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Holy Smoke oder: Viel Rauch um nichts


Die neuseeländische Regisseurin Jane Campion fabriziert immer wieder Filme mit starken Frauenrollen. Sei es das oscar-gekrönte The Piano oder auch In the Cut mit der nackten Meg Ryan. Mit Holy Smoke präsentiert sie Titanic-Star Kate Winslet als sture junge Frau, die im Leben hoffnungslos verloren zu sein scheint und durch den wie immer sehenswerten Harvey Keitel auf den richtigen Pfad zurückgebracht werden soll.

Die Geschichte an sich tönt recht spannend. Vor allem vor dem Hintergrund jeglicher Sektengeschichten, von denen wir durch die Medien in schöner Regelmässigkeit informiert werden. Allerdings weiss Holy Smoke nicht so recht, was es mit der Ausgangslage anzufangen hat. Es kommt selten gross Spannung auf, die indische Kultur wird nur oberflächlich behandelt und die zwischendurch eingeflochtenen Witze verpuffen ohne Wirkung. So reduziert sich der Film auf das "Duell" der Hauptpersonen und auch da entwickeln sich die Figuren in Richtungen, die einfach nicht zu passen scheinen.

Ohne Frage, Harvey Keitel und Kate Winslet sind gute Schauspieler. Und sie versuchen auch aus ihren Dialogen und Konfrontationen das Beste heraus zu würgen. Leider vergebens. Langweilige Szenen mischen sich mit unerotischen Erotikmomenten und lassen das Hauptthema immer wieder in den Hintergrund rücken.

Fazit: Holy Smoke verliert sich mit zunehmender Filmdauer im psychologischem Gebrabbel und uninteressanten Szenen. Die skurrilen Momente sind da eine gern genommene Abwechslung, vermögen aber den Film auch nicht aus dem Loch zu reissen. Ausserdem wird Jackie Brown Pam Grier hemmungslos verbraten.

Die DVD hat ausser dem Trailer, einer kurzen Fotogalerie und Texttafeln zu den Akteuren nichts Interessantes zu bieten. Ton und Bild kommen in guter Qualität, machen aber den Film leider auch nicht besser.

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muri's Wertung: 2 Sterne


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