Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag The Omen
The Omen oder: Höllisch heisser Stoff Remakes sind selten ein gutes Omen. Niemals erreichen sie den Reiz, den Charme des Originals, heisst es meist. Und auch diesmal steht der Film im Schatten seines grossen Vorbildes: Zumindest am Anfang findet sich beinahe jeder Dialog des Klassikers auch im neuen Werk wieder. Und ja, oft sind die Szenen länger und plastischer, oft sind sie tatsächlich besser. Nur anders ist der Film nicht - und das ist sein Problem. Zu wenig emanzipiert kommt er daher, er will besser machen, was gut genug war. Statt dass er den interessanten Stoff neu interpretiert. In dieser Richtung wird einzig und allein versucht, dem Film die nötige Aktualität aufzudrücken. Robert Thorn ist neu jung und frisch, anstelle von alt und verstaubt. Weiter werden beinahe unverschämte Parallelen zu jüngsten Ereignissen wie dem 11.September oder dem Tsunami im indischen Ozean gezogen. Alles wird Luzifers Zorn zugeschrieben. Ansonsten traut sich Drehbuchautor Seltzer, der bereits das Original verfasst hat, wie gesagt wenig Neues zu. Und seien wir mal ehrlich: Dermassen genial war das Omen bereits vor dreissig Jahren nicht. Man kann es dem verwöhnten Publikum von heute nicht nochmals zum gleichen Preis verkaufen. Dasselbe muss sich Regisseur John Moore gedacht haben, denn er hat den Film zumindest in audiovisuellen Belangen mächtig aufgemotzt. Vor allem kameratechnisch weiss der Film daher vollends zu überzeugen. In unglaublich ästhetischen Bildern, die mehr an eine Autowerbung erinnern, als an einen düsteren Horrorfilm, erstrahlt der Aufstieg des Teufels Sohn nun in neuem Glanz. Dumm nur, dass somit der ganze Grusel verloren geht. Ist es doch letztendlich das Biedere und das Realistische, was den Zuschauer zum Zittern bringt. Durch übermotivierte Effekte und überflüssigen, visuellen Schnickschnack fehlt es dem Film an ebenjener Kargheit, die uns mit Grauen erfüllt. Und die fehlende Bescheidenheit, das fehlende Understatement sind es auch, welche der "Entdeckung" Seamus Davey-Fitzpatrick zum Verhängnis wird. Immer muss der arme Junge krampfhaft böse gucken - anstelle das harmlose Kind zu geben, das selbst nicht recht versteht, was falsch läuft. Obwohl der Film sich somit oft der Lächerlichkeit preis gibt und gerne mal für einen unabsichtlichen Lacher sorgt, kann ich nicht behaupten, keinen Spass gehabt zu haben. Fiese, wie von Geisterhand geführte Unfälle, krude Figuren - u.a. Mia Farrow als böses Kindermädchen - und wie gesagt wunderschöne Bilder fügen sich schlussendlich doch zu einem netten, wenn auch endlos übermotiviertem Ganzen zusammen. Nur wer Schock und Grusel sucht oder bereits das Original gesehen hat, wird sich zu hoher Wahrscheinlichkeit wenig amüsieren. Und wer sonst sollte sich schon für diesen Film interessieren? |
Für mich ist der original Omen Kult. Klar daher, dass ich das Remake Fazig: nicht schlecht, aber nicht wirklich neu. Ich hätte mir gewünscht, dass Kennt man das Original nicht, wird man sicher bestens unterhalten. Mit schien zudem, dass der Film recht hastig fertig gestellt wurde. Man sieht |
Zitat Sorcerer (2006-06-06 21:34:25)
Wegen den Mikrofone im Bild. Dann warst du wohl in einem Kino die das falsche Bildformat eingestellt hatten... Greez, Kev |
Zitat thxkev (2006-06-07 01:05:41)
hab das zeug auch gesehen. Wieso sollte das Bildformat was daran ändern? |
Ich habe das Original nicht gesehen, aber das war bis auf ein paar gut gemachte FX einfach nur lausig und lässt vorallem die Frage der Fragen offen: Spoiler zum Lesen Text markieren
Schwach: - Performance des Kindes (mit nur verkrampftem Gesicht schauen reicht einfach nicht. (Diese Sparte ist schon von Steven, ich habe nur einen Gesichtsausdruck-Seagal besetzt --> Nachfolger?) Natürlicher wäre grusliger gewesen. Sonstiges: |
Zitat Andri (2006-06-07 02:11:38)
Weil ein Kinoprojektor unter Umständen zwei Breitbildformatobjektive (1.66 und 1.85) besitzt. Viele Breitbildformatfilme haben schwarze Balken auf dem Film einkopiert (ähnlich wie ein 16:9 Bild auf einem 4:3 Fernseher). Diese schwarzen Balken verdecken dann z.B. die Mikrofone. Einige Filme haben aber keine solche Balken einkopiert und wenn der Film jetzt z.b. im 1:1.66 Foromat gespielt wird anstatt im 1:1.85 sieht man oben und unten zuviel Bild = Mikrofone! Verstanden?! Also ich hatte den ganzen Film durch keine Mikrofone gesehen! Greez, Kevin [Editiert von thxkev am 2006-06-07 11:50:37] |
Zitat cinefan2001 (2006-06-07 07:52:50)
