Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Little Miss Sunshine
Little Miss Sunshine oder: "A real loser is someone so afraid of winning they don't even try." Little Miss Sunshine ist ein klassischer Roadmovie; ein klassischer Mix von Familiendrama und Roadmovie - ein Familien-Roadmovie-Drama? Nun auf jeden Fall lassen die ersten Totalen des amerikanischen Hinterlandes, diese sich bis zum Horizont erstreckende Einöde durch die ein alter gelber VW Bus vor blauem, wolkenlosem Himmel tuckert, den Zuschauer merklich aufatmen. Man wird plötzlich von der beklemmenden Enge eines zugestellten Hauses und der angeheizten, konfliktgeladenen Stimmung am Esstisch erlöst. Nicht dass dieser Trip nach Kalifornien reibungslos abläuft, nur weil genug Platz da wäre, einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Ganz im Gegenteil: die sechsköpfige Familie muss sich in dem alten VW Bus vorkommen wie Sardinen in der Büchse. Das Unternehmen Little Miss Sunshine scheint schon von Beginn an unter einem schlechten Stern zu stehen; nicht nur entspricht Olive so ganz und gar nicht dem Bild das man von einer kleinen Miss hat, auch der Vater der erfolglos versucht sein "9 Schritte Programm für Erfolg" zu verkaufen, oder Dwayne, der Bruder der mit Flugstunden bestochen werden muss, oder Onkel Frank, der eben einen aus Liebeskummer begangenen Selbstmordversuch überlebt hat - sie alle entsprechen mehr dem Bild des geborenen Verlierers als dem des Gewinners. Und trotzdem, man kommt nicht umhin diesen Haufen von Verlierern, innigst in sein Herz zu schliessen. Diese alltäglichen Charaktere mit ihren alltäglichen Problemen werden schauspielerisch hervorragend dargestellt. Die Dialoge zeugen von einem instinktiven Witz und Verständnis für die Probleme, die es in einer solchen Familie so gibt und das Regie-Ehepaar Jonathan Dayton und Valerie Faris versteht es, die komische Tragik in ihrem Erstlingswerk mittels wortloser Bilder noch zu verstärken. Fazit: Little Miss Sunshine ist ein wunderbarer, kleiner Film, den man nicht verpassen sollte. Einen Abzug gibt es jedoch für die allzu übertriebene Charakterzeichnung des Sohnes und des Onkels. Fünf Sterne also. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 27 Beiträge geschrieben.
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Einer schöner, unterhaltsamer und "USA-kritischer" Film. Schöne Bilder, gute Handlung und in sich abgeschlossener Film. Im Zentrum steht die Familie, welche wohl oftmals in den Hintergrund gerät, weil jeder seine persönlichen Probleme in den Vordergrund stellt und der Gemeinschaftsgedanke verloren geht. Aus diesem Sichtwinkel gesehen hat der Grossvater im Film eine gewisse Märtyrer-Funktion im Film. Mehr soll allerdings nicht verraten sein. |
"Steve with Steve" - ein nicht ganz ernst gemeintes Interview von Steve Carell mit Steve Carell. |
einer der besten filme, die ich dieses jahr gesehen habe. lustig, sympathisch, tragisch. so ist das leben. den grossvater und den sohn fande ich ügrigens gar nicht überzeichnet sondern sehr überzeugend gespielt. 6 sterne |
Ich schliesse mich an: Definitiv einer der besten Filme des Jahres; wer nach diesem Genuss das Kino nicht mit einem Lächeln auf dem Gesicht verlässt ist ein hoffnungsloser Zyniker. Die Charaktere fand ich allesamt überzeugend, wenn auch natürlich leicht überzeichnet, was aber bestimmt niemanden stören sollte. |
tragikomik in ihrer besten art. originelle figuren und fimeinfälle. der schluss mit dem wettbewerb der höhepunkt. selten sind lachen, weinen und entsetzen so sehr ineinandergeflossen wie in dieser geschichte. das ende einfach "abartig" und gut. |
Also der Film ist toll! [Editiert von Moviekritiker am 2006-11-20 13:04:25] [Editiert von Moviekritiker am 2006-11-20 13:05:17] |
wunderbar, very amusing, grossartige junge hauptdarstellerin. kein film, der die welt verbessern wird - aber gottseidank will er das auch gar nicht. jaja : so ein VW - Büssli würde man auch gerne haben - und auch die landschaft durch das es gefahren wurde, wäre da nur nicht dieser G.W.-B. |
Hat mir sehr gut gefallen, der Film Einige ganz böse Seitenhiebe drin (DER Besucher der Kiddie-Schönheitsküren bejubbelt ist wirklich GANZ, GANZ übel)... Der Grossvater war der Hammer...Drogensüchtiger Junkie...Eine Rolle, die man Alan Arkin gar nicht zugetraut hätte (ich jedenfalls nicht). Ach, wie diese Positiv-Denker (wie der Vater der Familie einer ist) HASSE! |
Little Miss Sunshine oder: "Little Miss Oscar
Das nicht zuletzt wegen der unglaublichen Performance der kleinen Miss Sunshine, die unbedingt den Oscar bekommen sollte. Schon nur allein wegen des mutigen Tanzes (http://www.youtube.com/watch?v=p8u_XZ9nT2M ), der sogar Napoleon Dynamit toppt. Aber nicht nur die Kleine ist genial, der ganze Cast ist toll. Besonders gut hat mir auch Steve Carell gefallen, der seiner Figur eine einzigartige Glaubhaftigkeit verleiht. Endlich wieder einmal ein Film, in dem keine Szene zu viel ist. Auch die stillen Szenen sind spannend. Das Drehbuch ist hervorragend geschrieben, keine Figur ist uniteressant. Fazit: Ein kleiner Film - ganz gross. "Little Miss Sunshine" hat gute Chancen auf einen Oscar. |
