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Beitrag Underworld: Evolution

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Underworld: Evolution oder: Halsmampfer vs. Kopfabbeisser


Nachdem Underworld einen ansehnlichen Erfolg einfahren konnte, wollten die Verantwortlichen mehr von Selene, ihrem Leben und ihren, im ersten Teil noch nicht so bekannten, Gegnern zeigen. Über 50 Millionen Dollar spielte der erste Teil ein und man hätte meinen dürfen, dass auch die Schweizer Kinolandschaft sich auf eine Fortsetzung stürzen würde. Dem war leider nicht so und somit verschwand Underworld Evolution nach langem Hick-Hack und riesiger Verspätung gegenüber den europäischen Nachbarn rasant wieder aus den Kinosälen der Schweizer Städte. Nur knapp über 20'000 Besucher waren das Resultat vom chaotischen Veröffentlichungs-K(r)ampf.

Dabei ist Underworld Evolution keinesfalls schlecht, blöd oder gar dämlich. Die Geschichte, respektive deren Figuren, vernichten nämlich ziemlich schnell die Überbleibsel des ersten Teils und vermögen so der Fortsetzung Futter zu geben. Die Hauptfiguren bleiben die gleichen, aber die Nebencharaktere sind nun andere. Gefährlichere. Bösartigere.

Was man dem Film positiv zu Gute halten kann, ist die Machart. Hatte man sich bei Underworld erst an den Blau/Schwarzen-Ton gewöhnen müssen, gehts dieses Mal besser, dem eigenwilligen (weil fast durchwegs in der Nacht spielenden) Storybogen zu folgen. Ebenso gelungen darf der Anblick von Kate Beckinsale im hautengen Lackdress angesehen werden, den sie wohl auch zuhause mit Ehemann und Regisseur dieses Films, ab und an mal anprobieren wird. ;)

Was definitiv noch immer Verbesserungspotenzial hat, sind die Werwölfe. Die Mutationen der Opfer in selbige sind noch immer so dargestellt, als ob Ray Harryhausen persönlich daran beteiligt gewesen wäre. Hollywood (oder die Filmwelt im Allgemeinen) schafft es einfach nicht, anständige Werwölfe auf die Leinwand zu bringen. Und da es in Underworld Evolution viel zu mutieren gibt, kriegt der interessierte Zuschauer eher ein Schmunzeln auf die Lippen, denn die angestrebte Gänsehaut. So sieht der Oberwerwolf dann auch in etwa so gfürchig wie der Coca-Cola-Eisbär aus.

Kate Beckinsale macht, wie angesprochen, eine gute Figur, hat mir aber im ersten Teil besser gefallen. Ihr Filmpartner, Scott Speedman, wird ein bisschen vergessen und darf erst dann richtig Gas geben, wenns gar brenzlig wird. Ansonsten wurde wiederum auf die Starpower aus England gesetzt, deren Schauspieler allesamt recht annehmbar und passabel ihre (teilweise nur kleinen) Parts abspulen.

Fazit: Underworld Evolution funktioniert zwar ganz okay, kommt aber nicht an den ersten Teil heran. Die Tatsache, dass hier sogar noch ein Türchen für eine weitere Fortsetzung offen gelassen wurde, täuscht nicht darüber hinweg, dass der Film zwar optisch gut und actionreich ist, aber schlussendlich doch eher ein Gewürge und Gesplattere. Trotz interessanter Grundstory ist man am Ende des Films keineswegs glücklich über das eben Gesehene. Leider.

Die DVD bietet eine schöne Palette an Extras, welche den ganzen Film auseinander nimmt und in kurze, aber interessante, Features unterteilt. Angefangen bei der Umsetzung des Skripts, über (natürlich) die Special-Effects und die Machart der Monsterkreaturen, bis hin zur musikalischen Untermalung der Szenen. Sechs kurze Berichte bringen dem interessierten Fan das Universum von Underworld Evolution näher. Dazu gibts den obligaten Audiokommentar, der von der schwierigen Umsetzung des Films, den Drehorten und den Darstellern handelt. Ein Musikvideo und der Trailer zum Film schliessen das passable, weil recht interessante, Angebot ab.

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muri's Wertung: 3 Sterne


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