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Beitrag Perfume: The Story of a Murderer
Perfume: The Story of a Murderer oder: Smells like Teen Spirit Es ist das Schicksal einer jeden Romanverfilmung, dass sie unweigerlich an ihrer literarischen Vorlage gemessen wird. Je erfolgreicher der Roman, desto schwieriger ist es für den Film, sich als eigenständiges Werk zu behaupten. Insbesondere, wenn es sich bei der Vorlage um ein wahrhaftiges Monument der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur handelt: "Das Parfüm" von Patrick Süskind aus dem Jahr 1985 brach damals sämtliche Rekorde mit über 15 Millionen verkauften Exemplaren und Übersetzungen in 45 Sprachen. Seit Remarques "Im Westen Nichts Neues" hat kein deutschsprachiger Roman mehr international für ein derartiges Furore gesorgt. Klar, dass die Frage nach einer Verfilmung nicht lange auf sich warten liess. Die Liste derjenigen Regisseure, die sich seit Erscheinen des Buches für den Stoff interessiert haben sollen, liest sich wie ein Who's Who Hollywoods: Tim Burton, Milos Forman, Stanley Kubrick, Martin Scorsese, Ridley Scott... Doch Süskind hat sich 15 Jahre lang konsequent gegen jegliche Verfilmungsversuche gewehrt, bis es 2001 dem deutschen Erfolgsproduzenten Bernd Eichinger gelang, ihm die Filmrechte abzukaufen. Nach weiteren fünf Jahren kommt das Resultat nun in die Kinos. Als Regisseur verpflichtet wurde dabei schliesslich Lola rennt-Regisseur Tom Tykwer. Dieser ist wohl eine Nummer kleiner als die oben genannten Schwergewichte, dennoch aber einer der erfolgreichsten deutschen Regisseure der letzten Jahre. Der stolze Betrag, welcher Eichinger Süskind für die Filmrechte zufliessen liess, blieb nicht die einzige Millioneninvestition. Auch sonst wurde bis in die Details mit der ganz grossen Kelle angerichtet (finanzielle Zustüpfe kamen dabei übrigens auch aus der Schweiz, namentlich von FC-Basel-Mäzenin Gigi Oeri). Mit Dustin Hoffman und Alan Rickman konnten zwei gestandene Schauspieler aus Hollywoods A-Liga verpflichtet werden, welche ihre Aufgabe mit der Routine erledigen, welche von ihnen erwartet werden darf. Allerdings spielen beide eine zu wenig zentrale Rolle, um längerfristig in Erinnerung haften zu bleiben. Für die Hauptrolle hingegen wurde ein höchst aufwändiges Casting durchgeführt. Man entschied sich schliesslich für den heute 26-jährigen Engländer Ben Whishaw, für welchen die Rolle des Grenouille die erste grosse Hauptrolle ist. Er meistert diese schwierige Aufgabe souverän und konzentriert, verfügt nur über einen wirklichen Makel: er sieht zu gut aus. Während Grenouille im Buch als abstossende, widerliche Gestalt beschrieben wird, kann dies von Whishaw beim besten Willen nicht behauptet werden. Offensichtlich wollen die Produzenten das Publikum, welches schon die Untaten der Hauptfigur zu verkraften hat, nicht zusätzlich mit einem wirklich hässlichen Hauptdarsteller vergraulen. Nun gut. Was ist sonst von der mit Spannung erwarteten Verfilmung zu erwarten? Kann die filmische Umsetzung eines derart