Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag The Prestige
The Prestige oder: Zaubern als Dreiakter Der renommierte SF-Autor Christopher Priest reagierte am Neuenburger Internationalen Festival des Fantastischen Films, dessen sechste Ausgabe er diesen Sommer als Jurymitglied besuchte, eher frustriert auf die Frage nach der Verfilmung seines Beststellers "The Prestige": "Ich weiss überhaupt nicht, was Christopher Nolan und seine Leute treiben. Die haben mich beim Drehbuch gar nicht mitreden lassen, und bei meinen Castingvorschlägen hiess es immer, mit diesen Leuten könne man eh nicht zusammenarbeiten. Ich habe bis jetzt nur den Trailer gesehen, und der ist sowieso online." Priest ist wohl nicht der erste und nicht der letzte Autor, der mit den Rechten an einem Werk auch gleich sein gesamtes Mitspracherecht verkauft hat. Dass er den Film jetzt nur unterstützt, weil er dadurch mehr Bücher verkauft, wird auf seiner Homepage ziemlich klar ersichtlich. Aber was hat nun Regie-Wunderkind Christopher Nolan tatsächlich aus diesem äusserst komplexen Stoff gemacht? Wie es zu erwarten war, hat Nolan die Geschichte um zwei Varieté-Zauberer - die sich im Roman über Generationen hinweg bis in die Jetztzeit erstreckt - drastisch gekürzt und vereinfacht. Damit war es ihm auch möglich, die zahlreichen offenen Fragen der Handlung erst gar nicht erst aufzuwerfen oder sie mit einfacheren Antworten abzusegnen. So weit, so gut - die Regeln des filmischen Schaffens verlangen jeweils nach solchen Massnahmen. Derweil war Nolan stark darum bemüht, das zentrale Thema des Buchs in seinem Film zu verankern - die Selbstaufgabe der beiden Magier, die beide der heiligen Kunst des Effekts ihre gesamte Identität opfern, wenn sie sich nicht gerade gegenseitig die Hölle heiss machen. Der grösste Zauberer - so heisst es früh im Film - ist derjenige, der sein Publikum nicht nur auf der Bühne, sondern permanent einer Illusion aufsitzen lässt. Denn wer auch immer die Lösung eines Bühnentricks ausfindig machen will, der wird sich an die Fersen des Performers heften - und gerade dort muss er in die Irre geführt werden. Und so beschummeln sich die beiden Kontrahenten bis in den letzten Winkel ihres Daseins. Diesen Aspekt hat Nolan psychologisch hervorragend herausgearbeitet, und seine beiden Hauptdarsteller helfen ihm grossartig dabei. Von Christian Bale wissen wir ja spätestens seit The Machinist, wie weit er für eine Rolle in Sachen Selbstverschwindung zu gehen bereit ist. Und auch der sonst deutlicher fassbare Hugh Jackman verleiht seiner Figur erfolgreich eine gespenstische Dimension. Aber Christopher Nolan versagt schlussendlich auf einer ganz anderen Ebene des Projekts. Analog zum Buch hat er versucht, seinen gesamten Film wie einen Zaubertrick aufzubauen - alles Gezeigte sollte eigentlich auf eine Art und Weise funktionieren, die das Publikum erst mit einem in letzter Minute aus dem Zylinder gezauberten Kaninchen feststellt lässt, dass es selbst einem Schwindel aufgesessen ist. Aber leider merkt der aufmerksame Kinobesucher trotz den zahlreichen Ablenkungsmanövern viel zu schnell, wo dieser Hase begraben liegt, und daran wird auch ein allfälliger Director's Cut nicht viel ändern können. Somit wird die Tagline des Films - "Are you watching closely?" - zur völligen Farce: Nur diejenigen, die nicht genau hinschauen, haben nämlich am Schluss noch eine Überraschung zugute. Aber dieser versaute Schluss ändert nichts daran, dass The Prestige mit hohen Produktionswerten und einer gepflegten Vielschichtigkeit seiner Romanvorlage gerecht wird. Der Autor Christopher Priest darf sich derweil freuen - gerade frustrierte Kinobesucher werden durch diesen Film vielleicht Lust auf ein Buch kriegen, das mit seinen zahlreichen Geheimnissen etwas sorgfältiger umgeht. |
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Merkwürdig. Ich war vom Film beeindruckt und auch den Schluss empfand ich als sehr schön aufgebaute Überraschung. Okay, ich hab den Roman nicht gelesen, weshalb mir die Vereinfachungen nicht auffielen. Viel mehr war ich von den Darstellern und dem Schnitt begeistert. Vor allem David Bowie als Nikola Tesla und Andy Serkis als dessen Gehilfe haben mich begeistert. |
