Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Arthur et les Minimoys
Arthur et les Minimoys oder: Die CGI-Rache der Franzosen Wir erinnern uns - es war 1999, als der holde Ritter Luc Besson, damals verkleidet als Promoter der Heiligen Johanna von Orléans, in seiner anhaltenden Fehde mit den gefürchteten Journalisten von Paris zu einer neuen Schlacht rief und vor den finsteren französischen Fernsehkameras verkündete: "Ein Kinderfilm wird mein nächstes Werk, 3D-animiert wird es sein und basieren wird es auf einem selbstverfassten Buch." Was in diesem steinzeitlichen Alter so klang wie: "Ich werde Pixar und DreamWorks aus eigener Kraft die Stirn bieten." Die gezeichnete Figur, die Besson damals als Beweis ins Bild hielt, glich in erster Linie einer entwurzelten Grünzwiebel mit schielenden Augen und Pumucklfrisur, oder anders gesagt - sie sah schon damals aus wie ein Maskottchen für das Vormittagsprogramm eines staatlichen Fernsehsenders, und nicht unbedingt wie eine Animationsfigur mit Blockbusterpotenzial. Dieses Kindlein wurde fortan gebrütet, aber es war eine Schwergeburt. Geld und Zeit flossen in die Entstehung von Arthur, während Besson schon mal das versprochene Bilderbuch auf den Markt warf, seine üblichen Genrefilmchen produzierte und gleichzeitig ein prätenziöses Drehbuch über einen schwarzweissen Engel verfasste. Jetzt kommt Bessons Animationsprojekt endlich ins Kino, und es kommt reichlich spät. Auf der technischen Ebene ist Arthur et les Minimoys ein alter Hut - selbst im unabhängigen, europäischen Bereich sind seither Filme wie Kaena: La prophétie oder Renaissance bereits viel fortschrittlicher und mit mehr Wagemut in die animierte Dreidimensionalität vorgestossen. Vielerlei Berufsanimatoren haben sich im letzten Jahrzehnt immer wieder die Zähne daran ausgebissen, die Bewegungen von wallendem Kopfhaar möglichst glaubwürdig hinzukriegen. Man weiss nicht genau warum, aber irgendjemand im Team von Arthur hat diese Herausforderung annehmen wollen. Und das war keine gute Idee. Die Figuren in Arthur haben entweder viel zerzaustes oder viel wohlgeformtes Haar am Haupt, und sie schütteln dieses auch bei jeder erdenklichen Gelegenheit - es ist zum Kopfschütteln, denn das Ergebnis sieht jedesmal erbärmlich schlecht aus. Wie auch sonst vieles in diesem Film. Kurz gesagt - erwachsene Freunde des animierten Films können sich die Kinokarte mit bestem Gewissen sparen. Aber wie sieht's denn nun aus mit dem Unterhaltungswert für das eigentliche Zielpublikum, die lieben Kleinen? Ein guter Moment, um auf die Geschichte des Films einzugehen, aber die ist eigentlich nicht der Rede wert. Sie ist eine unverfängliche Neudichtung von Alice im Wunderland, ohne den ganzen Irrwitz und den schwarzen Humor des Originals, dafür aber mit einem vorpubertären Luke Skywalker in der Hauptrolle und einem exzessiv lauten und finsteren Bösewicht. An der Abgegriffenheit dieser Story werden sich die Kinder kaum stören, und viele unter ihnen werden wohl auch den unmittelbaren Zugang zu dieser Zauberwelt finden - aber auch sie werden sich durch eine Reihe von kitschigen, humorlosen und langwierigen Dialogen quälen müssen, bis eine Verfolgungsjagd die ganze Sache zumindest tempomässig auflockert. |
Die Vorgeschichte kannte ich nicht. |
Zitat rm (2006-12-28 18:08:24)
Nena und One-Hit-Wonder? Ich weiss ja nicht... |
Zitat muri (2006-12-28 18:24:24)
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Naja, das deutsche Casting macht zumindest auf der Zeittafel Sinn - Nena hat gegen 1996/1997 mehrere CDs mit Kinderliedern aufgenommen, also in etwa in der Windelfüllphase der TH-Fans. Müsste passen. Da es übrigens schon an anderen Stellen thematisiert worden ist, kann ich ja noch kurz auf diese 'romantische' Beziehung zwischen dem kleinen Knirps und der reiferen Lady (in der englischen Fassung gesprochen von Madonna) eingehen. Die weibliche Figur wird auch im Film deklariert als eine Frau, die enorm viel älter ist als der Held, aber halt in einer anderen Minimoys-Zeitwahrnehmung etc etc. Und vergessen wir nicht, dass der verzauberte Youngster bei seiner Grossmutter wohnt, und nicht bei seiner Mutter... Aber sagen wir's doch einfach wie einst die gute alte Brigitte Lämmle in ihrer einprägsamen, bildlichen Sprache - Luc Besson hat seinen Finger ganz kurz auf die einsteinsche / freudianische Herdplatte gelegt, ihn dort aber schnell wieder weggezogen. Fazit - eine Frau altert dann in Würde, wenn sie sich möglichst 'jungenhaft' und beschützerisch benimmt. Besson hat's halt mit den starken Weibern |
hm, wie darf man das verstehen, reisst sich der gute arthur ne milf auf? und das in nem kinderfilm? tja... |
Arthur und die Milfimoys |
Der blödeste film denn ich je gesehen habe, der kleine arthur feiert zum beispiel seinen 12ten geburtstag und auf seinem kuchen sind bloss 10 kerzen hmmm... oder in betas allzweckmeeser soll es angeblich kein seil geben, im weiteren verlauf des films sieht man das es doch eins hatte. das grabschen hette man sich sparen können! jaja, arthur greift an das top von selenia! fazit: lieber das geld sparen und z.b auf shrek 3 warten
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Hi Leute! |