erfolgreichen Romans überhaupt erfolgreich geschehen? Die Antwort auf diese Frage: ja. Das Parfum ist ein in sich stimmiger, bildgewaltiger, äusserst sorgfältig inszenierter Film in historischem Umfeld, welcher sich vor grossen Hollywoodproduktionen nicht zu verstecken braucht. Das Drehbuch hält sich dabei im Wesentlichen an Süskinds Buchvorlage, mit einigen kleinen Änderungen, die in erster Linie im Hinblick auf dramaturgische Effekte vorgenommen wurden. Die negativen Aspekte des Filmes lassen sich direkt aus dessen Stärken ableiten: Durch die aufwändige Inszenierung erscheint er zeitweilen als zu makellos auf Hochglanz getrimmt; wenn auch die Produzenten gemäss eigenen Angaben grössten Wert darauf legten, das dreckige Paris des 18. Jahrhunderts ungeschönt darzustellen, bleibt Das Parfum doch in jeder Hinsicht ein schöner Film, sowohl im positiven als aber auch im negativen Sinn. Die teilweise durchaus ruppige Vorlage wird abgefeilt und in manchmal allzu perfekte Bilder umgesetzt. Trotzdem - und das ist den Machern wiederum hoch anzurechnen - bezieht der Film keinerlei moralische Stellung. Die schwierige Herausforderung, die geruchsdominierte Welt Grenouilles in die von Bild und Ton dominierte Filmsprache zu übertragen, meistert er im Rahmen seiner Möglichkeiten: Grossaufnahmen von Grenouilles schnüffelnder Nase oder Bilder von golden glitzernden (Duft-) Wässerchen, unterlegt mit effektiven akustischen Effekten, sind hierbei die Mittel, denen er sich bedient. Das Parfum wird problemlos auch die wenigen Zuschauer mitreissen können, welche das Buch nicht gelesen haben. Süsskinds Geschichte ist - trotz historisch genauer Einbettung - zeitlos. Die Verfilmung weist zudem einige Parallelen auf zu Der Name der Rose von 1986, für den sich ebenfalls Eichinger als Produzent verantwortlich zeigte: dort wie da galt die Vorlage lange Zeit als unverfilmbar, der betreffende Autor weigerte sich lange, die Rechte zu verkaufen, wurde aber durch Eichingers Hartnäckigkeit doch noch umgestimmt. Dieser verpflichtete darauf einen renommierten europäischen Regisseur (Jean-Jacques Annaud resp. Tom Tykwer), einen bis dato unbekannten Hauptdarsteller (Christian Slater resp. Ben Whishaw) und zwei bewährte Stars in weiteren tragenden Rollen (Sean Connery und F. Murray Abraham resp. Dustin Hoffman und Alan Rickman). Das Rezept geht auf: Der Name der Rose gilt heute als Klassiker - Das Parfum hat das Potenzial dazu. Die These von der Unverfilmbarkeit darf somit in beiden Fällen widerlegt werden. Dass die Vorlage hierfür gezwungendermassen reduziert werden muss, kann angesichts der Verschiedenheit von filmischer und literarischer Sprache als Notwendigkeit akzeptiert werden. Aus Augen des Kinogängers ist Das Parfum jedenfalls bestes europäisches Kino, unterhaltsam und spannend, perfekt massentauglich, gewiss, doch dies mag höchstens für dünkelhafte Zeitgenossen ein wirkliches Problem darstellen. Allen anderen sei der Film wärmstens empfohlen. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 39 Beiträge geschrieben.
