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Beitrag Kingdom Hospital
Kingdom Hospital oder: Tust du mir einen Gefallen, fress ich dich vielleicht nicht Kingdom Hospital basiert auf der Serie Geister des Dänen Lars von Trier. Stephen King hatte die Serie zufällig entdeckt und wollte sie veramerikanisieren. Das ist ihm gelungen. Ich habe leider die Originalserie nicht zu Ende gesehen, Kingdom Hospital ist aber nach meinem Eindruck sehr nahe daran geblieben. Für mich recht ungewöhnlich, hatte ich die Serie in zwei Tagen fertig geguckt. Ich war einfach zu gespannt, wie die ganze Geschichte ausgeht, wie eins zum anderen zusammenpasst. Leider hat mich das Ende etwas enttäuscht. Für meinen Geschmack ist die Hauptstory zu konventionell. Ausserdem werden einige Aspekte nicht erklärt. Was soll zum Beispiel dieser kopflose Körper, der dauernd durch die Gänge des alten Kingdom Hospitals irrt? Und was sollte diese ganze Jesus-Episode? Die Hightlights sind sicher die skurillen Figuren und Episoden. Oder habt ihr in Emergency Room schon mal erlebt, dass das Aerzteteam während einer OP zu singen und tanzen beginnt? Wer jetzt also den totalen Horrorschocker erwartet, wird nicht auf seine Kosten kommen. So erschreckend wie Sadako aus Ringu ist das Glocken-Mädchen lange nicht. Ich würde die Serie unter "Drama mit mystischen Elementen" einordnen. Eher bizarr als beängstigend. Nichtdestotrotz hat die Serie grossen Spass gemacht. "ER auf LSD" ist keine Untertreibung. Mr. King hat auch nicht mit kleinen Hinweisen gespart. Immer mal wieder lesen Leute in seinen Büchern oder in den Nachrichten wird die Situation beschrieben, "als wäre sie einer Geschichte von Stephen King entsprungen". Wahrscheinlich ist für King-Experten noch mehr zu entdecken. Soviel sei aber noch verraten: Der Meister himself hat ein kleines Cameo. Der Cast ist sehr gut ausgewählt worden. Bruce Davison spielt den schleimigen Dr. Stegmen so intensiv, dass ich am liebsten den Fernseher aus dem Fenster geworfen hätte. Und Andrew McCarthy muss den Vergleich mit George Clooney nicht fürchten, er macht eine gute Figur als heldenhafter, aber menschlicher Arzt. Interessantes Detail für alle King-Fans (und auch für mich): Der Unfall, den Peter Rickman am Anfang der Serie erleidet, ist eine ziemlich genaue Beschreibung dessen, was Mr. King 1999 passiert ist. Nachzulesen auch in seinem -besonders für Schreiberlinge- spannenden Buch "Das Leben und das Schreiben". Wer nach 15 Stunden noch nicht genug hat, kann sich die Serie nochmal mit den Audiokommentaren (englisch) ansehen. Oder auf der vierten DVD ein paar Extras angucken. Im Making-of "Inside the Walls" erzählt Mr. King unter anderem, wie es zur Produktion von Kingdom Hospital kam. Der ehemalige Atemtherapeut und Autor/Produzent der Serie, Richard Dooling, half ihm beim Drehbuch mit dem medizinischen Kauderwelch, über das die Schauspieler in "Patients & Doctors" stöhnen. In "Designing Kingdom Hospital" erfährt man einiges über die Sets und Kostüme, und in "The Magic of Antubis" wird munter über die Arbeit der Computeranimation berichtet. Uebrigens eine seltene Sache, dass in einer Fernsehserie dieser Aufwand betrieben wird. Falls mal jemand nicht weiss, womit er die Zeit am Wochenende totschlagen soll: Kingdom Hospital und danach Geister gucken. Wenn ihr danach nicht reif für die Klapse seid, habt ihr meinen Respekt :-) |
Ganz interessant das Teil. Witzige Idee mit 'Antibus' (Name und Gestalt) Aber der Schluss war ja mehr als nur Schwachsinn: Spoiler zum Lesen Text markieren
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