Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Babel
Babel oder: s'Babeli cha nid kommuniziere [Babeli kann nicht kommunizieren] Für einmal stehen nicht die sogenannten Hollywoodstars - Brad Pitt und Cate Blanchett - um ihret wegen im Zentrum eines Films. Vielmehr unterstützen sie mit ihrer schauspielerisch einwandfreien Leistung den brillianten Regisseur Alejandro González Iñárritu (Amores Perros, 21 Grams) in seinem Unterfangen, ein bitteres, nur zu menschliches Thema auf Leinwand zu bringen: Von welche unabdinbarer Wichtigkeit es ist, dass wir miteinander ehrlich kommunizieren. Alejandro González Iñárritu verflechtet in Babel drei Stränge verschiedener Familien (~ San Diego, Marokko, Tokio), die unterschiedlicher und fremder nicht sein könnten. Dies gelingt ihm so gut, dass daraus eine einzige schicksalsträchtige Geschichte wird. Dabei verwendet der Filmkünstler Iñárritu eine wunderbar berührende und dennoch ernüchternde Bildsprache. Er beschönigt weder das harte Leben der Wüstenhirten, noch das gehetzte, oberflächlich anmutende Dasein der Jugendlichen in Tokio. Und auch Mexiko stellt er auf jene Weise dar, wie er es kennt... wie es ist. Mit viel Liebe zum Detail hat der Regisseur mit den besten ihres Faches zusammen gearbeitet. So zum Beispiel auch mit dem Komponist Gustavo Santaolalla, der 2005 für die Filmmusik zu Brokeback Mountain den Oscar erhielt, und den er bereits seit Amores Perros kannte. Alejandro González Iñárritu konnte dank dem oscargeehrten Musiker dem Drama Babel die Krone aufsetzen. Berührend und äusserst stimmig untermalt ein "Oud", ein bundloses arabisches Saiteninstrument, zusammen mit anderen Instrumenten immer wieder die jeweiligen Filmszenen. Dabei zeigt sich auf der musikalischen Ebene, wie ein einziger Klang verschiedene Erdregionen widerspiegeln und gleichzeitig zusammenführen kann. Schliesslich bleibt noch hervorzuheben, dass viele Laiendarsteller für Babel engagiert wurden. Dies vor allem deshalb, um die Authentizität der Charaktere zu wahren. Laut dem Regisseur sei dies eine riskante und teilweise auch anstrengende Entscheidung gewesen, die sich letztlich aber voll und ganz ausgezahlt habe. Und tatsächlich: die ausdrucksstarken Gesichter der Hirtenfamilien verleihen dem Film zusätzlichen Tiefgang. Fazit: Ein bildstarkes, mehrstrangiges Filmwerk, das meisterhaft komponiert ist und unter die Haut geht. Das Haupthema der ungenügenden zwischenmenschlichen Kommunikation ist von höchster Brisanz. Der Cast - vom Laiendarsteller bis zum Filmstar - brilliert und lässt keinerlei Wünsche offen. Alejandro González Iñárritu hat mit Babel ein wichtiges Stück Filmgeschichte geschrieben. Sei es nun in künstlerischer oder thematischer Hinsicht. Bravissimo! |
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War leider ein wenig enttäuscht von dem Film. Während mich der Marokkoteil vollkommen überzeugte - schöne bilder, gute schauspieler, origelle konstellation - konnten mich die anderen Stänge echt nicht aus den socken hauen. Und was ist es immer mit diesen Dreistrangkonstellationen? Klar, drei Filme für das Geld vom einen, aber auch fehlende Tiefe der Charaktere. Diese haben schlichtweg nicht genug Zeit sich zu entwickeln - Brad Pitts Gefühle etwa bleiben trotz exzellentem Schauspiel unaufgeklärt. Ausserdem hass ich, wenn einem das Thema, oder die Problematik die ein Werk thematisieren wil, so aufs Auge gedrückt wird. Jaaa, wir haben alle Kommunikationsprobleme. Aber Nd, dieses Thema soll brisant sein? Das war es seit Menschen Gedenken, seit Babel oder nicht? Und sowieso: Eigentlich können wir im Zeitalter der globalen Vernetzung ja optimistisch sein - aber von dieser Idee ist im Film nicht viel vorhanden. Oder doch? Immerhin findet Brad Pitt einen wahren Freund in seinem Reiseführer - dank der gemeinsamen Sprache! Alles in allem trifft wohl der Begriff "Scheitern auf hohem Niveau" zu. Solides Machwerk, ja mehr als das, aber letztendlich zu hohe und somit unerreichte Ziele. Und dann noch ein PS: Was steht auf dem Zettel, den das Mädchen am Schluss des Filmes dem Polizisten übergibt? Irgendwelche Idee ihe da draussen? |