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Das Buch fand ich ehrlich gesagt nicht so der Überflieger, bin aber trotzdem gespannt auf die filmische Umsetzung. Eine Umsetzung, notabene, die vor dem eigentlichen Kinostart schon diverse User gesehen haben wollen. Irgendwie witzig... |
war ja der übliche Schullesestoff |
woher kommen jetz shcon die vielen null oder 1 sternli wertungen?! |
Zitat Ghost_Dog (2006-09-05 23:17:47)
Fake Users. Wurden "gekillt". |
Der Film hört und hört und hört verdammt nochmals nicht mehr auf. Die Hollywood-Schwäche wird wieder einmal einem grundsätzlich gelungenen Ding zum Verhängnis. Die Szene VOR der Orgie hätte man kürzen können, wie auch den ganzen Film. Ausserdem liest man im Buch erst im (ca.) letzten Viertel von den Morden und ein bisschen Spannung kommt auf. Im Film hingegen wird die "Jugend" schnell abgespult, die Färberqualen kaum erwähnt und erst bei Baldini wacht man wieder aus der Döserei auf. Dann gehts bald mal um die Morde, die viel, viel Platz einnehmen und richtig zelebriert werden. Viel Lärm also um fast nichts. Denjenigen, die das Buch verschlungen haben, wird der Film sicher gefallen. Ich fand das Buch schon nicht der Hammer, aber immerhin noch besser als der Film. |
zweieinhalb stunden filmlänge ist schon nicht wenig, aber ich fand nicht, dass der film in die länge gezogen war. obwohl ich das buch erst grad gelesen habe und die erste halbe filmstunde mich etwas zweifeln liess, bin ich von der umsetzung sehr zufrieden. in anbetracht, dass man düfte und gerüche in worten besser beschreiben kann als visuell, hat man hier gute lösungen gefunden, wobei mir hie und da ein paar inspirationen beim filmemacher fehlte. wie bereits in der kritik erwähnt, der hauptdarsteller ist für die person von grenouille zu hübsch. aber mutig allemal, einen nobody zu engagieren. jeder hat wohl so seine lieblingspassagen im buch, ich bin jedenfalls heilfroh, dass die gebirgs-rückzugs-szene so kurz gehalten wurde. für mich ein gut bis sehr gut. irgendwo zwischen 4 und 5 sternchen. |
ein absolut geiler film, der manche andere grossproduktion alt aussehen lässt! was man kritisieren könnte, wurde schon gesagt: der grenouille darsteller macht seine sache gut, aber er wirkt im vergleich zum gnadenlosen buch eine spur zu menschlich und zu hübsch, er bewegt sich grösstenteils auch zu geschmeidig, und weniger wie das "bakterium", das grenouille eigentlich ist. unbedingt gucken! tykwer hat wieder einen grossen wurf hingelegt, gigi wirds sicher freuen, die wird ganz prominent als co-producer genannt, die alte weiss wie sie das geld ihres mackers nutzen kann, hehe. PS: ein kleines detail: die etwas pikante zweite darstellung beim filmbericht hier hab ich im film vergebens gesucht, die ham wohl ein paar der "ich ernte die jungfrauen"-szenen entschärft? [Editiert von Ghost_Dog am 2006-09-17 10:09:32] |
