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Fever Pitch oder: Sportfanatiker im Liebestaumel


Fever Pitch gabs schonmal! Und zwar wurde der Roman von Autor Nick Hornby 1997 Originalgetreu mit Colin Firth und britischem Fussball in die Tat umgesetzt. Darum gehts denn auch im Buch. Theoretisch. Dass solche Themen inzwischen willkürlich abgeändert werden, beweist diese Neufassung, in der die Handlung nach Amerika verschoben wurde und man aus Fussball Baseball gemacht hat. Und wer die Geschichten von Nick Hornby (About A Boy oder High Fidelity) kennt, der weiss auch, dass man solche Geschehnisse am besten mit steifen Engländern besetzt. Und nicht wie hier, mit zwar sympathischen, aber schlussendlich doch recht durchschnittlichen Komikern wie Jimmy Fallon.

Die Geschichte an sich ist recht charmant und nett. Zwei Menschen verlieben sich, schauen sich Baseballspiele am Laufmeter an und bringen es nicht fertig, Liebe und Sport miteinander zu verbinden. Das gibt wirklich gelungene Sprüche im Stadion, romantische Szenen im Park und die üblichen Vorstellungsrunden bei den Kollegen. Allerdings macht Charlies Angels-Agentin Drew Barrymore nicht nur optisch einen guten Eindruck, sondern wird die Herzen der Männer ansatzweise brechen, wenn sie im Baseballstadion so richtig abgeht. Die sympathische Kalifornierin versprüht Charme und Witz, was ihre Rolle derjenigen ihres männlichen Partners extrem überlegen macht. Jimmy Fallon versucht zwar krampfhaft, den ungeschickten und verliebten Deppen zu spielen, muss sich aber klar hinter Branchenleader Hugh Grant einordnen, den man in einer solchen Komödie schmerzhaft vermisst.

Fazit: Fever Pitch ist nett, unterhaltsam, aber nicht besonders innovativ, geschweige denn spannend. Natürlich kriegen sich die beiden Turteltäubchen am Schluss, natürlich gewinnen die Red Sox ihre Spiele und ebenso natürlich braucht es ein schönes Happy-End, um diese Geschichte abzuschliessen. Man hat aber weiterhin das Gefühl, dass wenn man auf eine Veramerikanisierung des Stoffes verzichtet hätte, hier eine herrliche Komödie entstanden wäre. Aber nach dem lauen Stuck on You versucht das Regisseurenbrüderpaar Farrelly nun mit allen Mitteln, mal wieder einen Hit zu landen. Mit diesem Film ist man sicherlich auf einem guten Weg.

Wie es sich für eine Komödie gehört, bestimmen vermeintlich lustige Features die Extras. Ein Gag-Reel, ein alternatives Ende oder nicht veröffentlichte Szenen bilden hier die Basis. Ein paar sogenannte "Internet-Featurettes" sind ebenfalls abrufbar. Hier werden der Film, die Hintergründe und natürlich die einzelnen Szenen auseinandergenommen. Witzig natürlich, wie man die Fans auf die Filmarbeiten einstellte. Den Abschluss macht der Kinotrailer und für Freunde des Audiokommentars ist ebenfalls gesorgt.

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muri's Wertung: 3 Sterne

Man hat Fussball mit Baseball ersetzt...OMG :o

Das man High Fidelity in die Staaten holte, war ok. Bei Musik ist sowas ja machbar. Aber den Sport ersetzen? Nö, das grenz ja schon an Hochverrat. :!

Markus' Wertung: Noch nicht bewertet

Wie soll das überhaupt mit Baseball funktionieren? Klar kann man auch für diesen Sport eine Passion entwickeln. Aber gibt es im Baseball auch Herzschlagfinale? Im britischen Film gibt es ja den Höhepunkt, dass Colin Firth fast ein Tor von Arsenal in der 90. Minute verpasst, weil er den Müll rausträgt oder so. Wie macht man ein solche Szene im Baseball? Nimmt man da einen X-beliebigen Home-Run?

