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Beitrag The Fountain

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The Fountain oder: Auf ewig Dein...


"What if you could live forever?", fragt uns die Tagline. Was, wenn wir ewig leben könnten? Unsterblichkeit, ein Traum so alt wie die Menschheit, kombiniert mit dem romantischen Kampf um immerwährende Liebe, darum gehts in diesem neuen Film von Darren Aronofsky, für welchen er sich sechs Jahre Zeit genommen hat - so viel Zeit ist seit seinem letzten Film Requiem for a Dream schon verstrichen. Als Vorwarnung: Bei The Fountain handelt es sich um einen Vertreter derjenigen Sorte von Filmen, in welchen der Zuschauer der Story immer mindestens einen Schritt hinterherhinkt. Der schnelle Wechsel zwischen den Zeitebenen, welche im Laufe des Films miteinander verknüpft werden, erfordert einiges an Konzentration und die Bereitschaft, komplexe gedankliche Purzelbäume zu schlagen. Nicht alle mögen das. Dem Film kann durchaus der Vorwurf gemacht werden, dass die Geschichte zu kompliziert und in den Details nicht immer stimmig ist und auch beim Abspann noch längst nicht alle offenen Fragen geklärt sind. Möglicherweise ist dies einer der Gründe, warum Aronowskys Werk am Filmfestival in Venedig 2006 von Publikum und Kritik höchst lau aufgenommen wurde.

Und trotzdem: Es ist ein hervorragender, atemberaubender Film. Wieso? Weil er eine universale Geschichte erzählt, philosophische Fragen aufwirft und diese gekonnt in drei sich überschneidenden, verschachtelten zeitlichen Ebenen inszeniert. Weil die Liebesbeziehung von Tom und Isabel das "gewisse Etwas" besitzt, das im Innern berührt und den tief im Menschen vorhandenen Wunsch nach ewig währender Liebe aufleben lässt. Weil er mit dem Zuschauer spielt und Rätsel offenbart, deren Lösung nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Weil er unvorhersehbar ist. Und vor allem auch, weil er mit seiner virtuosen Mischung aus grossartiger Bildsprache, bewegender Musik, guten Schauspielerleistungen und rasanten Schnitten die Ausdrucksmöglichkeiten, welche das Medium Kino bietet, in optimaler Weise ausnutzt. Parallelen zu einem Meilenstein des Genres, The Matrix, sind durchaus auszumachen: Eine universale Story, welche sich mit grundsätzlichen Fragen zum Menschsein befasst, eingebettet in ein modernes Science-Fiction-Gewand - Neo lässt grüssen. Trotzdem kann der vorliegende Film durch Aronofskys aus seinen früheren Filmen bekannten Handschrift jederzeit seine Eigenständigkeit bewahren.

Zu guter Letzt: während in letzter Zeit Überlänge vermehrt zum guten Ton vieler Hollywoodproduktionen gerade in diesem Genre geworden ist, weist The Fountain eine wohltuend übersichtliche Spieldauer auf. Nach 96 spannenden Minuten ist alles vorüber und man verlässt den Kinosaal trotzdem mit dem angenehmen Gefühl, eine Menge fürs Geld bekommen zu haben.

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ebe's Wertung: 5.5 Sterne

das klingt ja doch ganz ordentlich! hatte nach den ersten reaktionen (buh-rufe usw.) aus venedig schon die befürchtung, dass dieser film seinen beiden vorgängern nicht gerecht werden würde, aber dieses review lässt wieder hoffnung aufblitzen! ;)

ps: wann folgt endlich das review zu "inland empire"? :p:d

machine's Wertung: 6.0 Sterne

So vom Lesen erinnert die Geschichte irgenwie an Solaris - Liebe, Unsterblichkeit, Erinnerungen. Freu mi au! :)

ronin's Wertung: 4.0 Sterne

Was die Vorgängerfilme Aronofskys betrifft, muss ich gestehen, dass ich nur Pi, nicht aber Requiem For A Dream gesehen habe, weshalb ich den Nachfolgefilm nur mit ersterem vergleichen kann.
Im Vergleich zu Pi ist The Fountain viel aufwändiger gemacht (kein Wunder, bei den völlig unterschiedlichen Budgets), etwas weniger intellektuell und deshalb dem grossen Publikum sicher zugänglicher. Auch bezüglich Themensetzung: Liebe zieht halt einfach mehr als Mathematik... :d Mich faszinierten beide Filme, die bezüglich Budget und Thema völlig unterschiedlich sind, trotzdem aber die selbe Handschrift tragen, was die komplexe Erzählweise betrifft.

