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Beitrag Running Scared

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Running Scared oder: Run, Bro, Run


Regisseur Wayne Kramer ist als Autor bekannt für Drehbücher wie Mindhunters oder The Cooler, für diesen er auch auf dem Regiestuhl sass. Die Geschichte von Running Scared hat dann positiverweise an Intensität und Geschwindigkeit einiges mehr zu bieten, als die beiden erwähnten Filme, die ebenfalls klasse sind.

Mit Sunnyboy Paul Walker (grad mit Eight Below in den DVD-Charts) hat er ausserdem einen Hauptdarsteller engagiert, dem man auf den ersten Blick die Rolle des überforderten Kleingangsters nicht abnehmen mag, der aber im Lauf des Filmes zur absoluten Hochform aufläuft. Jawohl, alle, denen der "Bro" Paul Walker bisher in Badeshorts Into the Blue oder als Zeitreisender in Timeline nicht "gut" genug war, dürften hier eine grosse Überraschung erleben.

Wie erwähnt, legt der Film ein unglaubliches Tempo vor. Die Startsequenz mit der Schiesserei gibt einen kleinen Vorgeschmack auf den schnellen Stil, die Kameraperspektiven und die Machart von Running Scared. Da quasselt man nicht lang, sondern flucht, schiesst und rennt. Und wenn mal gequatscht wird, dann passiert das in einem Meer von "Fucks" (es sollen 328 solcher Ausdrücke gezählt worden sein) und sonstigen Fluchereien.

Ein Albtraum ist die Story für die Beteiligten Charaktere, eine Freude allerdings für den Zuschauer, den Schauspielern über die Schulter zu schauen. Erwähnt wurde bereits die wohl beste Leistung in der Karriere von Paul Walker. Daneben performt der junge Cameron Bright (Thank you for Smoking, X-Men 3, Birth) beängstigend real und sensationell super. Und auch die Tatsache, dass Chaz Palminteri endlich mal wieder auf dem TV-Schirm zu sehen ist und eine gewohnt coole Darbietung abliefert, macht viel Freude.

Fazit: Running Scared ist ein Klasse-Thriller über eine verloren gegangene Pistole und die Tortur, diese wieder zu beschaffen. Dazu gibts viel Geknalle, Gefluche und ein Finale, das definitiv aufräumt. Ein hervorragender Film, der es leider nicht in die Schweizer Kinos geschafft hat und nun auf DVD allen "harten" Jungs zu empfehlen ist.

Ausser dem Filmtrailer und solchen, die ein paar weitere DVDs vorstellen, gibt es leider auf der DVD nichts zu finden. Die Sprachversionen kommen in solidem DD 5.1 daher und es knallt mächtig um die Ohren. Da der Film zeitweise ruckelartig und unscharf gefilmt ist, kann nur gehofft werden, dass diese Techniken so gewollt waren...

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muri's Wertung: 5 Sterne

Running Scared hat mich nicht besonders begeistert.

In meinen Augen versucht der Film sich durch schnelle Schnitte und ungewöhnliche Kamerafahrten von der Masse anderer Brutalowerke abzusetzen. Das Ganze soll dann irgendwie cool und überdreht sein, so wie bei Tarantino oder Rodriguez. Ich fand es an vielen Stellen einfach aufgesetzt und unnötig.

Z. B. kann der Protagonist, nachdem eine Kugel vom Nachbarhaus abgefeuert wurde und beinahe die traute Stimmung am Küchentisch in einem Blutbad geendet wäre, den genauen Hergang der Ereignisse nachvollziehen, als er sich ins Haus gegenüber begeben hat. Zumindest suggeriert einem das die tolle Kamerafahrt. Komplett unrealistisch und eigentlich auch unnötig.

Dann kommt noch dazu, dass die Geschichte so bemüht kreativ wirkt, dass man beinahe schon genervt ist. Immer wieder eine neue Wendung, die der Zuschauer natürlich nicht vorhergesehen hat. Ja, logisch bei einer komplett unlogischen Geschichte. Höhepunkt ist der Pädophilen-Nebenplott, der so gar nicht in den Handlungsstrang passen will.

Und was soll letztendlich die Aussage des Films sein:
Muss man böse werden, um das Böse zu bekämpfen?
Wenn man richtig böse wird, kann man auf ein Happy End hoffen?
Die Welt ist schlecht, aber so richtig?

