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The Last Mimzy oder: Stofftier, Steine und Stromausfälle


Regisseur Robert Shaye ist vor allem bekannt als Chef der Produktionsfirma "New Line Cinema" und in dieser Funktion als Ko-Produzent der "Lord of The Rings"-Trilogie. Mit dessen Regisseur Peter Jackson hat er sich mittlerweilen allerdings zerstritten. Sein neuestes Projekt ist nun The Last Mimzy, ein Familienfilm, der an der Berlinale 2007 den Spezialwettbewerb "Generation" für Filme für die jüngere Generation eröffnete.

Der Film beginnt ganz harmlos mit zwei herzigen Kiddies, die ein paar hübsche Spielzeuge finden, mit denen sie ein wenig herumzaubern. Je länger, je mehr entwickelt er sich allerdings zu einer seltsamen Mischung zwischen Mystery und Science Fiction für die Kleinen. Am Ende gibts sogar so etwas wie eine überraschende Wendung. Wirklich spannend ist The Last Mimzy allerdings nie. Zumindest für Erwachsene. Ob die lieben Kleinen da anderer Meinung sind, lässt sich aus dieser Warte nur vermuten. Möglich, dass sie sich ob der sich zauberhaft drehenden Steine oder des süssen Stoff-Häsli erfreuen. Möglich aber auch, dass sie die teilweise struben Bilder auch irritieren oder sogar ängstigen. Eine Frage, die zudem ebenfalls unter den Nägeln brennt: Was hat Michael Clarke Duncan im Film verloren? Seine Rolle ist derart farblos, dass man den Verdacht nicht ganz los wird, sie sei nur zum Zweck erschaffen worden, einen weiteren respektablen Hollywoodstar im Cast präsentieren zu können.

Gemäss Regisseur Shaye geht es in vorliegendem Film um den "Verlust der Unschuld", also den Verlust der Fähigkeit, die Welt mit kindlichen Augen zu sehen. An dieser Stelle sei aber die spitze Frage erlaubt, wie man dies im Hinblick auf das ziemlich penetrante Product Placement (Intel, Apple, Sprite...) interpretieren soll. Nichts gegen Product Placement grundsätzlich - aber ein Film, der vorgibt, für die kindliche Unschuld zu kämpfen, muss sich wohl den Vorwurf gefallen lassen, mit solchen Werbemethoden ebendiese Unschuld hinterrücks auszuhöhlen.

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ebe's Wertung: 2 Sterne

Zitat sebe (2007-02-12 15:01:00)

Was hat Michael Clarke Duncan im Film verloren? Seine Rolle ist derart farblos, dass man den Verdacht nicht ganz los wird, sie sei nur zum Zweck erschaffen worden, einen weiteren respektablen Hollywoodstar im Cast präsentieren zu können.


Hehe. One Way lässt grüssen...

rm's Wertung: Noch nicht bewertet

och ich mag den Film. Die Sache mit Intel fand ich sogar amüsant - penetrand, indeed, aber irgendwie lustig.

Auch wenn die Story zum teil ein bisschen absurd schnell voranschreitet, so ist der Film doch zumindest sehr abwechslungsreich. Es ist weder Mystery. noch sci-fi geschweige den ein Thriller - Der Film ist, was er ist, und zwar ein Familienfilm. Und ich finde, das hat er gut erreicht.

Die Story ist einerseits für Kinder einfach zu verstehen und andererseits nicht all zu seicht für die erwachsenen. Dass jedoch für nicht-kinder keine Spannung aufkommt (ausser man lässt sich darauf ein), muss bei dieser Art Film erwartet werden, denn ich gehe davon aus, dass der Film in den Augen von Kindern TOTAL Spannend ist.

Für witzigen Charme sorgen auch die esoterik tussi mit ihrem chemielehrer boyfriend. Die Effekte sind grösstenteils auch gut gelungen und auch die Schauspieler haben - abgesehen von einigen cast-fehlgriffen und einigen anderen patzern - eine gute Arbeit getan.

Und zuletzt kriegt der Film für mich noch einen Bonus-Stern für den Jö-Effekt. Der Hase und das Mädchen sind einfach zu Süss um den Film nicht zu mögen. Und da ich noch weiss, wie ich als Kind drauf war, weiss ich ganz genau, dass ich den Film mehr als nur geliebt hätte.

DefCon's Wertung: 5.0 Sterne


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