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Bloodrayne oder: Du hast meine Mutter getötet - du Schwein....


Uwe Boll, der deutsche Regisseur von Bloodrayne ist inzwischen nicht nur weltbekannt, nein, er hat sich schon beinahe zu einer eigenen Marke entwickelt. Einer Marke, welche das Genre der Gameadaptionen dominiert und in der vergangenen Jahren für Filme wie House of the Dead oder Alone in the Dark verantwortlich war. Der Begriff "Bollwerk" hat seither eine ganz neue Bedeutung erhalten und bei vielen Game-Fans ist Uwe Boll verhasst und der Inbegriff von schlechten Filmen.

Bloodrayne gilt allgemein als der "erste einigermassen geniessbare Boll-Streifen" und kann nicht nur mit starken Namen im Cast sondern auch mit guter Atmosphäre und düsterem Soundtrack punkten. Ja, so schlecht ist Bloodrayne eigentlich gar nicht. Neben einer schönen Titelheldin (Kristanna Loken) wird ein netter Adventure-Streifen geboten, der nur so von Blut trieft, mit den Vampiren einen altbekannten Gegner hat und mit Prophezeiungen und Artefakten angereichert ist. Beim ersten Mal schauen ist das durchaus noch interessant und dank regelmässig eingebauten Schwertkämpfen und einem mythischen Hintergrund bleibt man doch am Ball. Eigentlich hat Boll sein Ziel mit einem typischen Genrestreifen erreicht, doch leider braucht es doch etwas mehr, um wirklich begeistern zu können.

Trotz Genrestreifen, der möglicherweise doch bei den einen gut ankommt, vermag er wohl die anderen kaum zu begeistern, denn er wirkt doch zu unbeholfen und kombiniert altbekannten Themen mit Prophezeiungen und Talismanen und wirkt dadurch recht ausgelutscht und schon tausendmal gesehen. Das wird auch dadurch unterstrichen, dass nur wenig wirklich spektakuläre Szenen geboten werden und das erwartete Finale beinahe symbolisch ausfällt. Was Bloodrayne jedoch wirklich den Wind aus den Segeln nimmt, ist nicht nur der schlechte Schnitt in den Actionsequenzen sondern auch die schwachen Leistungen des Casts. Ben Kingsley präsentiert ein eingeschlafenes Gesicht, Michael Madsen wirkt irgendwie fehl am Platz und Michelle Rodriguez bietet kaum mehr als ihre übliche Kampf-Chick Routine. Wann wächst sie endlich aus dieser Rolle raus? Am meisten bietet neben Kristanna Loken noch Meat Loaf in seinem Kurzauftritt.

Uwe Boll prahlt oft damit, dass er in seinen Filmen gern mit Blut arbeitet. Ja, das ist zu bestätigen. Neben nackter Haut und Lokens Brüsten bietet Bloodrayne auch viel Blut, Gedärme und fliegende Körperteile. Das geht sogar soweit, dass nach dem Finale nochmals ein knapp vierminütiges Flashback mit den besten Gore-Szenen gebracht wird (nur im Directors Cut zu finden). Man merkts, irgendwie wirkt es aufgesetzt, als ob er möglichst viel Blut in einer kurzen Zeit zeigen wollte. Ich habe kein Problem mit Blut, aber es sollte nicht so wirken, als ob noch zusätzliche Szenen hineingebaut wurden, nur um noch mehr zu zeigen.

Fazit: Bloodrayne hätte sehr gute Voraussetzungen: Grosse Fangemeinde, eigentlich gute Schauspieler und eine entsprechend hübsche Hauptdarstellerin. Dennoch ist daraus ein eher unbeholfener Fantasystreifen geworden, der sich durch eine holprige und einfach gestrickte Geschichte quält und sich langsam auf ein Finale zubewegt, das dann nie kommt. Bloodrayne bleibt einer der Filme, der zwar nette Bilder liefert und eine durchaus interessante Figur vorstellt, doch den Zuschauer am Ende ernüchtert zurücklässt und man sich nur fragt: "Was sollte das Ganze?" Dennoch, wer sich durch das Game gespielt hat oder einfach einen blutgetränkten Vampirstreifen sehen will, könnte sich mit dem Film noch anfreunden, den anderen ist er weniger zu empfehlen.