Eine wirklich tolle Verfilmung des Romans. Ich bin wirklich begeistert. Tykwer schafft es mit Bildern und der Musik den Geruch "des Parfums" lebendig werden zu lassen. Schon in den ersten Szenen die am "stinkendsten Ort" spielen, hat mich die Visualisierung vollkommen überzeugt. Dann auch die Schönheit der Damen: die wunderschönen roten Haare, die zarte Haut, man meint die Schönheit förmlich zu riechen. Anders als einer meiner Vorredner finde ich, ist es schwieriger Gerüche mit Worten als mit Bildern lebendig werden zu lassen. Oder zumindest gleich schwer. Es ist schon interessant wie wir Menschen wahrnehmen: Für das was wir sehen, haben wir einen reichhaltigen Wortschatz, jede Form lässt sich bis ins Detail beschreiben, bei Farben finden wir für die feinsten Nuancen noch andere Worte. Selbst beim Geschmack haben wir einige, wenn auch wenige, bestimmte Worte. Bei der Beschreibung von Gerüchen kennen wir nur Vergleiche. "Das riecht nach...", sagt man üblicherweise. Das ist eben eine Faszination, die Roman und Verfilmung ausmacht: Beide lassen den Geruch lebendig werden. Ich habe sogar manchmal den Geruch der Pferde wahrnehmen können! (Obwohl ich glaube, dass er im vollen Saal von einer Person kam, die wohl seit längerer Zeit kein Deo mehr benutzt hat. Bei der Kritik an der Wahl des Hauptdarstellers kann ich nur zustimmen. Allerdings glaube ich, ist es beinahe unmöglich für diese Rolle die genau passende Besetzung zu finden. Schlecht gespielt hat Ben Whishaw bestimmt nicht. Unverständlich ist für mich allerdings, warum man den fehlenden Eigengeruch Grenouilles erst so spät, nämlich bei der Selbsterkenntnis des Protagonisten erwähnt. Im Roman kennzeichnet der fehlende Eigengeruch von Anfang an den Säugling und macht ihn gerade deshalb für die anderen Menschen zu einer unangenehmen, unheimlichen Person. Sein Wirken auf seine Umwelt beeinflusst doch auch sein Wesen, wodurch er von Geburt an von den Menschen in seiner Umgebung hauptsächlich Ablehnung und Missfallen empfängt. Zu schlechter Letzt fand ich auch die Massenorgie etwas befremdlich. Vielleicht hätte man dieser etwas weniger Beachtung in Form von langen Kameraeinstellungen in Zeitlupe schenken sollen. Ein Kinogänger in der Reihe hinter mir sagte: "Der war ja nicht schlecht, nur das Ende war ziemlich unrealistisch." So hätte ich es nicht ausdrücken wollen, immerhin hätte man sonst den Schluss des Romans komplett ändern müssen, aber etwas befremdlich verfilmt war es schon. Man konnte sich in mancher Szene ein Lächeln jedenfalls nicht verkneifen. Dennoch lautet mein Urteil: |
Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders - was reicht denn hier durch Nacht und Wind? Das Parfüm - Ein unbequemer Schullesestoff, um den auch ich nicht herumgekommen bin. Darum war ich umso gespannter auf den Streifen und muss sagen, sie haben die Essenz des Romans sehr gut eingefangen. Dennoch, ein Wort zur Warnung: Schon von Anfang an, zelebriert Das Parfüm die Erzählweise eines Epos und nimmt sich für einige Szenen sehr viel Zeit - zuviel Zeit. Während die Szenen mit Dialogen zwar die Handlung zügig vorantreiben, und sich kaum mit unnötigem aufhalten, ziehen sich die Riechszenen wie Kaugummi in die Lange und was anfänglich noch interessant war, wird mehr und mehr langweilig. Auch sonst, hat das Parfüm ein Spannungsproblem und weder eine interessante Ermittlung im Stil von From Hell noch viel Abwechslung in den Morden sorgen für einen interessanten Spannungsbogen. (was natürlich auch nicht möglich war, da er ja den Duft wollte und keine Sauerei). Wer das Buch gelesen hat wird kaum Überraschungen erleben, denn die Grundhandlung wurde sehr genau übernommen und ist schlichtweg genial inszeniert. Liebevoll