nicht. Aber nun ja. Man soll ja nicht immer auf die Brüste schauen, nicht wahr, liebe Frauen. Aber die - ausschliesslich männliche - OutNow.CH-Berlinale-Delegation tut dies gar nicht. Wenigstens nicht ausschliesslich. So ist sie sich beispielsweise einig, dass Hauptdarstellerin Nicole Vicius einen weiteren Berlinale-Spezialpreis verdient: nämlich denjenigen für die schönste Nase.

Womit allerdings die positiven Aspekte bei Itty Bitty Titty Comittee langsam erschöpft wären. Abgesehen davon handelt es sich nämlich um einen mässig witzigen Lesbenfilm, der bemüht auf "jung und frech" macht. Grundproblem ist, dass die Pointen selten richtig sitzen und die Geschichte einfach zu schemenhaft rüberkommt, um zu überzeugen. Immerhin: das Finale ist originell. Es soll hier nicht verraten werden, nur soviel: es kommt ein gigantischer Penis darin vor. Und pubertierende 14-jährige, die "Buben sind doof"-Phase durchmachende Mädchen sowie Kampflesben dürften dabei ihre Freude haben. Und wir Männer? Naja, ein gequältes Grinsen liegt drin. Mehr aber auch nicht...

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ebe's Wertung: 3 Sterne

Das ist eben ein Lesbenfilm. ;o)
Das Männer mit dem Film nicht viel anfangen können, ist verständlich. Sie kommen nämlich so gut wie nicht vor.
In diesem Film geht es eigentlich um eine Bewegung die Mitte bis Ende der 90er entstanden ist. Wird auch gut durch die Musik deutlich, die durchgängig im Hintergrund dudelt. Der Titel bezieht sich mehr auf das Ende des Films. Denn das "Itty Bitty Titty Committee" wurde erst später gegründet. Im Film geht es eher um die Gruppe Mädels, C(|)A, die zugegeben, absolute Emanzen sind und ständig versuchen die Welt darauf aufmerksam zu machen, das die Ehe die Frau nur an den Mann versklaven soll und das BHs ein Schönheitsideal ist, das ebenfalls eine Erfindung der Männer ist und man seinen Naturgemachten Körper annehmen soll wie er ist. (Naja, man mag die Meinung teilen oder nicht. Ich bin absolut für BH's! *g*)
Und da es nun mal ein Lesbenfilm ist und ich wirklich einen grossen Haufen davon gesehen habe, muss ich sagen, dass es ein guter Film ist!
Keineswegs kommen dort nur "Kampflesben" vor! Genaugenommen gibt es dort eine Butch und eine Transsexuelle. Der Rest ist absolut weiblich.
Die Story fand ich auch sehr gut. Und was die Witze angeht, doch die sind Witzig! Allerdings nur, wenn man auch versteht um was es geht, liebe ausschliesslich männliche - OutNow.CH-Berlinale-Delegation. Aber dazu solltet ihr wenigstens eine Lesbe in eurer Mitte haben. :d

Ich kann jedenfalls allen Frauenliebenden Frauen diesen Film empfehlen! Allein schon deswegen, weil dort einige bekannte Gesichter wieder auftauchen und die Bettszene zwar kurz, aber auch nicht von schlechten Eltern ist...

(*****)

nide's Wertung: 6.0 Sterne


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