Die DVD bietet den Film mit sattem Ton und guter, scharfer Bildqualität, jedoch nur mit deutschen Untertiteln. Im Bonusmaterial wird allerdings nur wenig geboten. Ein Behind the Scenes bietet lediglich kommentarlose Aufnahmen die während den Dreharbeiten gemacht wurden. Die Interviews enthalten neben ein paar kurzen Sätzen von den Hauptdarstellern eine eigene Sektion mit Lobgesang über Uwe Boll. Dazu gibt es eine nichts sagende Collage von allen CGI-Szenen und ein Mitschnitt von einem Essen mit Uwe Boll. Die erweiterten und geschnittenen Szenen werden an einem Riemen gezeigt und auch sonst wirkt es halbherzig hingeschludert. Auf solches Bonusmaterial kann man getrost verzichten, denn eigentlich sollte der Film erklärt werden und es nicht die Aufgabe des Zuschauers sein, herauszufinden, was da gerade geboten wird.

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db's Wertung: 2 Sterne

Auf dem Papier ein toller Cast, bluttriefende Geschichte inklusive gutem Splatter, ne absolut heisse Loken, doch was wurde falsch gemacht......der Boll hat Regie geführt!

Ne im Ernst, auch dieses Bollwerk ist nicht geniessbar. Wie schon geschrieben, die Story ist unmotiviert und ausgelutscht. Das ganze wird einfach an einem Stück ohne Überraschungen runtergeleiert. Dabei wirken ansonsten gestandene Actors wie Kingsley und Madsen wie ne Karrikatur ihrer Personnen. Absolut niemand des Cast vermag auch nur annähernd zu begeistern. Ne Ausnahme ist Kristianna Loken die aber auch nur mit ihren Titten trumpfen kann. Und die machen ihre Sache gut und sind sozusgane die 2 Hauptattraktionen des Films :p. Das Finale ist ja nur noch peinlich und das Best of Splatter am Schluss kommt mir vor, als wollte der Boll alle davon überzeugen das auch wirklich was passiert ist in dem Schinken.

Das vielleicht einzig nenneswerte sind die zahlreichen und sehr blutigen Splattereffekte aus der Hand von Olaf Ittenbach. Da wurde nicht geschlampt, die sind aufwändig gemacht und sind für jeden Splatterfans nett anzusehene. Aber eben Splatter alleine macht keinen guten film, deswegen ist das wie Perlen vor die Säue geworfen.

Fazit: Wäre das Ding wenigstens trashig a la House of Dead (imho Bolls bester) und würde sich selbst nicht so ernst nehmen, dann wäre das Ding halbwegs aktzeptabel. Aber mit dieser Aufmachung ist Bloodrayne einfach nur Müll.

Chemic's Wertung: 1.0 Sterne

irgendwie witzig der Film...oder auch nicht!

Trotz eines ansich erfolgreichen Uwe, handelt es sich hierbei um eine regelrechte Ballade von leblosen Sequenzen, bei denen die "emotionalen" Momente so erträglich sind, wie das tuntige Getue von Dieter Bohlen und seinem bayrischen Knirps mit leerem Sack!


Schade, freue mich aber trotzdem auf seine weiteren Werke! POSTAL nicht verpassen? Oder "Schwerter des Königs"..ich schaus mir an, vielleicht auch weil Postal vor kurzem zum geschmacklosesten Film überhaupt gekührt (Interesse zu wecken versteht er aber) worden ist!

[Editiert von lutzefutz am 2007-12-07 20:15:07]

lutzefutz's Wertung: 0.0 Sterne

naja Postal und Seed könnten noch nett werden, aber vielleicht erhoffe ich mir einfach zu viel von den Streifen. Far Cry hingegnen muss gut werden, sonst hat Boll bei mir wirklich alles verspielt.

db's Wertung: 2.0 Sterne

puh, der film is irgendwie nur mässig. die loken is ne absolute bombshell, man darf sie auch "in natura" bewundern, aber selbst diese szene wirkte irgendwie fast schon peinlich, die cast bringts irgendwie nicht, was auch an den billigen dialogen und der zu flachen story liegen kann. und was der flashback ganz am ende soll, pfff!

die loken hat den schwung aus Terminator wohl irgendwie nie so richtig mitnehmen können. die optik würde stimmen, aber fehlt schauspielerisches handwerk? :o

fazit: mauer vampirfilm mit einer heissen loken, aber ansonssten wird hier nix wirklich gutes geboten. kaum zu glauben dasses heirvon n zwei gibt (die originalcast is anscheinend ned mehr dabei, das spricht ja auch irgendiwe bände).

Ghost_Dog's Wertung: 2.0 Sterne


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