Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Just Like Heaven
Just Like Heaven oder: Cross the line? Romantische Komödien kommen und gehen. Die wenigsten bleiben länger als eine Nacht so richtig im Gedächtnis. Man sollte meinen, die Macher aus Hollywood würden deswegen sich die Nächte um die Ohren schlagen und austüfteln, wie man eine richtig gelungene Version eines romantischen Stoffes mit viel Witz und Herz auf die Leinwand bringt. In Just like Heaven sind sogar solche Ansätze bemerkbar, aber leider auch viel Leerlauf und Altbekanntes. Der Film kommt ziemlich spritzig, humorvoll und erheiternd daher und lässt die Zeit im angenehmen Tempo verstreichen. Der Griff zur Fernbedienung darf erstmal verkniffen werden, denn Reese Witherspoon gefällt in ihrer Rolle als einsamer und schuftender Single. Auch das Zusammenspiel mit Mark Ruffalo darf als geglückt angesehen werden. Er nahm ja dann seine Rolle als netter Boyfriend in Rumor has it nochmals auf, bevors dann wieder in Richtung Drama und Thriller geht. Die Tatsache, dass er immer dann weiblichen Besuch bekommt, wenn er was nerviges macht, passt sich ebenfalls gut in die ganze Stimmung des Filmes ein. Obwohl man versucht, mit dem Thema der lebensverlängernden Maschinen ein etwas heikles Thema anzusprechen, verläuft der Film schlussendlich wie eine passable, aber nicht überragend lustige Komödie. Romantik wird gross geschrieben, ein paar Mal darf man auch herzhaft seufzen und lachen. Das Problem ist halt einfach, dass man bereits nach ein paar Minuten weiss, wie die Geschichte ausgehen wird. Und überrascht wird man natürlich nicht mehr. Schlussendlich ist Just like Heaven ein herziger Film geworden, bei dem man sich auch mal intensiver um den Mitgucker kümmern kann, ohne gross was zu verpassen. Auch zur Ergänzung eines Wellnessabends eignet sich diese Komödie wunderbar. Denn Konzentration braucht man keine und so kann man sich genüsslich den Cremes, der Mani- oder der Pedicure widmen und einfach ein Ohr auf den Film haben. Auf der DVD befindet sich der übliche, optional zuschaltbare, Audiokommentar, der sich in guter Gesellschaft befindet. Denn die üblichen Verdächtigen, die sich als Making-of, Deleted Scenes und nervige Bloopers herausstellen, reihen sich ein, in die Fliessbandproduktionen zu solchen Projekten. Auch der nähere Fokus auf die Schauspieler entpuppt sich als oberflächliches Blabla, das kaum was Neues bietet. Previews weisen auf Konkurrenzprodukte hin, die man schliesslich auch an den Mann (oder natürlich die Frau) bringen möchte. |