Film? Träge, keine Spannung, hanenbücherne Geschichte, Verknüpfungen die selbst ein Kindergärtner (bitte entschuldigt mich ihr lieben Kindergärtner) machen könnte und viel zu träge Kamerafahrten, die weder fesselnd, schön noch die Gefühle besser rüberbringen. Also dieses Babel hat mir gar nicht gefallen. Leute verliessen sogar den Saal. Viel zu lange für eine solch letztendlich doch platte Geschichte |
und was steht jetzt auf diesem zettel? |
Ein sehr guter Film. Tiefgründig, gute Story, sehr gute Schauspieler (vorallem die Japanerin und die Mexikanerin) und ein guter Soundtrack. Ein fast perfekter Film, aber leider stört der Gedanke ein bisschen, dass der Regisseur schon in seinen vorigen Filmen den gleichen Drehstil benützt hatte und nicht wirklich etwas neues in sein Repertoire gebracht hat mit diesem Film. Doch ein sehr guter Film, der auch ein paar Oskars verdient. |
Ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Abgesehen von der japanischen Episode könnte keine der Teilgeschichten auf eigenen Beinen stehen. Und warum darf Cate Blanchett nicht mehr tun, als dekorativ herumliegen? Was für eine Talentverschwendung! [Editiert von stein-3 am 2007-01-16 11:13:09] |
ich fands auch ganz schade, dass cate blanchett nur einen angeschossenen part hat. auf der andren seite kriegt der film seine stars und dementsprechend auch seine medien-aufmerksamkeit. die drei geschichten berühren wohl jeden zuschauer auf unterschiedliche art und weise, wobei mich nicht alle überzeugen. die schauspieler, ob laiendarsteller, B oder A-Liga, sind allesamt klasse und auch der bereits erwähnte soundtrack schmiegt sich ans ohr. trotzdem überzeugt mich nicht alles an babel, vorallem inhaltlich. das amerikanische ehepaar geht nach dem kindstod auf auslandsreise und hinterlässt die andren beiden kinder der nanny? schluck ich nicht ganz. und die vergangenheit des japanischen gewehrs, dass in marokko den kindern in die hände fällt ist mir dann doch etwas zu gesucht, so, als müsste man noch etwas finden, damit die 3 geschichten etwas gemein haben. dabei hätte man aus allen 3 eine eigenständige story machen können. mir ist es einfach zuviel aufs mal, zuviel drama, zuviel schicksal, zu viele filmminuten. |
mit ganz grossen erwartungen ging ich ins kino, diese wurden aber nur teilweise erfüllt |
wieder einmal ein Film, welcher nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Bravo !!gute Schauspieler, gutes Drehbuch |
ich hatte wohl zu hohe erwartungen... der film war nicht schlecht, aber einfach zu lange. vor allem die einstellungen zwischen pitt und kate blanchet zogen sich unnötig in die länge. |
Babel, da hättens lieber den Turmbau verfilmt! Im Gegensatz zu guten Episodenfilme wie Crash, wo sich Handlungsstränge ernsthaft kreuzen und ein generelles Grundthema sowe Messages vorhanden ist, bietet Babel einfach nur gähende leere, gesuchte Verbindungen zwischen den Strängen und unrealistische Figuren. Von der fehlenden Spannung, da der Film eigentlich auf nix hinaus geht, will ich gar nicht reden. Was hat gefallen? Der Film bietet tolle Bilder und fängt die Stimmungen an den Schauplätzen ganz gut ein. Beim Soundtrack ist dasselbe, stimmungsvolle Sache. Für mich war das nichts, Plot wird aufgeblassen bis er platzt, nur leider ohne nennenswerten Inhalt. Das wird nix mit dem Oscar für die grossen Kategorien. Und wenn doch.. |
Hab' mich schon selten dermassen über eine Film geärgert. Bei einer Kritik ziemt es sich allerdings mit dem Positiven zu beginnen. Also das Gute vorweg: ABER: Die Geschichte ist hanebüchen und völlig konstruiert. Den Film in achronologische Sequenzen zu zerteilen ist spätestens seit 'Short Cuts' oder 'Pulp Fiction' nichts neues mehr und ist in diesem Film ziemlich schlecht umgesetzt. Ebenfalls nichts Neues ist die Idee, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Sturm auslösen kann und dass die Welt halt nun mal vernetzt ist. Mit der Ausnahme des japanischen Mädchens fehlt es allen Figuren an Tiefe. Zudem strozt der Film geradezu von Klieschees: Der Film ist auch von den angesprochenen Themem völlig überladen und bleibt so platt und oberflächlich. Es wäre viel spannender gewesen einige dieser Punkte herauszugreifen und stärker zu Beleuchten. Hier ein paar Themenfelder, die mir zu diesem Film gerade spontan einfallen (jedes für sich wäre wohl einen eigene Film wert): - Eheprobleme Babel ist definitiv kein grosser Wurf und hat meiner Meinung nach die guten Kritiken in den Medien nicht verdient. |
