Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Poseidon
Poseidon oder: Schiff wird seekrank Wenn Wolfgang Petersen einen Film macht, dann rappelts im Karton. Ähnlich seinem Landsmann Roland Emmerich versteht es der Deutsche hervorragend, Sachen kaputt zu machen. Einst war es die Air Force One, dann die Griechen in Troy und mit Wassermassen hat der Mann ja schon in The Perfect Storm zu tun. Die Neuauflage von Poseidon hat zwar in den Staaten nur knapp einen Drittel seiner Kosten wieder eingespielt, verzichtet aber dankenderweise auf (fast) jegliche Art von Herzschmerz und Schmusibusi, was ihn zum vergleichbaren Titanic positiv erscheinen lässt. Der Anfang des Films wird höchst unterhaltsam dem Zuschauer um die Ohren und Augen geschlagen. Ein imposantes Schiff (Josh Lucas joggt mal kurz eine Runde), ein paar nette Figuren (Papa Kurt Russell mags nicht, wenn seine Tochter mit dem Freund rummacht) und eine gelöste Stimmung. Ist ja schliesslich auch Silvester. Was kann da schon passieren. Was folgt, ist imposant. Eine gigantische Welle und ein Dampfer, der kippt. Hört sich nach nicht viel an, wird aber sehr gelungen umgesetzt und ist effekttechnisch ganz oben an zu siedeln. Die restliche Zeit verbringt der Zuschauer nun damit, dem mutigen Grüppchen oberflächlicher Charaktere bei der Flucht über die Schulter zu schauen und sie in den fast ausweglosen Situationen zu begleiten. Nur dumm, das keiner der Figuren (vielleicht mit Ausnahme von Richard Dreyfuss Charakter) irgendwie Sympathie ausstrahlt und man auf dessen Überleben hofft. Kurt Russell ist der amerikanische Held, Josh Lucas entdeckt seinen Familiensinn und den Rest kann man rauchen. Schade, dass die Figur des "Lucky Larry" nicht länger betrachtet wird. Das wäre mal was, wenn in einer Rettungsgruppe einer dabei ist, der ausser motzen und Frauen anbaggern nix kann. Aber eben... Die Story flacht schnell ab, die Effekte beschränken sich auf die üblichen Verdächtigen wie abfallende Lifte, brennende Böden (in die man einfach so springen kann...), Türen unter Druck oder Luftschleusen, die sich erst verspätet öffnen. Nein, nach den ersten paar Minuten ist die Luft raus aus Poseidon. Nur gut, dass der Film bereits nach knapp 100 Minuten zu Ende ist und nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Fazit: Wer auf Katastrophenkino steht, vor Wasser keine Panik hat und gerne mitbibbert, der darf sich Poseidon ohne weiteres angucken. Wer allerdings ein bisschen Tiefe, Witz und Geschichte zu all den Explosionen, Wasserfluten und dramatischen Aufstiegen erwartet, der dürfte bald einmal enttäuscht werden. Trotzdem, gemacht ist der Film solide und wer könnte besser eine Katastrophe verfilmen als einer der beiden amerikanischsten Deutschen aus Hollywood. |
Anstelle der tief schlummernden Urängste spricht Poseidon das Urbedürfnis des tief Schlummerns an! Entspricht so gar nicht meiner Vorstellung von Unterhaltung. Handlung und Figuren sind oberflächlich und wenig originell. Nur auf der technischen Seite mag der Streifen zu punkten. |
Poseidon - vom Feiern zum Schreien... Poseidon gehört zu den Remakes der neuen Generation und lässt sich auf eine simple Formel reduzieren: Titanic - Lovestory + Brachialaction = Poseidon Wolfgang Petersen hat es geschafft ein Hochglanz Actionspektakel zu inszenieren das wirklich alles optische in den Schatten stellt, was man ursprünglich in Titanic geboten wurde. So ist nicht nur das Sinken des Schiffes enorm spektakulär auch einzelne Sequenzen sind eine wahre Augenweide. So fetzt es schon nach recht kurzer Zeit und verlangsamt sich kaum mehr bis zum Schluss. Was aber in der Spannung und den Special Effekten absolut überzeugt, versagt in Sachen Story und