Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag The Hills have Eyes
The Hills have Eyes oder: Ferien mit Sonderprogramm The Hills have Eyes ist eines der vielen Remakes, die in letzter Zeit entstanden sind und wie üblich als besonders hart, brutal und blutig angekündigt wurde. Nachdem er in der Schweiz nie ins Kino kam und nur an speziellen Gelegenheiten gezeigt wurde, ist der Mutantenschocker jetzt ungeschnitten und noch etwas blutiger auf DVD zu haben. Trotz der zusätzlichen Minuten, die noch einiges aus dem Streifen herausholen, kann er immer nicht wirklich begeistern. The Hills have Eyes separiert sich schon von Anfang an von den handelsüblichen Teenieslashern. Er kommt sehr erwachsen, mit wenig Humor und einem recht guten Cast daher und bietet in der Umsetzung und Kameraführung sehr gute Qualität. Dennoch versagt er darin, irgendetwas Neues zu bieten. Regisseur Alexandre Aja hat das Handbuch für angehende Horrorregisseure anscheinend sehr gut gelesen, denn schon von Anfang an kann man das 0815-Schnittmuster erkennen, das sich über die einsame Tankstelle, über die vermeintliche Abkürzung bis zum unerwarteten Unfall erstreckt. Wer sich etwas auskennt, wird sofort Wrong Turn und the Texas Chainsaw Massacre erkennen. Der Film selber ist über lange Strecken von träger Langeweile geprägt, die nur ab und zu von taktischen Herzinfarkt-Momenten unterbrochen wird. Von da an setzt das "zehn kleine Jägermeister"-Prinzip ein. Wenn dann noch der klassische Loser, der nicht einmal eine Waffe anfassen kann, zum schiesswütigen Helden wird, ist das Klischee perfekt. Dennoch überzeugt er auch mit sehr gutem Make-Up, was den Film mit den sehr detaillierten Gore-Effekten zu einem brutalen und realistischen Horrortrip macht. Fazit: The Hills have Eyes gehört zu den Horrorstreifen, die zwar ein gutes Szenario haben, aber dieses nur bedingt ausschöpfen. Dank einigen sehr intensiver Attacken, sehr visuellen Gore-Effekten und etwas schwarzem Humor kann man aber sagen, dass The Hills have Eyes doch noch einen Blick wert ist. Für Genrefans bietet die Handlung aber nur sehr wenig Neues. Die DVD bietet neben dem Film, der mit einer sehr scharfen Bildqualität, aber etwas magerem Sound geboten wird, nur eine umfassende Behind the Scenes Dokumentation. Die Dokumentation von 50 Minuten Länge ist sehr informativ und bietet einen guten Einblick in die Dreharbeiten und wie die verschiedenen Schlüsselszenen gemacht worden sind. Der übliche Audiokommentar und ein Musikvideo runden das Bonusmaterial ab. Zu den negativen Punkten gehören zum einen die völlig lieblos gestalteten Menus und die am Anfang aufgezwungenen Trailer. |


