Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag One Way
One Way oder: I'm going for a Run! Til Schweiger hat man schon in diversen amerikanischen Filmen gesehen. Meist darf er aber "nur" eine Nebenrolle einnehmen (King Arthur, Driven) und hat dagegen vor allem in seinem Heimatland Deutschland grosse Erfolge. Nun präsentiert er, in Zusammenarbeit mit dem Thalwiler Regisseur Reto Salimbeni, einen Thriller, der ebenso gut als Drama durchgehen könnte. Und während die Ausgangslage grundsätzlich schon mal gwundrig macht, nimmt der Film während den gut Zwei Stunden stetig an Spannung zu und mag mit schönen Twists zu packen. Das Thema ist brandaktuell. Vergewaltigungen passieren überall im Land und dementsprechend heikel ist das Thema anzufassen. One Way machts zur Basis der Geschichte und startet von dort aus zu einem interessanten, spannenden und sehr gut gespielten Thriller, der beweist, dass eine Lüge einen Menschen in einen Sog ziehen kann, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Denn wenn Filmfigur Eddie Schneider sich vor Gericht gegen die Wahrheit und für seinen Lebensstil entscheidet, ist der Weg in den brutalen Absturz geebnet. Beste Freundin weg, Verlobte weg, Job weg und vor Gericht gelogen. Kanns schlimmer kommen? Trotz anfänglicher Skepsis gegenüber dem Hauptdarsteller (der in Komödien wie Wo ist Fred oder Der bewegte Mann doch eher hineinpasst), spielt Til Schweiger überzeugend und überraschend vielseitig. Anfänglich zum eindimensionalen Yuppie mit Freundin und Bums-Gspänli reduziert, entwickelt sich dessen Charakter im Lauf des Films zur ernst zu nehmenden Figur, deren Handlungsweise man nicht gutheisst, aber doch irgendwodurch verstehen kann. Til Schweiger bietet hier sicherlich eine seiner besten Performances. An seiner Seite überzeugt Lauren Lee Smith als Opfer, die ihr Leiden nicht einfach hinnimmt und (mit Unterstützung des Generals) den Mut fasst, zurück zu schlagen. Sebastien Roberts als Vergewaltiger und Ekelpaket ist grandios. Bereits bei seinem ersten Auftreten sammelt er Antipathie-Punkte wie ein Weltmeister. Und Stefanie Von Pfetten könnte man stundenlang ins Gesicht gucken.... Zwei bekannte Namen geben sich ebenfalls die Ehre. Der Hühne Michael Clarke Duncan hat als "General" eine etwas verwirrende Rolle und wird nicht gross gefordert. Trotzdem ist seine Präsenz wichtig für den Film. Dass Eric Roberts noch mehr kann als rumfuchteln (Dead or Alive) durfte der ältere Bruder von Julia Roberts schon mehrmals beweisen. Als Anwalt macht er in One Way eine richtig gute Figur. Für uns Schweizer interessant: Sandra Hess aus Zürich als einzige Ärztin, die unter ihrem Kittel ein Abendkleid trägt und Patienten landesweit hoffen lässt, dass in den Schweizer Spitälern auch bald so attraktive Doktorinnen zu gegen sind. Fazit: One Way ist ein bedrückender Film, der es wohl schwierig haben wird, das Massenpublikum zu finden. Zu heikel ist das Thema, zu speziell der Film. Interessante Bilder, Schnitt- und Tontechniken geben dem Film aber einen besonderen Touch und dürften diejenigen beeindrucken, die sich auf die Geschichte einlassen. |
auf diesen film bin ich mal extrem gespannt! |
Der Verleih lässt verlauten:
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Harter Film. Gute Musikuntermalung. Auch Til Schweiger spielt überzeugend. Guter Film. Gute Thematik. Überzeugend. Ähnelt ein wenig Mystic River, wenn auch eine Spur mehr Action und Dramatik, aber dafür zweifelhaftere Zusammenhänge und unverständlichere Motive. Aber eigentlich doch guter Film. |
» Lust auf Talk mit dem Regisseur? Wir verlosen Tix zu den Kinovorstellungen, in denen Reto Salimbeni anwesend sein und die Thematik diskutieren wird. |
Bilder von der Premiere online Am 30.01.2007 ging die Schweizer Premiere von One Way erfolgreich über die Bühne und wurde gefeiert mit einer guten Stimmung Szenen- und einen langen Abschlussapplaus. Neben viel Glanz und Gloria war auch Regisseur Reto Salimbeni und ein Publikumsnaher Til Schweiger anwesend. |
Zitat Filmpremiere Talk (2007-01-30)
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starkes drama das man nicht so schnell vergisst. habe jedenfalls nach dem kinobesuch noch lange darüber diskutiert. Spoiler zum Lesen Text markieren
am rande: schade musste reto salimbeni gleich nach vorstellungsbeginn gehen. durch einen "administrativen Fehler" musste er an eine Vorstellung in Zürich... |
ein grossartiger film!! hut ab, herr schweiger!! |
Bin gespannt auf diesen Film,würde Ihn allzu gerne einmal sehen. [Editiert von kevin59 am 2007-10-13 14:15:13] |

