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Beitrag The Hamster Factor and Other Tales of Twelve Monkeys
The Hamster Factor and Other Tales of Twelve Monkeys oder: Affentheater The Hamster Factor entstand auf Wunsch des Twelve Monkeys-Regisseurs Terry Gilliam (The Brothers Grimm) - als ob er bereits eine dunkle Vorahnung gehabt hätte. Tatsächlich war Gilliam zu jener Zeit schon ein gebranntes Kind, hatte er doch in früheren Hollywood-Projekten bereits Probleme mit den Produzenten und den Studios gehabt (so beispielsweise bei Brazil und The Adventures of Baron Munchausen). In der Folge liess er sich auf das Projekt Twelve Monkeys nur mit einem Agenten und einem Anwalt an seiner Seite sowie einer vertraglich zugesicherten Vollmacht über den Final Cut ein. Keith Fulton und Louis Pepe (Brothers of the Head) präsentieren mit The Hamster Factor and Other Tales of Twelve Monkeys entsprechend ein Making-Of der ungewohnten Art: Statt der oft gesehenen Demonstration von eitel Sonnenschein und "wir haben uns alle ganz doll lieb", fliegen im Hamsterfaktor ab und zu die Fetzen, sieht man fluchende Produzenten, Bruce Willis, der dem Regisseur widerspricht und ratlose Set-Techniker. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Person Gilliam; ein Mensch, so entsteht der Eindruck, der irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn pendelt und im Verlauf der Filmarbeiten die Gefühlsskala von himmelhochjauchzend bis kolossal frustriert mehrfach durchlebt. Die eineinhalbstündige Dokumentation ist aber nicht nur aufgrund ihres komplizierten Hauptprotagonisten spannend, sondern demonstriert dank den zusätzlichen Infos zur Filmproduktion (was macht ein Cutter? was bedeutet Looping?) und dem ganzen Drumherum (Marketing, Presse) auch eindrücklich, wieviele - zweilen fragwürdige - Schritte ein Hollywoodfilm vom Produktionsstart bis zur Premiere durchläuft. Toll ist zudem, wie die beiden Regisseure die Dokumentation stilistisch gestaltet haben und beispielsweise im ersten Teil, der von Gilliam und seinen bisherigen Hollywooderfahrungen handelt, den typischen Monty Python-Stil (Gilliam-Animationen) kopiert haben. Kleiner Wermutstropfen ist die stellenweise schlechte Bildqualität der DVD. Insgesamt ist The Hamster Factor (die Bedeutung des Titels wird in der Dokumentation erklärt) eine sehenswerte Dokumentation. Und erst noch mit Happy End - ganz im Unterschied zum zweiten Making-Of, das Fulton und Pepe über einen Giliam-Film gedreht haben... |

