Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag The Holiday
The Holiday oder: Wenn eine eine Reise tut... Während in den Geschäften und Läden um die kauffreudige Kundschaft für das Weihnachtsgeschäft geworben wird, buhlen in den Kinosälen die grossen Blockbuster und möglichen Oscar-Favoriten um ihr Publikum. Das diesjährige Weihnachtskino-Programm scheint vor allem für die Männer reichlich was her zu machen: mit dem Mafia-Thriller The Departed von Martin Scorsese, dem Kriegsepos Flags of our Fathers von Clint Eastwood, dem blutrünstigen Apocalypto von Mel Gibson und dem Ritter-und-Drachen-Film Eragon sah es bis jetzt so aus, als müsse man, bzw. vor allem Frau, sich die Weihnachtsstimmung andernorts suchen als im Kino. Aber, geschätzte Frauen, es gibt Hoffnung: mit Nancy Meyers neuer Romantischen Komödie The Holiday, angesiedelt in der Weihnachtszeit, kommt ein Streifen in die Kinos, welcher durchaus für verliebte und unterhaltsame Stimmung sorgen wird. Mit The Holiday erfindet sich Nancy Meyers nicht neu. Schon mit Filmen wie What Women Want's und, ihrem letzten Werk, Something's Gotta Give tat sie das, was sie am besten kann: Schrulligen Charakteren in schier auswegslosen Herz-Schmerz-Situationen, welche sich einen nie endend wollenden Kampf der Geschlechter liefern und dabei genau das finden, was ihnen bis anhin immer gefehlt hat. Auch hier erzählt die erfolgreiche Drehbuchautorin und Regisseurin einmal mehr die Geschichte zweier gebrochener Herzen, welche auf ihrem katharsischen Weg aus der Misere, genau das finden, was in ihnen das Feuer der Liebe wieder aufflammen lässt. Hübsch verpack und unterhaltsam präsentiert, unterhält The Holiday, auch dank amüsantem Schauspiel, sein Publikum während 120 Minuten gekonnt. Das Cast in den Nancy Meyers Filmen ist immer wieder beachtlich. Hatte sie Mel Gibson und Helen Hunt für ihren What Women Want's gewinnen können, so konnte sie für Something's Gotta Give Schwerenöter Jack Nicholson und Diane Keaton für die Hauptrollen begeistern... und diese das Publikum. Auch in The Holiday versammeln sich einige der bekanntesten Gesichter zum gemeinsamen Suchen und Finden der Liebe: Kate Winslet, Cameron Diaz, Jude Law, Jack Black und besonders unterhaltsam, in der Videothek wartet auch noch Dustin Hoffmann auf (wenn auch sehr kurzen, dafür umso gelungeneren) Auftritt. Die schauspielerischen Leistungen sind absolut solide und die Romanze zwischen Kate Winslet und Jack Black wird von diesen sehr unterhaltsam vorgetragen. Für eingefleischte Film- und Filmmusikfreunde bringt dieser Streifen noch ein kleines Schmankerl: da die meisten Figuren in diesem Film irgendwie mit dem Filmbusiness verbunden sind, gibt es immer mal wieder lustige und auch wahre Anspielungen an das vergangene und gegenwärtige Hollywood und Black als Filmmusikkomponist redet von Morricone, Zimmer und Co. Lustig! Ebenfalls eine frische und lustige Idee ist diese, dass Diaz' Charakter Amanda, welche im Kinotrailer-Business tätige ist, ihr eigenes Leben immer mal wieder wie einen Trailer betrachtet und dabei ertönt die typisch amerikanische Off-Trailer-Stimme mit ihrem tiefen Bass. Zum schreien! Das ganze wird untermalt mit einem festlich, frechen Score von Hans Zimmer, welcher nach seinen musikalischen Ausflügen in die Abgründe der DaVinci-Verschwörung (The DaVindi Code) und zu den Karibik-Piraten (Fluch der Karibik 2) hier mal wieder mit leichterer Kost aufwartet. Fazit: Auch wenn Nancy Meyers das Rad nicht neu erfindet und uns mit The Holiday bekannte Kost vorsetzt, so vermag der Film durch die überdrehten Charaktere, die knisternde Romantik und den gut platzierten Humor für zwei Stunden gut zu unterhalten und, wenn auch ein bisschen als Einzelkämpfer, weihnächtliche Stimmung zu verbreiten. Gute Unterhaltung! |
Ein bisschen gar viel Kitsch, Tränen und Romantik, die einem da serviert wird. Der Witz, der zum Beispiel ähnliche Vor-Weihnachtsromanzen wie Love Actually so irre gut gemacht hat, kommt hier leider zu selten vor. Dafür sind die Darsteller, bis (leider) auf Jack Black, allesamt sehr gut. Black ist lustig. Keine Frage. In Nacho Libre oder School of Rock passt er 100%. Wenns aber um Romanzen geht, wo Overacting nicht so sehr hinpasst und er nur darum gecastet wird, dass auch die Black'schen Humoristen in den Film gehen, dann gehts halt nicht auf. Er ist klar der schwächste der Charaktere, während sogar Jude Law eine wirklich fast vor Schmalz trieffende, aber gute, Figur abgibt. Die Mädels sind hingegen klasse. Diaz steigert sich während des Films und ist schlussendlich auch auf der Höhe von Winslet anzusiedeln. Die Geschichte ist ein bisschen weit hergeholt und passt deshalb perfekt in die Zeit, in der sich Paare ein Gschpusi für den Tannenbaum suchen. Ach die armen Singles, die sind ja soooo allein, verlieben sich stets in den/die Falsche(n) und da kommt von irgendwo her eine Cameron Diaz geflogen. Wie gesagt, ein bisschen viel Romantik und leider dafür nur ein paar wirklich lustige Situationen (Telefongespräch ist das Highlight). Knappe 3* |