Oscarreif! Völlig verdiente Nomination für "Best Motion Picture". Auch die Oscars für das Drehbuch und Alan Arkin sind total gerechtfertigt. Als ich diesen Film im Kino schauen ging, hatte ich keine grosse Erwartungen, aber WOW! Eindeutig Film des Jahres 2006! Lieblingsfilm #5 [Editiert von El Chupanebrey am 2008-11-16 11:49:50] |
Oscar für Alan Arkin und seine 5 minütige Leinwandpresänz? Absolut ungerechtfertigt! |
der film ist hübsch und schön antiautoritär, wunderbar gespielt. |
Zitat sj (2007-05-14 08:20:13)
kommt manchmal vor, dass eine klitzekleine rolle einen oscar abwirft, siehe auch judi dench in shakespear in love. ungerechtfertigt? Ja. Absolut? Nein. |
So klein ist die Rolle ja gar nicht und es ist schliesslich ein Oscar für den besten Nebendarsteller. |
ah, die rolle war nett. |
Ich warte auf zippys Meinung...0 Sterne???!!! Was soll das? Da würd ich gern mal die Argumente hören... |
Zitat El Chupanebrey (2007-05-14 18:59:20)
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Allerdings. 0 Sterne Little Miss Sunshine/6 Sterne Love Made Easy, das zeichnet einen Filmkenner aus... Just kidding... |
Trotz vieler guter Szenen (bsp. als Dwayne wieder anfängt zu sprechen wegen der Farbenblindheit - sensationelle szene) fängt mich die story nicht so richtig. eigentlich gibt es trotzdem 5 sterne von mir, da die schauspielerische leistung und der opa toll sind. aber einen stern abzug gibt es dann doch noch: Nämlich weil die ganze Familie mit Olive anfängt mitzutanzen. Hat für mich vieles versaut. Vorher war immerhin noch eine Art Realität für mich da. Aber da zog sich der ganze Film ins Lächerliche. Schade... |
Zitat Stella Nera (2007-07-29 21:10:31)
Und das "Lächerliche" (ich finde die Bezeichnung "lächerlich", ehrlich gesagt, lächerlich) wird schlussendlich wieder relativiert, denn es ist nicht ganz alles gut ("You're free to go, but you're not allowed to participate in a beauty contest in the state of California ever again" "I think we can live with that"). Als ich mit zwei andern (die den Film noch nie gesehen hatten, ich allerdings schon zweimal) diesen Film im Open Air-Kino schauen gegangen bin, sind die beiden andern bei dieser Szene fast von Stuhl gekippt vor Lachen, die restlichen ca. 900 Zuschauer übrigens auch. |
Ja, das mag ja sein, dass die alle vom Stuhl gekippt sind. Aber für mich hat dieser eher schwermütige als komische Film dadurch einfach ein wenig an Qualität verloren. Die Familie hat für mich während der Reise und vorallem beim Ankommen auf eine ganz tolle Art wieder zusammengefunden. Für mich war der Schluss einfach zu überspitzt. Mit Humor bi ich da anspruchsvoller... |
Zitat Stella Nera (2007-07-29 21:10:31)
Nochmal zum Film: Der Film mag vieles sein, doch er ist ganz sicher nicht schwermütig. Eine Tragikomödie, ja, von mir aus, aber sicher nicht schwermütig! Zum Schluss verwandelt er sich sogar noch in eine Satire, denn die Tanzszene hat einen ziemlich zynischen Hintergrund. Spoiler zum Lesen Text markieren
Ich kann mich nur wiederholen: Little Miss Sunshine ist kein Drama! [Editiert von El Chupanebrey am 2007-08-01 12:34:33] |
Ich schliesse mich meinem Vorredner an, der Film ist wirklich alles andere als ein Drama. Vielleicht den einen oder anderen Moment der Tragisch ist, aber z.b. die Szene im Krankenhaus (mit dem Grossvater) wird dann mit der "Entführung" ziehmlich witzig. Auch das Ende bei der Miss Wahl war wirklich gelungen. Ich habe mich glaube ich noch nie so fremdgeschämt in einem Film wie in diesem |
Zitat Stella Nera (2007-07-29 21:10:31)
ja, mich hat dieser familientanz auch eher gestört :/ Zitat HomerSimpson (2008-01-27 11:54:51)
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Little Miss Sunshine ist ein Film, bei dem man anfangs denkt: Was is denn das...? ...und am Schluss des Filmes nicht genau weiss, ob man nun weinen oder lachen soll. Weinen, weil das Tragische der Geschichte nie zu kurz kommt, zwar überspielt wird, aber im Endeffekt eine äusserst wichtige Rolle einnimmt. Lachen, weil der Humor, die Lockerheit am Schluss und die gewagten Seitenhiebe einfach perfekt in diesen schrägen Roadmovie reinpassen. Alan Arkin war übrigens die absolute Höhe. Grossartig gespielt und aus meiner Sicht ist er viel zu früh aus dem Film getreten. Im Endeffekt bleibt Little Miss Sunshine ein Film, der anfangs den Zuschauer dumm aus der Wäsche schauen lässt und am Schluss richtig auf den Putz haut. |
Ich kann mich diesen Lobeshymen nur anschliessen. Immer wieder schön Filme zu sehen, von denen man dachte, sie gefallen einem nicht. Vor allem der sehr gute Mix aus witzigen und tragischen Momenten machen Little Miss Sunshine zu etwas besonderen. |