Von den negativen Reaktionen in Venedig war ich etwas überrascht. Ich kann aber verstehen, dass der Film polarisiert. Bin gespannt auf die Reaktionen der Outnow-User...

Bez. Inland Empire ist noch ein wenig Geduld nötig. Wir brauchen noch etwas Zeit, um den Film voll und ganz zu verstehen... ;)

ebe's Wertung: 6.0 Sterne

Zitat sebe (2006-09-10 12:54:15)

Bez. Inland Empire ist noch ein wenig Geduld nötig. Wir brauchen noch etwas Zeit, um den Film voll und ganz zu verstehen... ;)

hehe, wenn ihr das review erst dann erstellt, wenn ihr den film voll und ganz verstanden habt, wird das wohl noch ein weilchen dauern, sofern man den film denn überhaupt in vollem umfang verstehen kann/soll (zumindest nach einaligem genuss)! was man so liesst, wird lynchs neuer in einem review mit einem klingelnden telefon verglichen, das beinahe 3 stunde klingelt, ohne dass einem die möglichkeit gegeben wird den hörer abzunehmen oder zu erahnen aus welcher richtung das klingeln ertönt! :d

ps: musst dir unbedingt "requiem" ansehen, gefiel mir noch um einiges besser als "pi"!

machine's Wertung: 6.0 Sterne

habe den Trailer von the fountain schon vor einigen Wochen oder gar Monaten gesehen. Sah schon spitze aus, bin gespannt wie er schlussendlich auf mich wirkt.

Shihan's Wertung: Noch nicht bewertet

Freue mich schon seit dem Release des ersten Teasers auf diesen Film. Der Trailer sieht genial aus und verspricht ein Film nach meinem Geschmack zu werden.

Weiss jemand ob im französisch sprechenden Teil der Schweiz der Film auch erst am 18.1.07 anläuft oder ob er beireits früher zu sehen ist? (z.B. 27.12.06, wie in Frankreich)

Zombiepolizist's Wertung: 5.0 Sterne

Yep. Der Film startet in der Romandie gleichzeitig mit Frankreich am 27.12.2006.

rm's Wertung: 4.0 Sterne

Er läuft diese Woche (Do/Fr) übrigens am Zurich Film Festival:

zurichfilmfestival

ebe's Wertung: 6.0 Sterne

Äääähm... habe ich das irgendwie verpasst als dieser Film in der Deutsch-Schwiz lief? Oder kommt der noch? Bin gerade etwas verwirrt v

Eibi's Wertung: Noch nicht bewertet

Hat noch keinen offiziellen CH-Filmstart. Lief aber zB. am Zürcher Filmfestival.

muri's Wertung: Noch nicht bewertet

Ob The Fountain in der Deutschschweiz gar nicht mehr laufen wird? Aronofsky neuester Streifen dürfte jedenfalls sehr schwer zu verkaufen sein, denn die bisherigen Einspielergebnisse lassen nichts gutes erahnen. Es wäre schade, wenn die Schweizer Verleiher deshalb kapitulieren.
Allerdings muss ich gestehen, dass mir The Fountain (gesehen am Zurich Film Festival) nicht sonderlich zusagte. Mir kam das alles ein bisschen vor wie Philosophie für Dummies und Schwachstromfantasy gemischt mit Esoterik für den Hausgebrauch. Den unausweichlichen Vergleich mit 2001: A Space Odyssey verliert The Fountain IMO klar.

stein-3's Wertung: 3.0 Sterne

Den Streifen gerade gesehen. Wow! Echt stark.

Wunderschöne Bilder und die Musik, diese Musik einfach herrlich. Aber irgendwie hab ich den Film nicht verstanden b). Oder ich suche zu weit.

[Editiert von Markus am 2007-07-23 16:18:03]

Markus' Wertung: 4.0 Sterne

heute stand der film "the fountain" auf dem plan, ein film... den man aufgrund des auslösenden tränendrüsensyndroms eher nicht im kino konsumieren sollte. eigentlich mag ich keine obligatorischen hollywood liebesschnulzen und the fountain gehört trotz dem thema liebe nicht dazu.

es ist ein ruhiger, subtiler und dennoch so berührender film, dass ein zusehen nur mit einer riesenpackung taschentücher möglich ist. hugh jackman und rachel weisz brillieren in der darstellung des liebespaares, des ehepaares, dessen liebe zeit und raum überwindet.

man muss sich wohl auf diese art von film einlassen wollen, dann kann er dich tief im herzen berühren.

es ist wohl wirklich so, dass the fountain einer der schönsten liebesbekundungen zweier menschen ist und dennoch mit einer ebenso tiefgründigen metapher .... der tod ist der weg zur ehrfurcht und zur neuen schöpfung :).

in diesem sinne.... ein film zu empfehlen!