Ich mag Tarantino, bin ein Fan von Sin City, aber da sind die Gewaltakte entweder so comichaft überzeichnet, dass man sie nicht ernst nehmen kann, oder es sind Eruptionen, die im Handlungsverlauf durchaus ihre Berechtigung finden.
In Running Scared fragt man sich die ganze Zeit was das eigentlich soll.

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Warum z. B. erzählt Joey dem Jungen Oleg wie er Rache an seinem Vater nahm? Was will mir der Film sagen, wenn es heisst:
Am Morgen seines 14ten Geburtstags ist er mit'm Baseballschläger in das Zimmer seines Vaters gegangen und hat ihn windelweich geprügelt, diesen Drecksack. Danach konnte der alte Mann nicht mal mehr 'nen Löffel halten ohne zu zittern. Sein Gedächtnis ist auch nicht mehr das beste. Es ist ausgeschaltet. Und das ist auch gut so!

Erstaunlich, dass dieser Film in Deutschland eine FSK 16 Freigabe erhalten hat. Vielleicht hat die FSK den tieferen Sinn hinter der Gewalt gesehen. Ich sehe darin nur den reinen Selbstzweck.

Was die schauspielerische Leistung Walkers angeht:
Er macht seine Sache ganz gut. Jedenfalls hat er hier mehr Möglichkeit zum Schauspielern erhalten, als in anderen Filmen. Obwohl er in Running Scared eigentlich die ganze Zeit nur ausrastet.

Seltsamerweise hat der Film, bei all der Kritik, dennoch unterhalten. Zumindest wenn man sein Gehirn vor dem Anschauen ausschaltet. Vielleicht hat Wayne Kramer das beim Dreh ja auch getan oder er wurde von einem vierzehnjährigen Jungen mit einem Baseballschläger bearbeitet...

[Editiert von Ejup Bayrami am 2006-09-10 20:24:59]

Ejup Bayrami's Wertung: 2.0 Sterne

Kann dem Review nur zustimmen. Runnig Scared bietet extrem coole und stilsichere Unterhaltung auf höchstem Niveau. Ein toller Film zum wiederanschauen! Das Steelbook ist mit CHF 22.90 (im MM) auch zu einem sehr fairen Preis erhältlich.

Zombiepolizist's Wertung: 5.0 Sterne

Die Machart des Films ist super. Die Story ist aber schon sehr schwammig. Der Teil mit dem Kinderporno ist dann zuviel des "Guten".

Paul Walker spielt gut, doch ich nahm ihm die Vaterrolle keine Sekunde ab. Dafür stimmt die Harmonie nicht.

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Wieso hat man diese letzten 2 Minuten in den Film gepackt :( Schade!!'

sj's Wertung: 4.0 Sterne

Guter Film mit wem.....genau Paul Walker :o

Paul Walker ist ja in der Regel ein Name, der mich von einem DVD-Kauf abhält. Running Scared macht da ne Ausnahme. Der Film fesselt auf grund seiner Optik, der Gewalt und nicht zuletzt wegen der derben Geschichte. Das ein Junge nur Aufgrund von einer gefunden Waffe auf solch einen Höllentrip geschickt wird, find ich eine ganz interessante Geschichte.

Optisch ist der Film brilliant umgesetzt, wie Fincher einfach mit weniger Budget. Direkte Gewalt, sehr provozierende Bilder die ihren Höhepunkt mit dem pädophilen Ehepaar findet. Natürlich sind sehr viele Bildern nur dazu da, die Geschichte auszuschmücken, teils gar in die Länge zu ziehen.

Der Film hat im Prinzip keine Aussage, mal abgesehen davon das man vieleicht keine Waffen im Keller verstecken soll. Da hats noch ein paar Sidekicks auf das Thema "Häusliche Gewalt" und das wars dan aber auch schon. Aber es muss doch nicht alles einen Sinn haben!

Der Schluss fand ich ganz clever, sagen wir mal für Leute die sich aussuchen wollen, obs mit einem Happy-End oder mit einen tragischen Schluss endet.

Chemic's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Chemic (2006-09-11 18:53:51)

Der Film hat im Prinzip keine Aussage, mal abgesehen davon das man vieleicht keine Waffen im Keller verstecken soll. Da hats noch ein paar Sidekicks auf das Thema "Häusliche Gewalt" und das wars dan aber auch schon. Aber es muss doch nicht alles einen Sinn haben!

Hat der Film wirklich keine Aussage?
Ich habe oben die Frage nach dem Sinn des Ganzen nicht gestellt, weil ich keinen Sinn gefunden habe, sondern weil der Film einen sehr zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat. Zumal aufgrund dieses beknackten Happy-Ends.

