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The Bow - Hwal oder: Der alte Mann und das Mädchen


Kim Ki-Duk zwölfter Film unterscheidet sich nicht wesentlich von seinen Vorgängern. Wieder sind es sehr wortkarge Figuren am Rand der koreanischen Gesellschaft, welche im Zentrum der Geschichte stehen. Der namenlos bleibende alte Mann vergleicht man am ehesten mit dem griesgrämigen Alpöhi, der seiner Eremitenleben statt im Gebirge auf dem Meer verbringt. Ein Lächeln zaubert nur das Heidi auf sein Gesicht. Doch anders als bei Johanna Spyri ist es nicht der Geissenpeter, der mit Eifersucht reagiert, sondern der Junge in der Heidialtersklasse ist der Auslöser für Missgunst. Dies vor allem deshalb, weil Kim Ki-Duk die Beziehung Heidi-Öhi sexuell auflädt, was der Sache eher schadet als nützt. Das übersexualisierte Ende ist denn auch schlicht doof.

Bemerkenswert ist der Titel gebenden Bogen (= "Hwal"), der im Film nicht nur als Waffe dient. Neben coolen Schüssen gibt er als Musikinstrument auch interessante Töne von sich, die einen Grossteil der Musikspur ausmachen. Auch zum Wahrsagen lässt er sich verwenden. Während das Mädchen auf einer "Gireitsi" vor der Schiffswand schwingt, schiesst der alten Mann auf ein aufgemaltes Buddha-Portrait. Es soll Glück bringen, wenn er das Mädchen verfehlt. Nicht berücksichtigt wird jedoch der Spannungsbogen. Dieses Kunststück schafften andere Werke von Kim Ki-Duk besser.

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rm's Wertung: 3.5 Sterne


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