Rassist!!!!! Das liegt wohl weniger am Zürcher als generell am Zeitgeist. Ich muss Dir recht geben, dass im Kino Handies nerven. Aber das passiert auch in Baden, Basel, Bern, Lausanne, Fribourg u.a. |
Zitat thxkev (2006-06-07 11:49:24)
Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Matte Jetzt aber zurück zum Satansbraten, dem eigentlichen Thema des Threads. Und damit sollten auch lächerliche Rassismusvorwürfe ihre Ende haben. |
wusste gar nicht, dass die zürcher eine eigene rasse sind..? aber wie vom vorredner verlangt, zurück zum teufelchen... |
The Omen, Einspielrekord Trotz der eher zurückhaltenden bis negativen Reaktionen auf das neuste Remake, hat das The Omen nicht gestoppt, das beste Einspielergebnis in der Geschichte des Filmes an einer Dienstageröffnung zu feiern. Unglaubliche $12,633,666 hat er an einem Tag eingespielt. Für einen Horrorfilm eine erstaunliche Zahl. Natürlich ist dieser Rekord auch mit Vorsicht zu geniessen, denn einerseits kommt's selten vor, dass ein Film an einem solchen speziellen Datum startet, und dann noch an einem Dienstag, aber eben, Rekord ist Rekord. Wie sich der Film weiter schlagen wird, wird natürlich verfolgt, jedenfalls hat er einen guten Start hingelegt. Quelle: bloody-disgusting |
Fraglich, ob sich die faszination von der originalgeschichte (1976) in die heutige zeit retten kann. bei mir stellte sich eher ein ambivalentes gefühl von feinstem grusel und unfreiwilligen humor ein. trotz allem muss man dieses teufelskind irgendwie gern haben, auch wenn es der leibhaftige ist ;-) |
Ich fand den Film gut. Auch wenn das Original natürlich noch eine Spur besser ist. Gelungenes Remake ! |
The Omen - wenigstens ist klar, dass es nichts neues ist. Muss zugeben, ich hab' das Original nicht gesehen, darum habe ich mich einmal darauf eingestellt einen neuen Film zu sehen. Neue Story, neue Umsetzung und ein eigentlich einen interessanten Streifen. Was dann geliefert wird, hat man nicht nur schon gesehen, sondern ist auch über weite Strecken schlichtweg langweilig. Warum schon gesehen? Die Anfangssequenzen erinnern beinahe 1:1 an End of Days, genauso wie das Finale. Dazwischen gibt es eine der schon vielmal gesehen Schnitzeljagden, die irgendwelchen Hinweisen folgen, die aber nur mässig interessieren, da die Story und die Hintergründe schon kurz nach beginn erraten werden können. Diese Hinweise findet man ebenfalls in anderen Filmen und wurden auch in die in End of Days ebenfalls düsterer und besser dargestellt. Auch nicht gerade subtil "geklaut" sind die eindeutigen Elemente aus Final Destination: Fotos die darauf hinweisen, wie gestorben wird und einigermassen kreative Todesarten. Zu den Schauspieler bleibt nicht viel zu Sagen. Liev Schreiber der hier zum ersten Mal eine Hauptrolle besetzt, zeigt eigentlich durch den ganzen Film nur, warum er bis jetzt immer Nebenrollen hatte. Selten so lustlose Schauspielerei gesehen. Sogar Arnold Schwarzenegger hat in Colateral Damage, den Verlust um einiges besser dargestellt. Die übrigen Darsteller geben durchaus gute Leistungen, bis natürlich auf den kleinen Damien, der in der Ausdruckslosigkeit ganz seinem Filmvater nachschlägt. Während die Sets durchaus gelungen sind und auch sehr atmosphärische Bilder liefern, fällt der Soundtrack wiederum ab und die sonst recht solide Kameraführung versagt in der Abschlussverfolgungsjagt vollkommen und macht daraus eine verschmierte unübersichtliche Ruckelorgie. Mikros habe ich zwar keine gesehen, doch ein paar Sachen wurden recht ungenau abgedreht. Wenigstens hat es einige Schockmomente die ganz ordendlich wachrütteln, aber dann auch vorhersehbar werden. Fazit: Harte Kritik, die sicher etwas anders geklungen hätte, wenn es sich um das 30 Jährige Original gehandelt hätte, aber für einen Film der 2006 gemacht worden ist, hat man ihn schlichtweg schon gesehen und auch wenn nur zwei Filme namentlich genannt wurden, gibt es viele die ähnliche Elemente enthalten. Also hätte man das Original lieber in seiner Vaterrolle stehen lassen anstatt ein halbherziges Remake daraus zu machen..... |
Muss zuerst gestehen, dass ich das Orginal nicht gesehen habe. Fand das Omen aber ziemlich schwach. Der grosse Mangelpunkt ist die Spannung. Die zum grösstenteil fehlt (Ausser beim Schluss). Dazu reichen halt keine Final Destination Aktionen, die den Film retten könnten. Auch die Schauspieler waren schwach. Den kleine Bengel konnte ich keine Sekunde leiden. Doch die schlimmste war das Kindermädchen. Spoiler zum Lesen Text markieren
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