ausgestattete Sets, ausgezeichnet ausgeleuchtet und mit imposanten Bilder eingefangen. (was für grosse Adjektive) Auch auf Seiten der Schauspieler hatten sie ein recht gutes Händchen und die meisten vermögen in ihren Rollen überzeugen. Einzig Alan "Snape" Rickman konnte mich kaum überzeugen, denn hier hat seine kühle Art zu spielen, was er seit Die Hard macht, kaum gepasst und keine Sekunde nimmt man ihm die Sorge um seine Tochter wirklich ab. Fazit: Wer Lord of the Rings abgehärtet ist, oder sich allgemein gerne Zeit nimmt um ein Kunstwerk zu betrachten, ist bei Das Parfüm goldrichtig. Action gibt es kaum und Hänger gibt es oft. Wer sich aber darauf einlässt erhält eine grossartige Buchumsetzung, welche ein enorm schwieriges Thema sehr gut eingefangen hat. |
Diesen Film zu bewerten ist nicht leicht, war "Das Parfum" bei uns in der Schule Pflichlektüre und der Film ebenfalls eine Schulverantstaltung. Was mich allerdings beeindruckt hat war das Visuelle. Die Bilder, die uns gezeigt wurden, sind von einmaliger Qualität und einer Ästethik, die man eigentlich nicht in so einem Film vermuten würde. Dabei beliess man das Geschehen so realistisch wie möglich. So gibt es also drei Punkte von mir. Diese gehen an einen Film, den sicher alle Süskind-Freunde lieben werden, mir aber nicht sonderlich zusagt, obwohl ich ihn noch mehr leiden kann wie das Buch. |
Leider hängt der Film in der Mitte Ich habe den Roman nicht gelesen, den Film finde ich zweigeteilt, Mit dem Eintreffen Grenouilles in Grasse verliert der Film aber plötzlich Ich finde es schade, dass Tykwer, Eichinger und Co es nicht geschafft Wenigstens wurde es zum Ende hin wieder etwas besser, so dass als Fazit |
Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders Vor kurzem dachte ich noch, Das Parfum zu verfilmen sei ein völliger Irrsinn. Die Geschichte ist schliesslich ganz klar für ein Roman besser geeignet als für einen Film. Oder stimmt das so gar nicht? Nun, ich muss gestehen, dass ich Tom Tykwer Unrecht getan habe. Der Film zeigt schön, dass man das Buch verfilmen kann. Der Film fängt mit aufwändigen Bildern an und fährt auch so weiter. Der Anfang am Fischmarkt, Grenouilles Kindertage, sein Talent und seine Jugend werden wie im Buch kurz gezeigt und als dann Baldini (Hoffman) ins Spiel kommt, wird der Film erst richtig gut. Hoffman begeistert wieder einmal mit seinem präzisen aber nicht übertriebenem Spiel. Allein nur kleine Gesten und Gesichtszüge verleihen Baldini die gewisse Glaubwürdigkeit, die er braucht. Die Parfumerie ist schön und bis ins Detail ausgestattet. Bei der Ausstattung haben sie sich allemal Mühe gegeben, durch die klassische, ruhige Kamera werden die Bilder gar noch schöner. Die Hauptfigur Grenuille hat das Pech nicht richtig toll eingeführt zu werden. Zwar finde ich es gut, dass man einen noch nicht bekannten Schauspieler genommen hat, aber irgendwie findet man als Zuschauer den Zugang zu ihm nie so richtig, was im Buch anders ist. Der Schauspieler mag gut sein, da ist einfach etwas beim Schreiben falsch gegangen. Auch als er dann auf dem Berg ist (eine schöne Szene im Buch), sieht man nicht sehr tief in seine kranke Psyche hinein. Diese Szenen in den Bergen, bei denen nur der Erzähler redet, darf man also ruhig als nicht gelungen bezeichnen. Überhaupt