Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag They Live
They Live oder: Sie sind da! John Carpenter ist bekannt für seine Filme wie Halloween, Escape from New York oder dem lustigen Big Trouble in Little China. Vielfach präsentierte er Visionen von düsterer Zukunft und einer Menschheit, die um ihr Überleben kämpfen muss. In They Live gehts genau in die gleiche Richtung. Dazu hat er einen der charismatischsten Wrestler unserer Zeit verpflichtet. "Hot Rod" Roddy Piper, der beweist, dass Ringkämpfer durchaus in intelligenten, kultigen und bestens gelungenen Filmen mitspielen können. Knapp 30 Minuten dauerts, bis die Hauptfigur das erste Mal die Sonnenbrille montiert und somit den endgültigen Startschuss für einen packenden und gleichzeitig nachdenklich machenden Thriller setzt. Was 1988 schon auf gutem Weg war, wird heute bis zur Erbarmungslosigkeit zelebriert. Massenkonsum, Geldwahn und Menschen, die immer weniger frei denken dürfen. Insofern lag John Carpenter mit seiner Adaption einer Kurzgeschichte gar nicht so falsch. Hauptdarsteller Roddy Piper, im Wrestling-Ring als "wütender Schotte" mit Kilt und Dudelsack unterwegs, ist eine optimale Besetzung des Arbeiters Nada. Man nimmt ihm jederzeit ab, dass er als einfacher Mann seine Mühe hat, sich gegen ein System zur Wehr zu setzen, das die Menschheit übernommen hat. Natürlich dürfen deftige Schlägereien nicht fehlen und wenn Nada mit Gewehr in die Bank stürmt und Sätze wie "I have come here to chew bubble gum and kick ass, and I'm all out of bubble gum" von sich gibt, dann hat das einfach Kultcharakter. Da dürfen auch die Prügeleien locker mal 5 Minuten dauern.... Die Nebenrollen werden von Keith David (Pitch Black, Crash) und Meg Foster (die in Masters of the Universe so böse war) gut verkörpert. Allerdings stehen sie klar im Schatten der Hauptfigur und dessen Entdeckungen. Natürlich sind die Entdeckungen der wichtigste Teil des Films. Die vermeintlichen Menschen, die sich nun als "hässliche" Aliens entpuppen. Die Plakatwände, die unterschwellige Befehle abgeben. Alles hervorragend (und Schwarz/Weiss) in Szene gesetzt und sauspannend. Fazit: They Live braucht sich vor keinem Escape from New York zu verstecken und beweist, dass John Carpenter ein gutes Händchen hat(te), sich schwierig scheinenden Themen anzunehmen und daraus einen kultigen Film zu drehen. Ein Film, der seinen Platz in der Filmgeschichte verdient hat und zeigt, dass Wrestler in Filmen mehr können als nur rumkloppen. Die DVD hat leider keine grossen Extras zu bieten. Ein kurzes Making-Of, in dem alle Hauptbeteiligten kurz zu Wort kommen und ein Audiokommentar sind die einzigen Optionen. Zweiteres ist insofern interessant, als dass Regisseur und Hauptdarsteller recht witzige Infos zum Film und den damaligen Begebenheiten abgeben. Wer sich ein bisschen anstrengt wird auch noch ein Easter-Egg entdecken. Der Ton ist teilweise gar dumpf, lässt sich aber grad noch so ertragen. Auch das Bild kann das Alter des Filmes nicht verheimlichen, hält sich aber wacker. Eine Restaurierung wäre hier sicherlich von Vorteil. |
einfach spassig, kultig, ich hab den film immer schon gemocht! und roddy piper ist der beste schauspieler aus dem catchermilieu... |
oha der klingt interessant. Mal schauen ob ich den irgendwo auftreiben kann... |
Zitat db (2007-01-16 11:32:30)
^ Aber aufpassen. Ist im 'ekligen 80er-Groove'..gäll Zu dieser Zeit wurde Computerbesitzer noch als Geeks ausgelacht |
Zitat pb (2007-01-16 11:11:09)
Wenn du noch einmal "Catcher" schreibst, dann komm ich persönlich vorbei und nimm dich in den Sleeper-Hold |
Zitat Markus (2007-01-16 11:38:36)
Jadu Terminator kommt auch aus der Zeit, Alien auch und noch viele andere Streifen die mir heute noch gut gefallen. Von dem her, heisst Alter nicht unbedingt, das sie schlecht sind, sonst würde es heute auch nicht so viele Remakes geben. Also warum nicht |
Zitat muri (2007-01-16 11:41:30)
ah ja... sorry. ich wollte wir-tun-so-als-ob-wir-uns-kloppen-ringer schreiben. |
So hab' den auch noch gesehen. Nicht ganz der Atmosphärische Endzeit-Streifen den ich erwartet hatte, aber von der Idee her traf er es genau. Eine 5er-Wertung wird nur durch einige zu stark in die Länge gezogenen Szenen verhindert. Hätte man sich bei diesen etwas kürzer gehalten, hätte man noch etwas mehr aus der Geschichte machen können denn viele Fragen bleiben noch unbeantwortet. So in dem Sinne, I'm out of Bubblegum und viel Spass... |