Nachdem uns ein Film mit Hugh Jackman, Christopher Nolan (hallo! ist der Regisseur und spielt AFAIK nicht mit Und das haben sie. Alle drei. Mit Hugh Jackman mittendrin. Was anfänglich als Lehrstunde in Sachen Bühnenzauberei beginnt, entwickelt sich zum rasanten Verwirrspiel, bei dem der Zuschauer mehrmals an der Nase herumgeführt wird. Kaum denkt man, man hätte das Kammerspiel durchschaut, wird sofort eine weitere (Fall-)Tür geöffnet und der Zuschauer befindet sich wieder in der Verwirrphase. Are you watching closely?, heisst ganz am Anfang des Films. Ja, ich hab closely gewatched und trotzdem gabs mehr als einen "AHA"-Effekt. Und genau darum ist dieser Film ein absoluter Leckerbissen. Schauspielerisch gibts nix zu meckern. Bale, Jackman, Caine sind in Höchstform und Scarlet Johansson ist Eye-Candy. Dazu kommt ein zurückhaltender David Bowie und "Gollum/KingKong" Andy Serkis mit schönem Wiedererkennungswert. Kurz-Fazit: Wenn The Dark Knight auch so gut wird, dann zähl ich schon jetzt die Minuten |
Etwas muss man The Prestige lassen, er vermag ohne wirklichen Sympathieträger und Identifikationsfigur zu fesseln. Mehr noch, aufgrund der verschachtelten Erzählsstruktur wirft einem die Handlung von einem Ecken des Rings in den anderen, die einzelnen Motive der beiden Protagonisten kommen nur langsam ans Licht, sei es Hass, Eifersucht, Rache oder Eitelkeit. Einziges Manko, das ich dem Film wirklich ankreiden kann, ist seine relative Vorhersehbarkeit: Spoiler zum Lesen Text markieren
Ich werfe dem Film dies aber nicht vor, die Geschichte ist ausserordentlich gut strukturiert sodass die einzelnen Twists in der Regel nicht vorhersehbar sind. Schauspielerisch ist alles auf hohem Niveau, überrascht hat mich aber einzig Hugh Jackman da seine übliche Rollenauswahl nicht unbedingt die eines Angier entspricht. Für mich recht amüsant war das Auftauchen von David Bowie, das ist mir im Vorfeld des Films irgendwie entgangen :D Fazit: |
Nolan ist ein Magier. Memento ist kult, Batmann wiedergeboren und sein neuster Streich ist absolut perfekte Kinounterhaltung. Habe mich grossartig amüsiert. Habe den Plot nicht durchschaut, bin wohl nicht so schlau wie die anderen. Wenn das Kinojahr so weiter geht wird es x-mal besser als das enttäuschende 06 |
Zitat umbro (2007-01-09 12:59:22)
Plot nicht durchschaut und trotzdem völlig begeistert aus dem kino gekommen und dem ganzen 6 sterne aufgedrückt?? der film muss ja alles bis jetzt dagewesene in den schatten stellen... |
Keine Bange. zum Schluss hab ichs auch kapiert... |
Offtopic: Enttäuschendes Kinojahr 06?? Da muss ich mich wohl in einem Paralleluniversum befinden, denn bei mir war 06 eines der ergiebigsten überhaupt. Blockbuster mal ausgenommen, aber wenn nur diese als Massstab herhalten, sollte man von 07 auch nicht zuviel erwarten. [Editiert von goodspeed am 2007-01-09 21:50:06] |
The Prestige: Guter Film welcher ein Thema behandelt das bis anhin noch nicht allzu viel in kinos zu sehen war... die erste hälfte des films könnte ein bisschen spannender sein wenn sie nicht so viele längen hätte. den zweiten teil fand ich super! |
Gestern geschaut und ich war überrascht! Zuerst habe ich die Kritik gelesen, die einen nicht so tollen Film versprach. Aber trotzdem ein Sehr Gut für diesen speziellen Fantasy-Thriller |
die welt der magier und zauberer bietet viel spielraum für eine derartige vertrickste geschichte. eine geheimnisvolle atmosphäre zieht sich durch den ganzen film, und fesselt. ort, zeit, schauspieler - alles sitzt und fasziniert. doch gegen ende bin ich vom ewigen zwist der rivalen müde geworden und die vielen twists haben mich mehr genervt als verblüfft. für meinen geschmack wär hier etwas weniger hokuspokus angebracht gewesen. die schauspieler machen allesamt einen tollen job. köstlich fand ich die darbietung von david bowie. |