Hach, etwa 90% des Publikums hatte zwei X-Chromosome. Die restlichen 10% bestand/en aus Begleitern & Begleitenden (XY) - zum Knutschen, Kuscheln und so. Ein typischer Nancy Meyers Film, der die Herzschmerz-geplagten Damen dieser Welt so gut versteht und ihre Nöte gekonnt auf 35mm Celluloid bannt... *seufz* Es wurde gekichert, gelacht, geseufzt, mitgelitten. Das können nur Damen ab 35ig The Holiday unterhält. Jetzt sowieso. Wo's draussen kriselig kalt wird und einem die Bise um die gestiefelten Beine streift. Da sehnt man sich doch nach etwas Liebe, Wärme und Geborgenheit. Kate Winslet vollbringt in ihrer Rolle eine spitzenmässig gute Leistung. Der restliche Cast ist dagegen pure weiche, wochenalte Butter... Cameron Diaz, zum Beispiel, ich weiss nicht. Ist das eine Ausserirdische? Wer - um Himmels Willen - kann sich mit so jemandem identifizieren? Etwa nur jene Hollywood-No-Carb-Gals, die x-tausende Mäntel mit in die Ferien schleppen, damit sie... anyway. Kate Winslet!!! Jawohl, und dazu noch der Senior, welcher von der WGA geehrt wird. Bravo! Frauenfilm par excellence. 4 Sterne. Geld wert. |
da ist wirklich etwas viel zucker in den topf gefallen. von nancy meyers ist man sich anderes gewöhnt. darum war ich etwas überrascht und a little enttäuscht, dass es eine durch und durch romantische komödie geworden ist. ja, ja, zum glück haben wir kate winslet - ihre figur und darstellung rettet das laue süppchen. die wiederbelebeung von alt-hollywoodlegende eli wallach ist natürlich auch sehenswert. aber sonst fehlt der ganzen chose etwas sosse! |
Leider fällt The Holiday in dieselbe Kategorie wie "Something's gotta give" und "What women want": eine interessante Ausgangslage wird mit allzu viel Zuckerguss zugeschüttet, so dass dem geneigten - männlichen - Kinobesucher irgendwann das Lachen im Hals stecken bleibt. Schade, dass da soviel Potential vergeudet wird. |
Ich bin nicht so ein Pärchenfilmgucker und hatte drum auch absolut nichts vom Film erwartet, aber vielleicht war ich gerade deshalb am Schluss doch angenehm überrascht. Sooo überzuckert ist der Film jetzt wirklich nicht. Besonders gut hat mir die Nebenhandlung um Kate Winslets Charakter und den alten Drehbuchautor gefallen. Schöne Einfälle, eine herzige Freundschaft, und mal Figuren, die neben dem leidigen Thema wie-finde-ich-den/die-Richtige(n)-JETZT? auch mal was anderes zu tun haben. Fand es auch ganz toll, wie sich der Film immer wieder selbst als Film thematisiert, indem die Charaktere über Filme und Figurenkkonstellationen sprechen, Cameron Diaz' Figur ihr eigenes Leben als Trailer sieht, oder Jack Black für die Menschen um sich einen Filmscore komponiert. That said: kam es noch jemandem vor, als hätte Jude Law sich in diesem Film irgendwie selbst gespielt? (nur eine sympathischere, monogamere Version von sich) Egal, Hauptsache, er sieht gut aus! |
Ich hasse es wie die Pest, dass man in den Filmen von Nancy Meyers immer irgendwelche Heulorgien aushalten muss... |
Zitat thatssno (2006-12-19 08:13:12)
hehe - dann ist die pest aber bei dir hoch bewertet |
Ein netter Gutfühl-Film ohne jeglichen Tiefgang. Das Ende ist in den Grundzügen schon fast von Anfang an erkennbar, und der Weg hierzu ist ebenfalls nicht besonders originell. Immerhin wurde der Film sowohl schauspielerisch wie auch technisch solide produziert und weist, abgesehen von seiner Belanglosigkeit, keine gravierenden Schwächen auf. Dashalb kann er knapp als mittelmässig eingestuft werden. |
Ich sass im Kino und dachte mir: "das ist doch... das kenne ich doch... das ist doch cinema..." und schon sprachen auch die Darsteller über die Musik, die ja gar nicht eigentlicher Score war sondern zur Handlung des Films gehörte. Wie schon BaselB erwähnte birgt der Film ein paar schöne Szenen für Filmfans. Wie diese. |
Für mich war der Film einfach super. Als ich mit meiner Freundin aus dem Kino kam mussten wir einfach lachen vor Freude... |
unterhaltsamer Film mit lustigen Frequenzen. Sicher eher ein Film für Frauen. Mein Freund war nämlich nicht gleicher Meinung ;-)) |
Zitat Roxygroove (2007-01-29 09:45:37)
frequenzen??? |
sorry ich meinte sequenzen |
eine von den besseren liebeskomödien |
Romantisch aber schon seeehr kitschig. |