hat mich der Erzähler in so manchen Sequenzen gestört. Er schafft eine unsichtbare Trennwand. So hat der Zuschauer an vielen Stellen keine Chance in den Film einzutauchen und mit ihm zu leben und zu leiden, er kann nur von aussen zuschauen. Der Teil mit den Morden im zweiten Teil ist gut gemacht, wenn auch einmal eigenartig zusammengefasst (eine Frau nach der anderen..). Da hat Tykwer dann auch ein paar hübsche, wenn auch nicht ganz notwendige Einfälle, zum Beispiel die Idee mit dem Hecken-Labyrinth. Am Schluss gibt es dann leider wieder ein paar Längen und der Film schafft es nicht, ohne Kitsch auszukommen. Schlussendlich möchte ich aber doch noch auf die Frage zurückkommen, ob man im Kino die Düfte wirklich riecht, wie im Buch war. Man kann. Klar muss man sich dafür darauf einlassen und Fantasie gebrauchen. Wenn Grenouille das Mädchen in einer Gasse ermordet, sehnt man sich nach ihrem Geruch, den Grenouille so verzaubert. Zusammenfassend ist dieser Film also eine geglückte Buchverfilmung, die dem Original fast immer gerecht wird. Ich ziehe meinen Hut vor Tom Tykwer. Vielleicht hätte es sogar ein Meisterwerk geben können. |
Habe das Buch nicht gelesen, weiss darum leider nicht ob das jetzt für mich ein Vorteil oder Nachteil war. Mir hat der Film auf jeden Fall gut gefallen. Nicht unbedingt, sagen wir mal, ein Oscaranwärter, aber auf jeden Fall gute Unterhaltung. Habe mich in den doch zweieinhalb Stunden kaum gelangweilt. Bildlich wurde alles sehr schön rübergebracht vor allem die Gebirgsszene hat mir sehr gut gefallen oder z.B. die Blumenfelder von Grasse (jajaaa ich bin ein Naturfuzzi ;-)) |
Die Armenviertel von Paris wurden überzeugend dargestellt. Überhaupt lebt der Film weitgehend von Bildern. Die Person, welche das Casting besorgte, achtete insbesondere bei den weiblichen Darstellerinnen, die später Opfer wurden, auf Gesichter: jede hat ein ausdrucksstarkes, schönes Gesicht. Ebenfalls lobend zu erwähnen ist Dustin Hoffman, der den alternden Pariser Parfumeur und Lehrmeister von Jean Baptiste Grenouille überzeugend spielte, Seine teils triste, teils freudigen Gefühlsregungen wusste Hoffman gut darzustellen. |
Überzeugt der Film. Bildgewaltig, super Score und ein guter Schauspieler. Vielen Dank Frau Oehri für die 25 Mio. EUR, die sie dem Film beigesteuert haben. Aber glaube der ganz grosse Renner wird er nicht werden. |
Das sehen die Zuschauer aber ein bisschen anders... |
Ou yes. Naja vielleicht läuft er schon lange. War gestern in Abtwil, Kino war gestossen voll aber bei das Parfüm nicht gerade viele Leute trotz des grössten Saales. So kann man sich täuschen. |
ich fand den film grotten schlecht und das ist bei mir echt sehr selten der fall. ich kann absolut nicht nachvollziehen, was man an diesem film mögen kann. nicht nur dass er an einigen stellen echt eklig ist, er ist ausserdem extrem unrealistisch. mag ja sein, dass das an dem buch liegt, aber dann muss man sowas nicht verfilmen. nicht zu fassen, dass man für so einen film so viel geld ausgegeben hat.
[Editiert von crazy-stephie am 2006-10-10 00:24:55] |
Wahrscheinlich bist du einfach nicht die richtige Zielgruppe und im höchsten Grade selbst schuld das du in den Film gegangen bist. Jemand der "Sweet Home Alabama" 6 Punkte gibt, dem kann das Parfum gar nicht gefallen...