Baseball-Fachleute vor!
Oder muri weiss die Antwort...

rm's Wertung: Noch nicht bewertet

noch nie was von tripleplay gehört ? ;)

papp's Wertung: Noch nicht bewertet

Aus eigener Baseball-live-in-den-USA-guck-Erfahrung weiss ich, dass jeder Homerun (wie beim Mattenlauf) die Zuschauer in völlige Ekstase versetzen kann.
Verstehen tu ichs nicht (wie übrigens auch die Spielregeln mir weiterhin ein Rätsel bleiben ;)), aber die Masse hat gefestet als damals der Ball mal getroffen wurde, während es vor- und nachher stinklangweilig war...

muri's Wertung: 3.0 Sterne

http://www.69ers.de/baseball/regeln.htm

papp's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat muri (2006-04-12 11:31:09)

Aus eigener Baseball-live-in-den-USA-guck-Erfahrung weiss ich, dass jeder Homerun (wie beim Mattenlauf) die Zuschauer in völlige Ekstase versetzen kann.
Verstehen tu ichs nicht (wie übrigens auch die Spielregeln mir weiterhin ein Rätsel bleiben ;)), aber die Masse hat gefestet als damals der Ball mal getroffen wurde, während es vor- und nachher stinklangweilig war...


Ja schon, aber diese Homeruns sind doch ziemlich vorhersehbar. Wenn da einer wie Mark McGwire kam, konnte man sich fast immer auf einen freuen.

Wie ist das nun aber im Film gelöst? Gibt es eine Szene, in der Fallon fast irgendetwas Historisches seines Teams verpasst? Und was wäre das dann? Ein Homerun?

rm's Wertung: Noch nicht bewertet

Es ist eine historische Aufholjagd seines Teams, das ein verloren geglaubtes Spiel noch kehrt und sie Stadt in ein Irrenhaus verwandelt. Und Fallon erlebt Ergüsse mit Barrymore und verpasst das ganze ;)

muri's Wertung: 3.0 Sterne

Ich fand den Film nicht schlecht. Der Anfang macht wirklich Spass, vor allem die lustigen Sprüche von Fallon ("Vomit-Elves"), doch leider kippt das Ganze im zweiten Teil und es wird etwas seeeehr amerikanisch (kitschig-romantisch, ncht romantisch-romantisch, und all diese Beziehungsprobleme...x(). Doch es wird wieder gut, nämlich von dem Punkt an, wo Ben das Yankee-Spiel verpasst. Dann wird es romantisch. Nicht allzu kitschig, eine gesunde Prise Romantik. Und den folgenden Satz schreibe ich bei vollem Bewusstsein und dem Wissen, dass ich ein gestandener Fussballfan- und Spieler bin: Mich hats nicht gestört, dass es Baseball war, denn ich glaube, dass Sportbegeisterung nicht von der Sportart abhängig ist. Würde ich in Glasgow leben, würde ich vermutlich auch an jedes Spiel von Celtic gehen. Insofern kann ich die Begeisterung verstehen (bloss wurde in diesem Film fast nie erwähnt, dass Baseballspiele extrem lang dauern können...ausser vielleicht in der Szene, wo Lindsay im Stadion telefoniert, Fussball ist auf 90 Minuten beschnitten, 120 wenns hoch kommt).
Ein ganz typisches Feelgood-Movie. Teils etwas kitschig, doch witzig und romantisch.
4 Sterne
Gut. Nicht brilliant, aber gut.

Zitat muri

Es ist eine historische Aufholjagd seines Teams, das ein verloren geglaubtes Spiel noch kehrt und sie Stadt in ein Irrenhaus verwandelt.


Spoiler zum Lesen Text markieren

Aber da macht sie ja erst Schluss mit ihm. Richtig zur Sache gehts ja dann bei den Playoffs (wo man an einer Bande den "Simpsons"-Schriftzug sieht, klar, ist ja auch FOX). Sie hindert ihn dran, die Tickets zu verkaufen, indem sie übers Spielfeld sprintet, sie küsst ihn, sie wird verhaftet und dann sind sie glücklich und werden ein Kind haben...:i
Kurz gesagt: Amerikanisch, amerikanischer, FOX:d

[Editiert von El Chupanebrey am 2007-07-25 23:42:16]

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne


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