Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Letters from Iwo Jima
Letters from Iwo Jima oder: Schreib mal wieder! Mit Letters from Iwo Jima reicht Clint Eastwood sozusagen den Gegenfilm zu Flags of our Fathers nach. Gedreht wurde er komplett auf Japanisch. Als Schauplatz für die Tunels dienten Minen im kalifornischen Odessa Canyon, oder die Pazifik Insel Iwo Jima selber mit dem schwarzen Sand, der durch die Vulkanausbrüche dunkel gefärbt wurde. Die visuelle Ästhetik ist von Beginn an grandios. Verbleichte Bilder lassen den Film nahezu schwarzweiss erscheinen und stellen so die Vorkommnisse noch beklemmender dar. Und ja, diese sind beklemmend: Die Landung der Amerikaner auf Iwo Jima steht der in der Normandie in Sachen Grauen in nichts nach: Wie bei Saving Private Ryan wird gemetzelt und gemeuchelt, und der Zuschauer ist durch die verwackelte Handycam mittendrin. Der Film zeigt neben den Gewaltszenen aber auch auf, dass die Japaner nicht bloss eine Armee von sterbenswilligen Kamikaze-Kämpfer waren. Gefühle konnte man auch bei ihnen nicht einfach abtöten. Mit Einblicken in die persönlichen Briefe und Rückblenden die Vergangenheit einzelner Personen verwischen Gut und Böse. Der Feind ist seit Beginn weg die USA, obwohl wir selber doch alle wissen, welche Seite eigentlich Recht hatte. Eastwood wagt sich durch diese neue Perspektive ziemlich aufs Glatteis - wenigstens in seiner Heimat. Welcher Amerikaner will schon 141 Minuten lang sein Land als Feind sehen? Frühere Kriegsfilme wie The Thin Red Line oder Platoon zeigten zwar schonungslos auf, dass die Staaten Fehler machten, aber die Lehre daraus war einfach: Krieg ist schlecht. Hier ist es nun der Amerikaner, der für das ganze Unheil der Japaner verantwortlich scheint. Nun, seien wir froh, dass heutzutage solche Filme auch in Hollywood entstehen können. |
"Letters from Iwo Jima" ist ein beeindruckender und schonungsloser Film. Die Sinnlosigkeit des Krieges und das Leiden von unzähligen Menschen wie Du und Ich wird aus ungewohnter Sicht deutlich dargestellt. Es sind nicht die rechtschaffenen Amerikaner mit denen der Zuschauer mitleidet, sondern der böse, in anderen Filmen eher gesichtlose Feind. Obschon vieles an derem Verhalten und deren Kultur fremd und unnachvollziehbar scheint, so sind es doch letztendlich einfach nur Ehemänner, Väter, Söhne die zur falschen Zeit am falschen Ort gelandet sind. |
Nach Flags Of Our Fathers bringt Clint Eastwood seinen zweiten Film über die Schlacht von Iwo Jima ins Kino. |
Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Poster von Letters from Iwo Jima und Flags of our Fathers den selben Wolkenhintergrund haben? Wie billig! |
um einiges besser als Flags of our Fathers. Linear, intensiv und real. Sehr gut gelungen! |
Als ich Letters of Iwo Jima sah, war ich um einiges mehr als "positiv überrascht"; dieser Film sprengt Dimensionen im Gegensatz zu Flags of our Fathers!! Bei diesem Film stimmt teilweilse wirklich alles: die Dramatik, die Handlung, die Personen, die "Message" und alles andere! Wirklich seehr zu empfehlen!! 9.5/10!! [Editiert von Murikov am 2007-07-03 07:13:08] |
Wiedermal ein starkes Stück Film von Eastwood. Ein ehrlicher und guter Kriegsfilm. Dass das Ganze aus der Sicht der Japaner ist, macht es umso wertvoller. Eastwood san: Supashi-bo! [Editiert von Markus am 2007-07-08 15:02:21] |
Letters from Iwo Jima ist dramatischer, packender und bewegender als Flags of our Fathers. überrascht war ich von der schaupielerischen leistung der japaner, die sehr stark spielten. |
guter film, die sinnlosigkeit des ganzen unterfangens und das unvermeidliche ende kommt bedrückend klar und unmissverständlich rüber. gepaart mit dem aus westlicher warte sinnlosen und übertriebenen ehren-gehabe der offiziere kann das dann schlussendlich nur in sinnlosem sterben münden... das bringt eastwood fesselnd rüber. |

