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Beitrag Stranger than Fiction
Stranger than Fiction oder: ... he brought her some flours! Marc Forster widmet sich - wenn auch manchmal eher mit Zurückhaltung, sensibel und beinahe schüchtern - mit Stranger than Fiction der Komödie. Dies im Gegensatz zu seinen früheren Regiearbeiten, welche vor allem dem Genre des Dramas angehören (Monster's Ball, Finding Neverland, Stay). Die Spannung, ob der viel gelobte Regisseur sich auch in humorvolleren Landen zurechtfinden würde, war vor der Filmsichtung sehr wohl vorhanden. Und tatsächlich, Forster reüssiert auch hier. Vor allem die Umsetzung von Harold Cricks Gedanken, wie er ständig zählt, rechnet und mit Zahlen jongliert, ist äusserst kreativ und interessant. Auf der anderen Seite erzielt Marc Forster damit ein sehr witziges Detail, das sich mit Cricks Entwicklung langsam davonschleicht. Der noch relativ junge Drehbuchautor Zach Helm hat eine nette, ansprechende, doch manchmal etwas langatmige Geschichte konstruiert. Darin verpackte er eine Handvoll gewitzter Zeilen und Dialoge. Die Wortspiele, die den Lachmuskeln auf die Pelle rücken - "I brought you [der Bäckerin] some flours!", zum Beispiel - sind geglückt. Dustin Hoffman (spitzenmässiger Professor!), Emma Thompson (ausdrucksstarke Performance!), Maggie Gyllenhaal (sehr, sehr lebendig und eigentständig umgesetzt!) sowie Queen Latifah (gezügelt, aber umso mächtiger!) bringen diesen Streifen mit ihrer Präsenz und ihrem perfekten Schauspiel zum Glänzen. Da hat es Will Ferrell mit seiner etwas lahmen Verkörperung des eh schon eindimensionalen Hauptcharakters echt schwer mitzuhalten. Er zieht die gleiche unlebendige Art von Anfang bis zum Ende durch, entgegen der Entwicklung der Figur. Seine Close Ups sind wegen fehlender Mimik zu uninteressant. Fazit: Stranger than Fiction ist als Ganzes betrachtet ein recht erfrischender, dann wieder in ein eher einseitiges Schema abgeleitender Film. Es fehlt nebst einem agileren Hauptdarsteller nur noch dieses "gewisse Etwas", um ihn in der Wertung von einem Gut zu einem Sehr Gut zu erhöhen. Eines ist jedoch klar wie Klossbrühe: Forster und der Grossteil des High Quality Casts haben für sich genommen sehr gute Arbeit geleistet. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 20 Beiträge geschrieben.
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Für eine "Komödie" hats vor allem am Anfang was drin. Also aber die Hauptfigur die entscheidenden Worte hört und sich auf die Suche nach den Stimmen macht, fallen grosse Teile dieses Story-Gebildes in sich zusammen. Es wird zäh, vor allem gegen Ende. Will Ferrell ist hingegen Klasse! Er beweist, dass er mehr kann als nur rumhampeln und komische Töne von sich geben. Schön auch, dass Emma Thompson mal wieder zu sehen ist und Dustin Hoffman scheint seine Rollen inzwischen immer ein bisschen *ähm* aussergewöhnlich anzulegen. Also viel Geschmunzel, ein paar schöne Lacher und ein Ende, das mich persönlich nicht grad vom Stuhl gehauen hat. Trotzdem eine gute Sache und eine etwas "andere", wohltuende Komödie. |
Für mich klar Forsters bester. Der Drehbuchautor scheint sich The Apartment gut angeschaut zu haben. Harold Crick und Ana Pascal sind C.C. Baxter und Fräulein Kubelik für das neue Jahrtausend. Aus irgendeinem Grund mochte ich Emma Thompson nur als Voice-Over. Wenn sie auftaucht, ist sie zwar so schrullig suizidal wie man nur in einem Film suizidal sein kann, aber irgendwie hemmt sie die Handlung oft, wenn sie und die Queen L. auftauchen. Das etwas surreale Andy Kaufmann Let's get together hat mich weniger gestört als die letzten Filmminuten. Spoiler zum Lesen Text markieren
