Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Dark Star
Dark Star oder: Hippies im Weltraum Dark Star sieht effektemässig aus wie eine verspätete Folge der originalen Enterprise-TV-Serie. Wen wundert's, bei einem Budget von 60'000 Dollar? Man kann sich also vorstellen was einem in Sachen Science Fiction visuell erwartet: einige Lacher. Was mich eher verwundert als ein als Blaseball getarntes Alien, ist die Tatsache, dass von allen Filmen von John Carpenter Dark Star es am nötigsten hätte aufgefrischt und neu gedreht zu werden - im Gegensatz zu all den Versuchen in letzter Zeit. Auch die Story wäre durchaus interessant als Neuauflage, obwohl Dan O'Bannon einige Elemente für Alien übernommen hat: die verbrauchte Crew und ein Ausserdirdischer, der im Schiffsinneren für Terror sorgt (hier "eher" skurril als spannend ausgefallen!). Weder darf man von Dark Star hohe Schauspielkunst noch innovatives Filmemachen erwarten (dazu war wie erwähnt schon gar kein Budget vorhanden), immerhin sieht man aber die Möglichkeiten Carpenters aus wenig einiges zu machen. Auch im weiteren Verlauf der Filmkarriere favorisierte Beleuchtungstechniken und musikalische Simplizitäten sind auszumachen. Dark Star ist ein B-, oder C-Movie mit Hippies im Weltall und sprechenden Bomben als Hauptattraktion, hergestellt als Studentenfilm und später für ein Kinorelease mit 15 Minuten Zusatzmaterial aufgepeppt. Die Idee das All mit gewaltigen Eingriffen zu säubern um eine mögliche spätere Kolonialisierung zu ermöglichen, passt in den 70er Zeitgeist wie die Frisuren der Crew. Unterhaltsam und bizarr ist das Ganze bei allem Augenzwinkern allemal und einen Filmemacher bei seinen ersten Schritten zu beobachten ist immer interessant, auch wenn einigen Zusehern wohl entgehen wird, dass der Film eigentlich als Komödie gedacht war...! Die Extras: Neben ein paar Hinweisen zu Filmfehlern gibt es kurze, textliche Trivialitäten zur Produktion, das Drehbuch als Texttafel und Audiokommentar. Die Bildqualität ist so ziemlich das schlechteste was es auf DVD zu sehen gibt. Konturlos, verschwommen, sieht aus wie dutzendfach überspielt. Erstaunlicherweise gibt es einzelne Szenen, die visuell deutlich besser rüberkommen, es muss wohl verschiedenes Material zur Verfügung gestanden haben. Audiomässig ist die englische Originalspur eine ziemliche Zumutung, dumpf und verzerrt. Die synchronisierte Fassung kommt bei den Stimmen viel besser weg. Obwohl die Tonspur digital 5.1 abgemischt wurde, kann man die Rücklautsprecher getrost vergessen und sich auf die Frontmitte konzentrieren. |
Ich konnte mit dem Ding irgendwie nie was anfangen. Die sprechende Bombe ist zwar witzig aber die Buch-Umsetzung von Douglas Adams in "Starship Titanic" hat mir einfach besser gefallen. |
jep, der ist speziell der film. liegt aber natürlich schon an der recht billigen umsetzung. ich denke mit ein paar anständigen darstellern, gutem production design und effekten könnte das durchaus was annehmbares werden. |
Also vor zwanzig Jahren fand ich den Film ja cool. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass er mehr als billig gemacht ist. Und der Film strotzt vor logischen Fehlern. Beachtet mal die Grösse des Schiffs und dann fragt Euch, wo da wohl ein etwa 5-stöckiger Lift Platz hat, wo die 20 Bomben verstaut waren (die ja notabene im Vergleich mit dem Schiff riesengross sein müssen) und wo die Vorräte für 20 Jahre sind. |
Zitat WideScreen03608 (2007-11-21 10:28:16)
als ich ihn das erste mal (lang, lang ist's her, sicher 25 Jahre) sah, fand ich ihn auch wesentlich besser. [Editiert von pb am 2007-11-21 10:33:25] |
Zitat pb (2007-11-21 10:32:54)
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Der Film kam ja vor kurzem mal im TV und da habe ich ihn aufgenommen und vor kurzem angeschaut. Ist Euch da auch folgendes aufgefallen? |
imdb sagt: The Playboy posters are blurred in the bedroom scene, although the bedroom scene is not in all versions of the movie.
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