Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Paris, je t'aime
Paris, je t'aime oder: Seine oder nicht Seine Es sagt sich so leicht: Ist bei einer Kurzfilmsammlung mal ein Hänger drin, kommt bald der nächste, und alles ist wieder in Butter. Wenn einem nun aber Jim Jarmusch überhaupt nicht zusagte, half die Devise "Hoffnung auf besseres" wenig bei Coffee and Cigarettes, dem letzten Episondenfilm in den Schweizer Kinos. Bei Paris, je t'aime steigen die Chancen auf Abwechslung. Gleich zwanzig Regisseure heuerten an, um Liebeserklärungen an die Quartiere der französischen Hauptstadt und deren Bewohner auf Zelluloid zu bannen. In alphabetischer Reihenfolge, aus Platzgründen nur mit Nachnamen erwähnt waren dies: Assayas, Chadha, Chomet, Coen, Coen, Coixet, Craven, Cuarón, Depardieu, Doyle, La Gravenese, Natali, Payne, Podalydès, Salles, Schmitz, Suwa, Thomas, Tykwer, Van Sant. Manche davon lassen ihre Handschrift erkennen. Bei Suma (Geschwurbel), Chadha (Multikulti-Girlie), Doyle (Asiaten) und Van Sant (Schwule) könnte man auch von der immergleichen Masche reden. Es gibt aber auch die Ausnahmen von der Regel. So ist der Vampirbeitrag nicht von Wes Craven, der sich lieber mit Oscar Wilde beschäftigte. Solche Twists, die mit den Erwartungen spielen, sind auch in vielen der achtzehn Stories präsent. Oft ist am Ende vieles anders, als es zu Beginn scheint. Gefühlsmässig werden sowieso alle Register gezogen. Ein rundum zufrieden stellender Trip, der Pariskennern, welche Strasseneckenraten spielen können, und Parishassern genauso gefallen wird. Denn nicht alle Regisseure sind Franzosen und die amerikanischen Beiträge der Coens und von Alexander Payne gehören zu den Witzigsten. Der Song zum Abspann heisst übrigens "La Même Histoire" und ist von Leslie Feist. Eine Nordamerikanerin in Paris auch sie. |
Der Film ist eine gelungene Liebeserklärung an die Stadt Paris. Nicht alle der 18 Kurzfilme (habe ich richtig gezählt?) haben mich überzeugt. Einige haben mich aber zum Nachsinnen angeregt, denn meist war der Film zu Ende, aber die Geschichte noch nicht. Es finden sich feinfühlige, liebliche Geschichten, völker- und kulturverständige, aber durchaus auch "harte". Da jede Geschichte in einem anderen Quartier spielt, bildet der gesamte Film auch eine Art cineastische Stadtrundfahrt. Es finden sich einige Plätze, die ich bei meinem nächsten Aufenthalt in Paris endlich einmal sehen möchte. Auch Erinnerungen kamen auf. So habe ich vor rund 25 Jahren in der Cafeteria der Moschee im fünften Arrondissement zusammen mit einigen Klassenkameraden arabischen Tee getrunken. Es war die Moschee, deren Eingang in einem der ersten Kurzfilme zu sehen war ... [Editiert von Granunaile am 2006-10-11 15:38:06] |
Eine tolle Mischung von witzigen, nachdenklichen und tragischen Beiträgen. Auch wenn längst nicht jede Kurzgeschichte wirklich toll ist, reicht es total für einen genüsslichen Kinoabend. |
Den Film muss ich unter zwei Aspekten bewerten. Zuerst die Geschichten für sich: Geschichte 1: Durchschnittlich gibt das etwa 4,5 Sterne. Nun muss ich aber noch den Gesamteindruck miteinbeziehen, der war sehr gut, deswegen gibts eine weder auf- noch abgerundete 5. [Editiert von El Chupanebrey am 2007-11-07 16:43:15] |
Zitat El Chupanebrey (2007-11-07 16:42:51)
ICH BIN BLIND |
Zitat Markus (2007-11-07 16:54:54)
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