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Will Farrel ist echt toll in der Rolle - im Gegensatz etwa zu Adam Sandler (den ich, wohlgemerkt, sehr gerne sehe) überzeugt er nicht nur als überzeichneter Komiker in bester SNL-Tradition, sondern kann sich in solchen dramatischen Rollen auch sehr gut zurücknehmen und so den (zumindest zu Beginn) spiessigen, fast schon melancholischen Harold Crick auf perfekte Weise darstellen. Neben Farrel haben mir die witzigen Titelsequenzen und die Einspielungen von geometrischen Formen und Zahlen sehr gut gefallen; das ist nicht nur eine visuell witzige Idee, sondern passt auch zu der zahlenbesessenen Person von Harold Crick. Überzeugt hat mich auch die Musik; so viele Songs von Spoon - da macht der Kinobesuch gleich doppelt Spass! Maggie Gyllenhall überzeugt völlig als love interest von Crick - immer wieder schön, wenn das "Objekt der Begierde" einer Hauptfigur mehr als eine blosse Projektionsfläche mit grossen Brüsten ist. Emma Thompson hat mir zwar in ihrer schriftstellerischen Schussligkeit irgendwie gefallen, auch wenn mir ihr "Schreibstil" absolut grässlich vorkam - so ein Buch würde ich persönlich niemals lesen. Und Dustin Hoffman mag ein wunderbarer Schauspieler sein, den man noch in der allerkleinsten Rolle bewundert und superwitzig findet, aber als Literaturprofessor scheint er mir wenig überzeugend. (Er spricht etwa von "King Hamlet", wo doch jeder Englischschüler mit nur ein bisschen Ahnung weiss, dass Hamlet niemals König war. Hamlets Vater hiess zwar auch Hamlet und war tatsächlich König, erscheint aber im Stück selber nur als Geist und wird auch nur als "Ghost" bezeichnet. Ich weiss, das ist Tüpflischiissete, aber so blöde kleine Fehler nerven mich in solchen Hollywoodproduktionen schon sehr.) Wobei die Idee, dass der Professor letzlich den literarischen Wert eines Buches über das Leben selbst stellt, hingegen wieder eine ziemlich witzige Idee ist. Kann den Film letztlich eigentlich nur empfehlen, v.a. wegen der herrlich verworrenen Grundidee der Überschneidung von Fiktion und Realität sowie den tollen Leistungen von Farrel und der wunderbaren Maggie Gyllenhall. |
Ganz toller Film der mit zynischem Humor, super Dialogen und sehr gut gecasteten Schauspielern punkten kann. Die volle Punktzahl wird nur durch die Fehlbesetzung mit Will Ferrell verdorben. |
Zitat db (2007-01-29 21:17:34)
dessen mitwirken ist ja auch nicht sonderlich wichtig |
Zitat machine (2007-01-29 21:30:30)
aaaber, wenn der Film an sich nicht so eine hohe Qualität hätte, hätte mir der Typ den Film verdorben... |
ich finds auch forsters bester film bis anhin. zugegeben, will ferrell ist auch nicht meine lieblings-besetzung, doch er macht seine sache zurückhaltend gut. der rest der film-figuren ist wahrlich eine sahne-bombe. maggie gyllenhall als rebellische bäckerin - einfach himmlisch. und emma, my darling, du bist sowieso meine number one! so wie ferrell sich auf die suche macht, ob sein leben nun ein drama oder eine komödie ist, so geht es auch dem zuschauer. und diese mischung aus ernst und witz ist in einer guten balance und hinterlässt einem mit einem warmen, wohligen gefühl im herzen. |