Tolka's Wertung: Noch nicht bewertet

hab grade den film geschaut und bin echt überrascht! hätte einiges erwatet, aber nicht so was schönes!
klar ist der film nicht für jedermann. denn er spielt doch sehr verschachtelt auf verschiedenen ebenen, und man muss schon dabei sein wenn man den film verstehen will.
aber wenn man sich darauf einlässt, einen ruhigen, philosophischen und viele fragen aufwerfenden film zu schauen, dann ist er nur wärmstens empfehlenswert!
doch weil er so speziell ist, ist er bei uns wohl leider nicht im kino gewesen. schade, denn die bilder wären auf grossleinwand absolut umwerfend (sind sie auch so schon:))

Stoney Blues' Wertung: 5.0 Sterne

Gerade am Soundtrack hören...Clint Mansell is da man!

Markus' Wertung: 4.0 Sterne

Ein Film mit so viel Kreativität, Farben, Spiel, Ideen, Kraft, einer wie es selten gibt in der Filmindustrie.
Hugh Jackman hat doch noch etwas drauf als nur Meg Ryans Spielpartner zu sein und ein bisschen die Krallen zu wetzen. Hugh Jackman spielt den verzweifelten Ehemann sehr gut, nicht zu übertrieben und wenn, dann nur wenns passt.
Auch den einsamen Glatzbuddahmann in der Blase spielt er gut. Sowie der getreue Diener der Königin, doch nur dort wird es mit der Unterwürfigkeit manchmal zu viel des guten, zu viel des Schmach. Aber dies liegt wohl eher im Drehbuch als an Hugh Jackman.
Rachel Weisz hat leider nicht so viel zu spielen. Doch sie macht ihre Sache gut, so wie es für eine Oscar Gewinnerin zu erwarten ist. Sie spielt die Frau, die Angst hat vor dem Tod sehr gut, keine Aufdringlichkeit, ganz sanft in ihrer Seele. Aber dan spielt sie auch die angstlose Frau sehr gut, die ihren frieden endlich gefunden hat mit dem Tod.
Der Rest spielt solide.
Die Geschichte ist am anfangs wirr und man kommt nicht nach, aber am Schluss legt sich alle swieder und der Film lässt es dem Zuschauer offen zu interpretieren und das wiederum ist auch wieder sehr gut am Film.
Der Film behandelt die Themen: Leben, Tod, Wiedergeburt, Liebe, den Umgang mit Verlust, Ewigkeit...Sehr vielfältig und trotzdem ist der Film ein Ganzes. Ausserdem sind auch Themen, die bei einigen Leuten heikel rüberkommen können.
Der Film will keine Antworten dem Zuschauer ins Hirn reindrücken, der Zuschauer kann sich selber darüber Gedanken machen, doch leider fordert der Film den Zuschauer nicht wirklich auf über diese Dinge nachzudenken.
Die Lösungen im Film sind bloss Möglichkeiten.
Die musik ist auch so etwas am Film, dass einfach fabelhaft ist. Der Soundtrack ist genauso magisch wie die Bilder im Film und beides zusammen entführen den Zuschauer in eien andere Welt.
Die bilder mit ihrer bildersprache sind fantastisch!
Die Liebesgeschichte ist auch nicht zu überkitschig wie sie es hätte sein können bei einer solchen Geschichte und dies ist äusserst positiv!
Es gibt nur eine Stelle im Filmd ie dumm ist und zwar, als Hugh am operieren ist und der andere Arzt kommt und ihm etwas ablenkendes sagt. Das macht man doch einfach nicht mitten während einer wichtigen Operation.
Die Filmindustrie sollte mehr solcher Filme herausbringen, die von Iddenvielfalt und Themenvielfalt nur so strotzen und voller Kreativtät sind! Sehr unkonventionell!


[Editiert von fearing is believing am 2008-04-19 11:53:50]

fearing is believing's Wertung: 6.0 Sterne

Was kann man da sagen ausser wunderschön, berührend und einfach mal was anderes als der alltags Hollywoodbrei. Nur hab ich den Film nicht ganz verstanden (bin ja nicht der einzige). Ich könnte daraus schlussfolgern, dass:

Spoiler zum Lesen Text markieren

man das ewige Leben nicht hier haben kann, sondern dass man erst im Tod ewig lebt.

HomerSimpson's Wertung: 5.0 Sterne

also könnte mir mal jemand erklären, warum DIESER film Buh-rufe einstecken musste? also meiner meinung nach ist dieser film ein kunstwerk!

eowyn44's Wertung: 6.0 Sterne


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