[Editiert von siamolo am 2006-10-10 10:57:28] |
Zitat siamolo (2006-10-10 08:12:27)
Hätte statt Ben Whishaw der Matthew McConaughey mitgespielt, wären 6 Sterne garantiert. |
Zitat crazy-stephie (2006-10-10 00:23:58)
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Zitat gargamel (2006-10-10 08:25:26)
Es ist aus dem Leben heraus und nachvollziehbar. Welcher Mensch wird denn bitte aufgefressen, nur weil er sich ein Parfum übergiesst? Und dann diese Sexorgie, das ist doch völlig hirnrissig! |
Zitat crazy-stephie (2006-10-11 20:42:38)
Ok, man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, was "aus dem Leben heraus" bedeutet. Bei mir hat jedenfalls noch keine Prinzessin an die Tür geklopft. ;) Deshalb muss dir der Film natürlich nicht gefallen, aber vielleicht verstehst du ihn besser. [Editiert von Ejup Bayrami am 2006-10-11 21:04:28] |
Es hat nichts damit zu tun, dass ich den Film nicht verstanden habe, denn das habe ich durchaus. Aber ich finde es trotzdem dumm, es so bildlich darzustellen. Ich weiss, was die Handlungen ausdrücken sollen, trotz dessen finde ich sie unwirklich und unrealistisch, wie auch den ganzen Film. |
Endlich hat der Film auch ein ordentliches Poster. Danke Amerika! |
@ crazy-stephie [Editiert von Arminius am 2006-10-16 23:30:07] |
Zitat crazy-stephie (2006-10-12 23:27:16)
aber (da papp verschollen scheint, muss ich das wohl übernehmen): "sie war ein kind geblieben, indem sie töricht an tausend alberne sachen geglaubt und das wirkliche leben nicht in dem blutigen schlamme der leidenschaften sich wälzen gesehen hatte." émile zola: thérèse raquin [Editiert von gargamel am 2006-10-17 08:45:06] |
Was mir gefiel: Was mir nicht gefiel: |
Ich fand den Film einfach nur genial... Spoiler zum Lesen Text markieren
Das nimmt dem Film einen Teil seiner Glaubwürdigkeit, aber ansonsten ist die Geschichte atemberaubend dargestellt. [Editiert von dienchen am 2006-10-24 19:24:29] |
@ dienchen ... diese szene, die du ansprichst ist nur etwas lang geraten. sie ist nich verständlich, da im vorfeld zu wenig darauf eingegangen wird ... j-b fing an, menschen zu seinen gunsten zu manipulieren ... wollte er alleine sein? wollte er handeln? wollte er im mittelpunkt stehen? was er schlussendlich kreiert ist "sein" meisterwerk, sein lebensziel ... er selbst sieht sich nicht als "mensch". er vergleicht sich oft mit gott und stellt sich selbst sogar über gott. |
weiteres Poster online |
Also das ist mein erster Beitrag hier. Habe gerade den Film angeschaut und muss ehrlich gestehen, dass er mich nicht so überzeugt hat. Das Buch ist einfach der Hammer. Genial geschrieben, ein schriftstellerische Hochleistung und zählt zu meinen Lieblingsbüchern. Was aber den Film angeht gibt es einige Sachen die mich gar nicht begeistert haben, da wäre einmal der Hauptdarsteller. Für mich ne totale Fehlbesetzung, nicht auf Grund der schausspielerischen Leistung, sondern eher auf Grund seines Aussehens, Haltung etc. Grenouille sollte einfach viel schräger, kautziger dargestellt werden und nicht so bubenhaft. Im Buch reagieren die Leute bereits beim Anblick reserviert. Beim Film: Ein bisschen Seife und er sieht aus wie der perfekte Schwiegersohn. Die ganzen Szenen haben mich nicht beeindruckt, bis auf die Geburtsszene ganz am Anfang, die sehr gut vom Buch übernommen wurde. Der Rest spuhlt sich einfach so ab, ohne gross die Spannung des Buches wieder zu geben. Ich hätte mir einfach weniger Mordszenen und dafür mehr düsterne, raffiniertere Momente gewünscht, wie es im Buch ja dutzende gibt. Mehr Tiefgang. Es wird hier behauptet, dass das Buch umgesetzt worden sei. Ich denke eher, dass die Idee des Buches aufgenommen wurde und etwas anderes damit geschaffen wurde, denn viele der Szenen werden im Buch so nicht erwähnt oder etwas anderst. Das ist auch der Hauptkritikpunkt an dem Film. Also liebe Filmemacher: Lasst endlich die Finger von Buchverfilmungen. |
