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Beitrag Die Fälscher

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Die Fälscher oder: Leben versus Gewissen


"Nein, nicht schon wieder ein KZ-Film!", mag man ab obiger Inhaltsangabe stöhnen. Tatsächlich sind die Nazizeit, der zweite Weltkrieg und die Konzentrationslager wohl eines der mittlerweilen am besten dokumentierten und deshalb auch abgenutztesten Filmthemen. Dies ändert natürlich nichts an der Grausamkeit und der Unmenschlichkeit des Nazi-Regimes. Braucht es aber einen weiteren Film dazu? Insbesondere in Zeiten, in denen sich Filme wie Mein Führer auf ambivalentere Weise dem Thema nähern. Auf jeden Fall handelt es sich bei Die Fälscher um eine vergleichsweise konventionellere Annäherung. In dieser Hinsicht erfindet Stefan Ruzowitzkys Film, übrigens eine freie Adaption der wahren Erinnerungen von Adolf Burger, das Rad nicht neu.

Weshalb funktioniert Die Fälscher trotzdem? Weil der Film eine Geschichte erzählt, die auch losgelöst vom historischen Kontext bestehen kann. Es ist eine Geschichte, die sich um einen Gewissenskonflikt dreht: soll man sich, um zu überleben, mit dem Feind verbünden? Oder überspitzter: ist es legitim, das eigene Leben zu retten, auch wenn dies auf Kosten des Lebens Anderer geht? Diese Frage wird im Film anhand des Konfliktes zwischen Burger und Sorowitsch eindrücklich und schauspielerisch hervorragend dargestellt. Insbesondere Hauptdarsteller Karl Markovics verkörpert den zwiegespaltenen Sorowitsch hervorragend. Regisseur Stefan Ruzowitzky erklärte an der Pressekonferenz, dass sein Ziel war, sowohl der einen als auch der anderen Figur recht zu geben und nie Partei zu ergreifen. Dies gelingt vorzüglich.

Wer also noch nicht an akuter Übersättigung von Nazi-Themen im Kino leidet, erlebt mit Die Fälscher ein nachdenkliches, differenziertes und spannendes Stück deutsches Kino.

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ebe's Wertung: 4.5 Sterne

Wow, Oscar... Meine Review ist zwar positiv, doch sooo exzellent war das Teil nun auch wieder nicht. Nun ja, however, Gratulation an unsere Nachbarn im Osten.

ebe's Wertung: 4.0 Sterne

So, ich dachte, dass ich den Oscar-Gewinner 2008 auch noch sehen muss. Stefan Rutzowitzkys überzeugt mühelos. Die Schauspielleistungen stimmen, das Ganze ist stimmig gefilmt und das moralische Dilemma wird virtuos rübergebracht. Ausserdem gibt es in Die Fälscher keine strenge Einteilung in Gut und Böse, was sonst etwas das Problem bei KZ-Filmen ist. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Besonders gut fand ich Sorowitschs Methode, Karloff zum Essen zu bewegen ("Ein Löffel für die Expressionisten, einen für die Surrealisten...").

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Dass der Auschwitz-Aufenthalt den Mitgliedern vom Unternehmen Bernhard das Leben rettet, fand ich auch ganz stark. Und die Szene am Schluss, wo Sorowitsch den toten Kameraden rausträgt und merkt, dass alles voll mit Leichen ist, beisst richtig.

Leider konnten die Techniker des Films nicht verhindern, dass die Tonabmischung etwas rudimentär war. Man versteht teilweise nur schwer, was gesagt wird.

El Chupanebrey's Wertung: 5.0 Sterne


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