Charaktertiefe kläglich. So bleibt die Story nur Zweckmässig und erklärt weder der Grund der Welle noch die Personen soweit, das man sich für sie interessiert. So hat es viele Klischeepersonen, die vom Obligatorischen Ex-Special-Force Typ (diesmal ein Feuerwehrmann), der alles weiss, dazu ein Hitzköpfiger Alleingänger, und noch die obligatorischen Tränendrücker wie Mutter mit Kind und sonstige Todeskandidaten. Klaustrophobische Gefühle oder die eigentlich angesprochene Angst vor Wasser kam bei mir jedenfalls nicht auf, denn entweder waren die Sequenzen zu kurz, oder so deutlich übertrieben, dass man es kaum ernst nehmen konnte. The Abyss zeigte das viel Realistischer und betonte das auch viel mehr. Um noch das negative abzuschliessen: Die schon erwähnten Todeskandidaten gehen schon nach den ersten Minuten auf den Senkel und man vermisst sie keine Sekunden, sobald sie abgekratzt sind. Fazit: Wem Titanic zu schnulzig war und zu langweilig, wird an Poseidon seine Freude haben. Kurzweilig, linear, ohne wirkliche Überraschungen aber doch packend bis zum Schluss. Obwohl einige Klischees abgefackelt werden und der ganze Streifen nach Schema F abläuft vermag er dennoch zu überzeugen und wer sich nicht damit beschäftigt das gebotene zu hinterfragen (was sicher in jeder Szene möglich ist) erhält ein Routinierter Katastrophenstreifen der für einen Filmabend gute Unterhaltung bietet. Wertung: 3.5 |
da habe ich mir echt mehr erwartet nach troja! story ist zu geradlinig und alles ist vorausschaubar! absolut nichts neues und ich fand den film weder spannend noch gut umgesetzt von der story. schade eigentlich bei einem film von wolfgang petersen und einem geheimnissvollen titel namens"poseidon". da wird's sicherlich manchem seekrank beim schauen. |
Also den Vergleich mit Titanic finde ich etwas zu frech. Titanic war ein super Film, der es einem mit narrativen Tricks erlaubt hat mitzufühlen wie das wohl damals für einige beim Untergang gewesen sein muss. Einiges wurde Filmtechnisch natürlich überdramatisiert, aber das darf man sich erlauben. Dass der Streifen heutzutage so fertig gemacht wird scheint wohl einfach "in" zu sein. Titanic war der grösste Publikumserfolg aller Zeiten und nun ist es halt einfach "in" ihn schlecht zu finden. Ich beobachte das schon längers und finde es einfach nur noch lächerlich wie plötzlich über den Streifen hergezogen wird. Poseidon hingegen ist nichts weiter als ein 08/15 Katastrophenblockbuster. Der Vergleich mit Titanic ist also absurd, denn der war mehr als nur ein 08/15 Film. Bis heute habe ich kaum einen Film mit der Detailverliebtheit gesehen die James Cameron in Titanic zelebriert hat. Man merkte zu jeder Zeit das Herzblut das er da reingesteckt hat. Poseidon dagegen ist ein uninspirierter Actioner der Marke Hollywood Standardkost. Das ist sicherlich nicht schlecht. Ich freu mich auf den Streifen, den bis auf Troja fand ich bisher jeden Petersen enorm unterhaltsam. Der weiss einfach wie man sinnfreies Popcorn-Kino macht. Genauso wie Emmerich. Grüsse |
War einfach der erste Film der etwa das gleiche Genre hatte bekannt war. Ausserdem steht nirgends dass der Film schlecht gemacht ist oder dass er schlecht gemacht ist, nur ist er eben für viele entweder zu langweilig oder du schnulzig. Darum - lovestory + Brachialaction gibt poseidon. Ausserdem ist auch gesagt, dass Poseidon einfach optisch mehr bietet, da bei Titanic gar noch nicht die Technologie vorhanden war, mehr in dieser Qualität zu bieten. |
Zitat Swizzer (2006-07-04 00:14:27)
Also ich persönlich finde, dass troja bisher petersens bester film war. aber gut, das ist ansichtssache. vor kurzem lief erst noch "der poseidon-anschlag" auf prosieben, als zweiteiler. [Editiert von dienchen am 2006-07-11 14:39:44] [Editiert von dienchen am 2006-07-11 14:39:59] |