"Little did he know" darüber werden ganze Literaturvorlesungen gehalten, doch für Harold Crick ist das der Anfang einer schrägen Suche. Denn dieser einfache Steuerbeamte hat das Glück Teil eines Buches zu sein, bei dem er plötzlich die Erzählerin hören kann. Fantastisch wie das klingt, für Harold der in seinem Leben nichts bis Anhin erlebt hat geht's nun der Frage an seine Existenz nach, denn beim mithören kommt er leider hinter ein Geheimnis um seine Protagonistenrolle. Dabei lässt er sich von Experten wie Jules Hilbert beraten, was für einer Stilrichtung sein Lebensbuch angehört, sogar mit einfach Strichmitteln. Währenddessen tritt man auch in das Schriftstellerdasein von Karen Eiffel seiner Erfinderin und ihrem speziellen Arbeitsstil ein. Was es nun mit guten Bestsellern ihren Enden und wie Harold seines meistert auf sich hat seht selbst in dem wunderbaren abstrusen Werk von Marc Forster. |
Stranger than Fiction ist ein schöner, gefühlvoller Film geworden - wie man sich dies von Marc Forster gewöhnt ist. Ich fand den Anfang mit all den eingeblendeten Zahlen genauso gelungen wie die Darstellerleistungen im Gesamten. Spoiler zum Lesen Text markieren
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Aber Dustin Hoffmann war echt super :) |
naja, eine fehlbesetzung ist er sicherlich nicht, unser will ferrell, aber ein bisschen mehr hätte man aus der rolle schon machen können. dasselbe gilt für dustin hoffman. klar beste ist emma thompson, die ihre figur sehr gekonnt spielt. der film an sich ist unterhaltend, aber irgendwie nun wirklich nichts besonderes (ausser vielleicht den originellen fünfzehn minuten und den witzigen cgi-spielereien). Spoiler zum Lesen Text markieren
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netter film, der leider nicht konsequent genug bleibt gegen schluss. ich hätte mir mehr zynismus in dieser situation gewünscht. auf der einen seite bezaubernd (idee, cast, vorallem die anarcho bäckerin, dezente aber spassige cgi-spielereien), auf der anderem seite etwas altbacken (die chemie des liebespaares: NAJA, und der gute ferrell verändet sein sehr eindimensionales schauspiel gegen ende des film leider nicht wirklich im sinne der charakterentwicklung, schluss) |
Stranger than Fiction ist der beste Beweis dafür, dass eine geniale Idee zwar hilft, aber nicht genügt. Der Schluss war für mich die grösste Entäuschung des Films. Dustin Hoffman sagt sehr treffend: "it's okay." Und ich würde sagen, der Schluss ist sogar noch weniger als das. Will Ferrell ist okay, Queen Latifah ist okay, aber Maggie Gillenhal ist echt gut. Emma Thompson und Dustin Hoffman haben das Glück (vor allem Letzterer), dass sie auch sehr gut sind, wenn sie nichts tun. Für solch eine tolle Idee ist der Film wirklich "okay" (weil man mehr hätte draus machen können), aber dank ihr bleibt Stranger than Fiction unterhaltsam. |
Ein sehr unterhaltsamer Film, der sich aber am Schluss selbst schwächt. Es ist ein sehr unamerikanischer Streifen, doch durch das Happy End wirkt dann das Ganze sinnlos. Dustin Hoffman und Will Ferrell sind trotzdem brilliant. 4,5 Sterne - empfehlenswert! [Editiert von El Chupanebrey am 2008-12-27 20:56:33] |
super film! mehr kann ich dazu nicht sagen |
Zitat thelu (2007-08-16 22:56:53)
das lied ist von wreckless eric!
die dialoge waren super, vor allem der bissige humor. die cgi effekte waren toll und unterstrichen die atmosphäre sehr gut. gegen ende wurde der film etwas schwächer und über den schluss könnte man streiten... dennoch, von mir bekommt der film trotz happy-end volle punktzahl. |
oh du unbekante splendora ich danke dier für deine hilfe! |
Habe mehr erwartet. Dies lag vorallem durch die Wendung am Schluss. Dadurch wurde Stranger than Fiction zu einem 0815 Film. Sonst ist das Teil einwandfrei und zeigt keine weiteren Schwächen mehr. Schauspieler, Unterhaltungswert und Witzige Situationen allesamt Top. |