Ich war (und bin es immer noch) hellauf begeistert von diesem Film. Die ganze Machart, die Story, die Schauspieler und das clevere Script. Hier stimmt einfach alles! Wieder einmal ein brillianter Film von Nolan, der mir persönlich sogar besser gefallen hat als der von den Kritikern so hochgelobte "The Departed". Nicht dass diese 2 Filme jetzt vergleichbar wären, es sind nur die beiden letzten Filme, die ich im Kino gesehen habe. Um es kurz zu machen: ich hatte eine extrem hoche Erwartungshaltung an The Prestige, und diese wurde vollends erfüllt. Und obwohl der Film sehr stark von seinen Twists und Turns lebt, kann ich es gar nicht erwarten, mir den Film auf DVD nochmal anzusehen. Jedem Fan von intelligenter Kinokost sei diese Perle deshalb wärmstens ans Herz gelegt. Gruss Mave [Editiert von Mave am 2007-01-22 15:24:56] |
Der Film hat mir insgesamt sehr gut gefallen, Mein erster Film im 2007. Kann nur hoffen das Kinojahr geht weiter so. |
ein überaus faszinierender film mit 1a cast! wenn das buch sogar noch besser ist, dann werd ich mir das teil wohl mal zulegen müssen! |
Ich hab den Film gerade auf DVD gesehen. Scheine etwas zu viel erwartet zu haben...Er ist definitiv der Schwächste von Nolans Filmen. Ich muss Juz Recht geben. Es wird viel zu schnell klar, was eigentlich abgeht. Wie hat Grossmeister Sherlock Holmes gesagt: Wenn alle unrichtigen Möglichkeiten widerlegt sind, muss diejenige Erklärung, die übrig bleibt, richtig sein - egal, wie unwahrscheinlich sie klingt. Und genauso wie bei K-Pax wird auch der Zuschauer bei The Prestige fündig, wenn er sich der normalen Physik des Möglichen entledigt: Spoiler zum Lesen Text markieren
Was hätte gemacht werden müssen um den Film grossartig zu machen? Spoiler zum Lesen Text markieren
Die Kostüme sind sehr schön und die Johansson ist ja wiedermal abartig hübsch im Film... Aber ich bin doch enttäuscht. A missed opportunity. Dang! [Editiert von Markus am 2007-09-09 20:07:44] |
ok, ich wusste das die Story in The Prestige von zwei Zauberern handelt die sich nicht besonders mögen und ich wusste auch das der grösste Erfinder aller Zeiten darin vorkommt. eigentlich ist der Film sehr gut.die Schauspieler sind klasse,die Kostüme und das ganze drum herum haben mir sehr gut gefallen. ....wie hier Nikola Tesla dargestellt wird empfinde ich schon fast als Beleidung an seiner Person. heieiei,rege ich mich gerade auf... kommt Tesla im Buch auch vor ? |
also ich fand den film klasse |
Interessanter Film. Spoiler zum Lesen Text markieren
Ist zwar ein Detaill, hat mich aber irgendwie gestört. |
Zitat Arminius (2007-09-09 19:56:44)
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Ah ja, sry. Wenn ich nicht mal mehr die Namen der Charaktere weiss, sollte ich wohl schon den richtigen Schauspielernamen benutzen |
muss sagen, war generell positiv beeindruckt: stimmig inszeniert, hervorragend gespielt und gekonnt an der nase herumgeführt. allerdings gebe ich markus vollkommen recht: Zitat Markus (2007-03-04 00:07:13)
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Mir gefiel der Film sehr gut! |
Sehr schön anzuschauen, schöne Ausstattung, gute Schauspieler ausser Scarlett Joahnnsen die wieder einmal ihr Talent vergeudet. Gute Story, bis auf den Schluss, der doch ein bisschen zu weit hergeholt ist mit den Twins und die andere Auflsung passt überhaupt nicht ins Schema des Filmes, dass alles nur ein Trick ist bzw. eine logische Erklärung hat. |
Hugh Jackman Von der Story habe ich eigentlich mehr erwartet. Ich dachte, ich würde aus dem Staunen nicht mehr rauskommen. Das Staunen hat aber erst kurz vor Ende des Films eingesetzt, als dann wirklich alle Geheimnisse und Tricks gelüftet werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass aus einer guten Grundidee wenig gemacht wurde. Hugh Jackman beweist seine Entertainer-Qualitäten, die interessierte Cineasten unter anderem schon bei der Eröffnungsnummer zu den Oscars 2009 bewundern durften. Einmal anschauen ist okay, aber wenn man es nicht tut, verpasst man auch nichts. |