Zitat Iceman80 (2006-11-04 22:50:57)
Um Gottes Willen, dann gäbe es kein Fight Club! |
Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders oder Verduftet, junge Mädchen! Der Film beginnt gut mit der Fischmarktszene. Auch die Jugend Grenouilles wird gut dargestellt. Sobald aber Jean-Baptiste in Grasse ist und sein Parfum vollendet hat beginnt der Film zu schwächeln Spoiler zum Lesen Text markieren
Sonst aber sicher sehr sehenswert! |
Ich hab gestern den Film zum ersten Mal gesehen. Das Buch kannte ich vorher nicht (ich konnte mich in meiner Jugend erfolgreich dagegen stemmen Geschaut hab ich die HD-DVD-Version des Films. Und ich muss sagen, dass die Farben, die Landschaften und die Kameraführung allgemein wirklich brilliant sind. Wow! Dustin Hoffman's Parfümeur ist fantastisch Der Schluss war doch etwas vorhersehbar Spoiler zum Lesen Text markieren
Aber er hat mir definitiv gefallen. 4.5 Sternchens [Editiert von Markus am 2007-12-09 00:42:23] |
Das Buch ist gut umgesetzt und der film ist wirklich gut gemacht. nur dass ich die story des buches ziemlich daneben finde. am buch mag ich vor allem den schreibstil, aber die ganze idee gefällt mir nicht. trotzdem finde ich, dass man im film so viel wie möglich aus dem buch herausgeholt hat. |
War nicht gerade mein Stil aber habs mir trotzdem angetan. Der Film beginnt sehr interessant und unterhält bis zur Hälfte. Dies verdankt man vorallem Dustin Hoffman, der viel Charme und Witz hineinbringt. Von den anderen Darstellern kann ich auch nur Lob ausschütten. Die zweite Hälfte flachte dann meiner Meinung nach ab. Hatte kaum noch Spannung vorhanden und es wurde überlang. 3,5 |
Habe den Film nun auch endlich gesehen und bin hin und her gerissen. Einerseits fand ich ihn sehr gut, da mir die Darstellungen des alten Paris und von Grass sehr gut gefallen haben und die Schauspieler haben ihre Sache auch recht gut gemacht, allen voran der Mörder. Diese Idee Frauen umzubringen um deren Geruch zu konservieren hat schon echt was perverses. Ahjo noch als Info: Ich kenne das Buch nicht und habe es nie gelesen. Und genau deshalb gebe ich dem Film alleine für die letzten 10min zwei Punkte Abzug. Ich mein sorry aber aua... Mir fehlen im Moment etwas die Worte aber was war denn das für ein schwachsinniges "Finale"? Er fuchtelt ein bisschen mit dem Taschentuch rum wo er das Parfüm drauf gegossen hat und ein ganzer Marktplatz verwandelt sich zur Orgie... Allein das war ja schon etwas vom lächerlichesten, was ich seit langem gesehen habe aber dann wurde dies sogar noch getoppt als Alan Rickman zu dem Mörder kommt. Ich dachte da er wird ihn jetzt zerstückeln aber was passiert? Er wirft sich ihm tatsächlich vor die Füsse und nennt ihn "my son". Klar doch, er hat ja eben erst nur seine Tochter ermordet und 12 andere... Auweia nein nein und nochmals nein. Ich hätte dem Film 5 Punkte gegeben, wenn ich 10min. vor dem Ende den TV ausgeschaltet hätte. Nun habe ich aber diesen peinlichen Schluss gesehen und gebe dem Film daher nur 3 Punkte. Ich kann mir nicht vorstellen wieso man so ein Ende für grandios halten kann, auch wenn man sie im Buch lesen kann. Mir ist schon bewusst, dass dieses Buch ein absoluter Bestseller war und das viele Leute diesen Film mit 6 Sterne bewerten weil es anscheinend irgend eine Art von Kunst ist, die ich nicht verstehe... Naja gut wie gesagt: Ich hätte dem Film auch 5 Sterne gegeben ohne dieses schwachsinnige Ende. |

