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Beitrag Star Trek: Insurrection

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Star Trek: Insurrection oder: Paradies mit eingebauten Bad Guys


Star Trek 9 hätte nach First Contact gegensätzlicher nicht sein können. Nach dem düsteren Kampf gegen den Alptraumgegner Borg, schlägt Insurrection eher ruhigere Töne an. Er bringt die Crew der Enterprise zum paradiesischen Jungbrunnen der Ba'Ku und nimmt sich viel Zeit, die Story zu erzählen. Während First Contact eher ein Kampf ums Überleben war, schlägt Insurrection eine politischere Richtung ein und behandelt einerseits die grundsätzlichen Frage, was aus der Föderation geworden ist, und wie Picard das verteidigt, was ihm lieb und teuer ist.

Star Trek 9 ist Jonathan Frakes (Riker) zweite grosse Regiearbeit und man sieht bereits deutliche Verbesserungen: Die idyllischen Szenen auf dem Planeten, wo ewige Jugend herrscht und es auch viele beinahe kitschige Szenen hat, wurden sehr gut mit der Kamera eingefangen und der Film wirkt auch in den Actionsequenzen solider produziert, als der düstere Vorgänger. Vom Aufbau her wirkt Star Trek 9 jedoch eher wie eine TV-Doppelfolge und setzt mehr Gewicht auf die eigentliche Botschaft, die mit dem Film übermittelt werden soll, als auf Bombastaction. So wird auch ein eher ruhiger Film geboten, der zwar mit viel tiefgründigen Dialogen auffährt und viele Star Trek-typische Weisheiten vermittelt, es jedoch verpasst, eine wirkliche Spannung aufzubauen. Die Actionszenen wirken eher hinein geschoben und obwohl diese für Star Trek Verhältnisse sehr eindrücklich geraten sind, wirken sie zwischendurch arg konstruiert.

Als Hauptgegner hat die Enterprise Crew einen "abtrünnigen" Föderationsadmiral und eine ganz hässliche Rasse, genannt die Son'a. Die Son'a sind eine Rasse, die ein extrem langes Leben hat, körperlich jedoch genau so altert, wie alle anderen. So müssen sie enorme chirurgische Eingriffe machen um ihre Körper einigermassen zu erhalten. Hautstraffungen, Zähne einsetzen und Gift absaugen stehen an der Tagesordnung. An sich eine sehr interessante Rasse, bei der man sofort versteht, warum sie so verbittert ist. Das kann der charismatische Commander Ruaffo (genial gespielt von F. Murray Abraham) nur unterstreichen. Dennoch ist hier zu bemängeln, dass die Son'a-Statisten viel zu schlecht ausgearbeitet wurden und mit ihren zerdrückten Köpfen nicht wirklich toll aussehen.

Insgesamt konzentriert sich Star Trek 9 sehr auf die Entwicklung der verschiedenen Charaktere und alle machen auf ihre Art eine Pubertät durch. Neben neu aufgefrischter Liebe und neuem Augenlicht gibt es viele Szenen, bei denen die grossartige Chemie unter den Schauspieler zum Tragen kommt. Gut gelaunt und voller Schalk spielen sie sich durch die von Selbstironie getränkten Szenen, dass es für den Fan nur so eine Freude ist. So wirkt Star Trek 9 sehr sympathisch und auch viele der Szenen sind sehr gut gelungen, was auch die positive Grundstimmung unterstreicht. Trotz gelegentlicher Action kann er den Spannungsbogen nicht aufrechterhalten und verweilt zwischendurch zu lange mit kitschigen Szenen, was die eigentliche Gefahr in den Hintergrund rücken lässt.

Fazit: Star Trek: Der Aufstand ist inhaltlich und qualitativ Star Trek vom Besten und vermag die vielen kleinen Geschichten der Hauptdarsteller gekonnt weiterführen und kombiniert diese in einer humorvollen und sehr sympathischen Story. Doch trotz vieler inhaltlich sehr gelungener Szenen kann Star Trek: Der Aufstand keine Linie durchziehen und wirft in den mehrheitlich von idyllischen Bildern geprägten Film immer wieder düstere Actionsequenzen, die deplaziert wirken und nicht die Gefahr aufbauen können, welche sie eigentlich sollten. Wer also wenig mit Star Trek zu tun hat, wird danach kaum bei Star Trek bleiben. Den Fans, welche nicht unbedingt auf Action aus sind, wird ein beinahe intimer Film über die verschiedenen Charaktere der Serie geboten. Das macht Insurrection doch noch zu einem Erlebnis mit vielen schönen Bildern und einem poetischen Soundtrack.

Die DVD bietet in der Special Edition alles, was geboten werden muss. Ein umfassendes Bonusmaterial mit vielen Anekdoten und Tributen zu den Verantwortlichen vor und hinter der Kamera und zeigt deutlich, wie viel Spass die Schauspieler und die Schöpfer der Saga hatten. Neben amüsanten Interviews gibt es auch viele handfeste Infos über die Entstehung des Filmes und darüber, wie die Schlüsselsequenzen animiert wurden. So wird zu jedem Aspekt der Produktion eine umfassende Dokumentation geboten. Die Bildqualität wie auch die Tonqualität sind auf der heutigen Stand der Technik und bieten den vollen Genuss.

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db's Wertung: 4.5 Sterne

für episodenfans der Next Generation Crew ein willkommener Film, für andere sicher zu wenig fürs Kino. wunderschönes Thema von Goldsmith für die Baku!

pb's Wertung: 4.0 Sterne

Hab ich auch gern gsehen, auch wenn mir die Kurzschlüsse von Data ein bisschen zu gesucht und zu wiederholt vorgekommen sind.

Schön, dass Riker und *lecker* Troi wieder zum Pärchen wurden.

muri's Wertung: 3.0 Sterne

Verfilmung einer mittelmässigen TNG-Folge.

An den Haaren herbeigezogene Story.

Ich weiss noch, dass ich im Kino so richtig sauer wurde, als ich mir diesen 'Film' ansehen musste.

:!

Markus' Wertung: 3.0 Sterne


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