Das war leider wirklich nicht viel schlaues; 1-2 gute Schnitte, ein guter Soundtrack und eine schwermütige Thematik machen halt noch keinen guten Film aus. Das ganze ist viel zu langatmig, die Protagonisten viel zu unnahbar um wirklich berühren zu können. Ausserdem ist mir bis jetzt nicht klar, was für eine Aussage der Film machen will; mit "Babel" hat der Film jedenfalls gar nichts zu tun. |
Das schlimme ist, der Film ist wirklich wie das Leben. |
Zitat kiri (2007-03-02 00:26:58)
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eine frage bleibt mir aber noch offen - hab wohl zu wenig aufgepasst... Spoiler zum Lesen Text markieren
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Regisseur Alejandro González Iñárritu greift schon wieder auf sein Episodenverknüpfungskonzept aus seinem früheren Film "Amores perros" zurück. Bereits damals wirkte das Ergebnis wie eine pseudointellektuelle Version von "Pulp Fiction". "Babel" knüpft hierbei nahtlos an: Handlungsarmut, Wackelkamera und Zupfmusik bis zum Gähnexzess. In einer chronologischen Erzählweise würden die Schwerfälligkeit und das ungenutzte Potential der Charaktere noch deutlicher auffallen. Die beabsichtigte Aussage des Films lautet: Kommunizieren ist schwer. Und die tatsächliche Aussage: Gute Filme machen ebenfalls. |
Ich frage mich immer noch warum dieser Streifen hier ein solch hohes Rating hat? Erklärungen warum dieser Film wichtig, realistisch, tiefgründig oder gar fantastisch sein soll less ich hier keine. |
Babel? Ja, das ist doch der Film, wo in jedem Trailer der Kopf von Brad Pitt des Oefteren gezeigt wird. Warum? Der Film haette genau so gut ohne seine Rolle gelungen. Aber wenigstens haben sich dadurch ein paar Zuschauer mehr ins Kino bewegt. Positiv ;) Man hatte natuerlich nach den "Vorfilmen" gewisse Erwartungen, die halt nicht ganz getroffen wurden. Die mexikanische Geschichte ging mir richtig ans Herz. Ja, ich weiss. Habe in irgendeiner Zeitschrift gelesen, dass wieder richtige Kerle gefragt sind. Da kann ich wohl mit Herzsachen nicht punkten. Pech. Bei den Japanern schwankte ich immer zwischen Mitleid und "Selber Schuld". Selber Schuld in der Form, dass der Vater und die Tochter zuwenig miteinander ueber die wahren Probleme gesprochen haben. gruss PS: Was ich einfach der Hammer fand/finde, ist das Lied, das gespielt wird, wenn die Japanerin in die Disco geht. Mix Fatboy Slim und Wind, Earth & Fire. Hammer. |
also, ich habe irgendwie ein bisschen die spannung vermisst, auch ich war mit sehr hohen erwartungen ins kino gegange. andererseits finde ich die szene eindrücklich, in der die taube in die disco geht und zwischendurch immer wieder die musik ausgeblendet wird. *lob* |
Grosses Kino! Gestern ist die Double Disc Special Edition frisch ins Haus gekommen. Ein wenig übertrieben fand ich jedoch das japanische Mädchen (das in Jeder 2ten Szene ihren Intimbereich freilegt). Die Mexico Geschichte war tragisch, ich möchte nicht wissen, wie sich Amelia gefühlt hat Die Marokko Geschichte, fand ich die beste von den 3. Die Schauspieler, Landschaft usw. sind hier einfach am besten gelungen. Meine Meinung: Ein Film, den man einfach gesehen haben muss! |
Ich konnte mit Babel nicht viel anfangen. Kann aber verstehen warum das Teil so eine hohe Wertung hat. Der Film ist sehr Bildstark (schöne Schauplätze) mit guten Schauspieler und interessante Thematik. Der Soundtrack war aber das Beste. Dennoch war Babel für mich zu langatmig, nicht sonderlich spannend oder packend und nur eine der drei Geschichte fand ich wirklich gut. |
Ich hab mich bei dem Film zu tode gelangweilt...null Spannung nicht mal ein bisschen. Ich hab immer gehoft, dass jetzt dann die Pause kommt, leider wars ein DVD [Editiert von Bodon03 am 2008-05-25 12:49:59] |
Ich weiss gar nicht was ich schreiben soll. Eigentlich ist es ganz simpel: Mir gefallen Episodenfilme einfach, egal welche. |