Ich gucke mir da irgendwie lieber Rambo 2 und 3 an und weiss dann woran ich bin. ;)

[Editiert von Ejup Bayrami am 2006-09-12 22:24:26]

Ejup Bayrami's Wertung: 2.0 Sterne

Ich weiss nicht so recht, was ich von Running Scared halten soll.
Auf der Plus-Seite sind sicher die Darsteller und das Tempo.
Auf der Minus-Seite sind aber Argumente wie Story und sinnlose Gewalt.

Die Story ist, im Ganzen gesehen, sehr sehr dünn. Ein Typ jagt einer Pistole hinterher, fertig.

Man versucht, dann mit vielen Nebenhandlungen so etwas wie die Story auszustopfen und die Spannung nach oben zu treiben, was aber eher selten gelingt.

Die Kinderpornographieszene war dann auch nur ein kleines unnötiges Teil Gesellschaftskritik ohne wirklichen Sinn für die Story. Geschockt hat mich die Szene aber trotzdem.

Das Ende war für mich dann auch noch sehr gekünstelt.

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Ach, jetzt ist er plötzlich ein Undercover-Agent?!

Die Action ist aber erste Sahne und von ungeheurer Brutalität.
Wenn wir gerade bei der Brutalität sind:die Alterfreigabe ist wohl ein Witz seitens der FSK. Dem Film hätte ich ohne zu zögern eine FSK 18 gegeben.

Was am Schluss bleibt ist ein kleines dreckiges Filmchen, dass einmal gesehen, gleich wieder vergessen wird. Ein typisches Samstagsabend-Filmchen für die harten Jungs.

[Editiert von Dwight (Sin City) am 2006-10-07 18:21:17]

crs' Wertung: 3.0 Sterne

Reissender Streifen, mit kaputten Mitspielern und Spannung ohne Ende. Obwohl mich Paul Walker überhaupt nicht überzeugt hatte und sein Over-Acting mit der Zeit arg aufn Keks ging, wurde dies von den anderen Schauspielern ohne Probleme kompensiert. Obwohl einige Handlungswendungen schwer nachvollziehbar sind , ist Running Scared für Thrillerliebhaber zu empfehlen.

db's Wertung: 5.0 Sterne

Also mich hat der Film ein bisschen an Training Day erinnert. Auch so ein Gangster-Mafia-ich-puste-dir-das-Hirn-weg Film mit einem sehr starken Paul Walker. Was alle an diesem Schauspieler zu nörgeln haben versteh ich nicht. Ok, bisher waren seine Filme nicht gerade sehr herausfordernd, aber passten eigentlich immer zu ihm.

Auch ich musste aber zwischendurch sagen, dass die eine oder andere Szene vielleicht doch etwas übertrieben ist. Sonst bietet aber dieser Film viel Spannung und Action von Anfang bis Schluss.

Eine Frage hätte ich da aber noch:

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Als sich Oleg im Badezimmer versteckt, ist im Hintergrund immer wieder eine komische Gestalt (hinter der weissen Wand) zu sehen. Was hat es mit dieser Gestalt auf sich? Oder sind an den Händen bereits die komischen Werkzeuge angemacht welche die Gestalt wie Freddy Krueger aussehen lässt? Weil später sind die Erwachsenen wieder in ihren Nachtanzügen zu sehen... Löst bei mir ein bisschen Verwirrung auf

Fazit: Ein guter Thriller der schnell die maximale Geschwindigkeit erreicht und diese bis zum Schluss auch halten kann. Die letzten 15 Minuten bringen dann sogar unerwartete Höhepunkte welche dem Film einen guten Schlusspunkt setzen.

daw's Wertung: 4.0 Sterne

Running Scared hat mich vollends überzeugt. Packende Action, einen spannende Story mit einem netten Twist am Schluss, eine coole Kameraführung, sowie eine düstere Atmosphäre machen den Film zu einem durchaus sehenswerten Thriller. Zugegeben, ein paar Elemente sind unpassend bzw. nicht authentisch und auch über den Schluss kann man sich streiten, doch trotzdem schränkt dies den Filmspass nicht im geringsten ein.

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Die Kinderpornoszene stand natürlich quer in der Story, doch ich fand sie irgendwie so abartig, so aufschreckend, dass diese ihren Platz im Film verdient hat. Dass Joey aber doch nicht stirbt am Schluss ist mehr als weit hergeholt. Ganz im Sinne von Deus ex machina.

marc_blond's Wertung: 5.0 Sterne


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