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Beitrag Winnetou - 1. Teil

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Winnetou - 1. Teil oder: Tütenrauchen als Friedensangebot


1963 kehrte Winnetou in die Kinos zurück, nachdem er ein Jahr zuvor schon den Schatz im Silbersee gefunden hatte und man bemerkte, dass diese klassischen Westerngeschichten von Karl May enormen Anklang beim Publikum finden. Also machte man sich ein weiteres Mal auf die Socken in die (ehemals) jugoslawischen Berge, trommelte den internationalen Cast zusammen und produzierte die Reihe über den mit grosser Wahrscheinlichkeit bekanntesten Indianer unserer Breitengraden.

Winnetou machte nicht nur Pierre Brice endgültig zum Star, sondern bescherte dem Filmschönling Lex Barker ein weiteres Standbein, um sich nach Krimis, Piratenfilmen und Dschungelabenteuern in einem neuen Genre zu beweisen. Angereichert wurden die Rollen durch deutsche Bösewichte wie den jungen Mario Adorf und Sidekicks wie "wenn ich mich nicht irre"-Sam Hawkins, der von Ralf Wolter personifiziert wurde und immer dann einen schlechten Spruch brachte, wenn es am unnötigsten war.

Der Film ist natürlich ein Klassiker aus der Jugend eines Jeden. Alle kennen den verständnisvollsten Indianer der Neuzeit. Jeder weiss, was die "Silberbüchse" ist und dass Winnetou natürlich mit seinem weissen Freund (ohne Angst vor HIV) Blutsbruderschaft schliesst. Von da an gehts allen bösen Westerngaunern an den Kragen, die versoffenen Indianer werden bekehrt und wenn sich die beiden Brüder nach langer Trennung wieder sehen, dann wartet man darauf, dass sie sich in die Arme fallen. Was natürlich nie geschieht, sondern die beiden begrüssen sich mit einem coolen Händedruck (indem sie sich gegenseitig an die Handgelenke fassen), der auf den Schulhöfen alter Tage natürlich auch praktiziert wurde.

Fazit: Alt, stereotypisch und extrem vorhersehbar. So kennen wir die Filme über Winnetou und so lieben wir sie auch. Da ist das Blut extrem rot, die Gewehre rauchen häufig und die Bardamen schwärmen wunderbar vom "stattlichen Herrn", der sich als Old Shatterhand zu erkennen gibt. Ein Film für Nostalgiker und endlich auf DVD erhältlich für alle die, welche den Häuptling auch mal im Original hören wollen.

Die ganze Geschichte des Apachen-Häuptlings kommt in einer 3-DVD-Box, wovon Winnetou und die erste Fortsetzung "nur" mit jeder Menge Trailern ausgestattet ist. Die schönen und interessanten Extras sind alle auf der letzten Disc, dem ultimativen Finale. Mehr über die Bonusfeatures gibts dort.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

muri's Wertung: 4.5 Sterne

Einer der besten Karl May-Filme überhaupt.

Johnny Firpo's Wertung: 6.0 Sterne

Denke diese Klischeeklitschen informieren eigentlich mehr über über das was in den 60ziger Jahren dem Filmzuschauer allgemein zugemutet wurde und so zum Niedergang von Kino allgemein führte.
Kitschige Yugo-Aussenaufnahmen, trashige Dialoge, einige kuriose Unikums wie Ralf Wolter als Runnig Gag, brave christliche Gute und fiese zynische Böse so richtig was fürs Pfadfinderlager oder den Messdienerausflug.
Anyway Mario Adorf war nie schlecht, der Rest gehört auf die Müllkippe.

euros' Wertung: Noch nicht bewertet

Na wenn das deine Meinung ist. Zum Glück weis ich, dass es anders ist.

Johnny Firpo's Wertung: 6.0 Sterne

Zitat Johnny Firpo (2008-04-27 15:09:36)

Zum Glück weis ich, dass es anders ist.


Mal wieder ein akuter Fall von "Ich-zähl-nur-meine-Meinung-als-die einzig-wahre-und-richtige"-Manie. |)

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet


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