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Beitrag I'm a Cyborg but that's ok - Saibogujiman kwenchana

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I'm a Cyborg but that's ok - Saibogujiman kwenchana oder: S'Bärner Oberland isch schön!


Gestiegen? Nein? Halb so schlimm. Dem Zuschauer im Kinosessel ergeht's nicht besser. I'm a Cyborg, but that's ok beginnt als "Irrenhaus-Film", der seine Lacher vor allem aus dem sonderbaren Verhalten dessen Bewohner bezieht. Je länger je mehr entwickelt er dann aber zu einer abgedrehten Bildorgie, die sich um logische Zusammenhänge foutiert. In einer besonders kuriosen Sequenz tanzen die Protagonisten auf einer Schweizer Alpenwiese und singen den Gassenhauer "S'Oberland, ja s'Oberland, ds Bärner Oberland isch schön!". Diese Szene sorgte in Berlin, wo der Film 2007 im Wettbewerb lief, nicht nur unter den anwesenden Schweizern für grosse Lacher.

Regisseur Park Chan-wook ist seit seiner "Rache-Trilogie", darunter der Gewinner der Silbernen Palme in Cannes, Oldboy, auch einem breiteren europäischen Publikum bekannt. I'm a Cyborg, but that's ok wirkt, als hätte David Lynch Einer flog übers Kuckucksnest als romantische Komödie inszeniert. Und das Ganze auf Koreanisch. Genau wie bei Lynch scheint es nicht Parks vordergründiges Ziel zu sein, dem Zuschauer einer logische und greifbare Story zu bieten. Stattdessen reiht er Szenen willkürlich aneinander, was real ist und nicht, wird mehr und mehr verwässert und am Ende ist nichts mehr sicher. Ist Young-goon nun doch ein Roboter? Das schöne an solchen Filmen ist die undendliche Interpretationsvielfalt einiger einzelner Filmteile. Einige Beispiele dafür: Das Gebiss der Grossmutter, der Rettich, die Berner-Oberland-Sequenzen oder die Massakerszene.

Gerade letztere mag einigen Zuschauern recht sauer aufstossen. Auch wenn das Ganze, wie im Nachhinein klar wird, nur eine Traumsequenz war (oder doch nicht? Sicher ist nichts in diesem Film) und auch in diesem Kontext zu sehen ist, weckt die Szene doch unangenehme Assoziazionen an Littleton oder Erfurt und passt mit ihrer Brutalität nicht recht zum sonst leichten, luftigen Rest des Films. Es ist aber genau diejenige Szene, die Regisseur Park Chan-wook zum Film inspiriert haben soll. Gemäss Presseheft ist ihm der Einfall "Kugeln schiessen aus dem Körper eines Mädchens" im Traum gekommen. Wie passend.

Nun, was lernen wir aus der Geschichte? Es ist ok, ein Roboter zu sein. Aber niemand darf es wissen. Und essen darf man auch nichts, das schadet der Apparatur. Mäuse hingegen ernähren sich von eingelegtem Rettich. Zumindest, wenn ihr Gebiss abhanden gekommen ist. In psychiatrischen Anstalten kann unter Umständen das Ende der Welt geplant werden. That's it. Und das Berner Oberland, ja, das ist wirklich schön.

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ebe's Wertung: 5 Sterne

Die Website zum Film unbedingt anschauen!
http://www.cyborg2006.co.kr/

rm's Wertung: 5.0 Sterne

der film tönt läss! und was hat das mit den berner oberland sequenzen auf sich? das war ein witz oder?

han's Wertung: Noch nicht bewertet

Ich schwör's! Die singen echt "s'Oberland, ja s'Oberland. S'Berner Oberland isch schöööön." in diesem Film. Der Deutschland-Korrespondent einer südkoreanischen Zeitung hat mir bestätigt, dass das Lied in Korea bekannt ist und von Trachtengruppen gesungen wird. Weiss der Kuckuck wieso Park das da reingepackt hat. Aber sie singen es vor einem Bild des Matterhorns.

Auch in Dasepo Naughty Girls, einem anderen südkoreanischen Film an der Berlinale, kam die Schweiz vor. Ein Expatriate aus Lausanne ass Toblerone und wurde deshalb von einem Grosi vergöttert.

rm's Wertung: 5.0 Sterne


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