Irgendwie überflüssiges Remake. Es hat zwar ein paar Nägelkauer-Szenen, die recht spannend sind, ansonsten vermag nach "der" Welle nichts wirklich zu überzeugen. Die Figuren sind ziemlich verwässert, die jungen Liebenden nerven, der eine Kotzbrocken stirbt gottlob nach wenigen Minuten (larry...) der andere Josh Lucas Spoiler zum Lesen Text markieren
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Poseidon oder "viel tam tam um kein tam tam" Was für ein Reinfall. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich muss sagen, nach dieser genialen Kamerafahrt freute ich mich zusehends. Der Anfang war viel versprechend, leider kann, was versprochen wird auch gebrochen werden. Nach einem kurzen Flug über die handelnden Personen ging es los. Ohne viel Vorspiel rollte die Welle, leider nicht die Welle der Spannung und der Dramatik, sondern die Welle des Zuschauens und zwar NUR die Welle des Zuschauens. Leider begeht Wolfgang Peterson den Fehler und stellt die Charakter nur sehr kurz vor. Es war mir eigentlich egal, welche dieser Personen am Ende draufgeht. Und dennoch war es relativ klar, wer auf jeden Fall überlebt. Zu durchschaubar das Ganze. Noch einen Satz zu den Schauspielern. Auch wenn überall gesagt wird, sie würden einen miesen Job machen, so muss ich doch sagen, dass sie durchaus an manchen Stellen überzeugen. Nicht alle aber doch einige. Dennoch kommen nun mal nicht wirklich viele Schauspieler in diesem Film vor und dadurch fällt es dann schon ins Gewicht, wenn nur wenige Schauspieler akzeptable Leistungen abliefern. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass die Liste der Stunts am Ende länger ist, als die der Schauspieler. Doch auch Positives ist zusagen. Die Animationen sind natürlich erste Sahne. Das Schiff mit all seinen Ausmassen kommt sehr gut rüber, auch wenn es unter Wasser ist. Auch die Welle ist sehr eindrucksvoll gelungen, auch wenn sie hier ein kleiner Fehler eingeschlichen hat. Die Welle kommt in einem atemberaubenden Tempo auf das Schiff zu, braucht dann aber mindestens doppelt so lange um über es hinweg zu kommen. Nun mag einer sagen, dass sei dramaturgisch so besser, ich fand's schlecht. Nun letztendlich nicht das erhoffte Kino Abendteuer, aber Unterhaltung. Leider eben nur Unterhaltung. Daher 3 von 6 Sternen |
Da ich weder Katastrophenfilme, noch jegliches Werk von Wolfgang Peterson besonders gut leiden kann, hatte ich lediglich absolute Mindesterwartungen bei diesem Film (sprich: man darf einfach nicht einschlafen). Der Film ist ein mehr oder weniger solide gemachtes Genreexempel, mit den erwarteten (Schock-)Effekten, Wendungen und dem einen oder anderen Gesicht, dass nach und nach aus der Reihe der Fliehenden aussortiert wird. Dabei sind die Figuren derart unterentwickelt, dass man es am Schluss nicht einmal für nötig gehalten hat, zu zeigen, was aus ihnen wird. Hautpsache, man kommt von diesem ollen Schiff runter... Ein typischer Peterson eben. Naja, wem's schmeckt... (That said: Josh Lucas fand ich doch sehr ansprechend in diesem Film, besonders in der einen Szene, in der er sich ins brennende Wasser stürzt... *schwärm*) |
von der dvd-kritik (nicht ernstnehmen !! "als die höchst mittelmässig designte Welle den Ozeanliner trifft" empfehlenswert |
einmal posten reicht. |
Tolle Effekte und wirklich coole Stars. Nicht der beste Katastrophen Film, aber ein unterhaltsamer. |
Noch recht Unterhaltsamer Katastrophenfilm (gibt aber viel bessere). Die Effekten waren gut, die Schauspieler durchschnittlich und die Story so la la. Schliess mich an elgato88 Meinung an und sage auch irgendeinmal am TV anschauen. |

