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Beitrag Mission: Impossible II

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Mission: Impossible II oder: Sandspiele, cool bebildert


Leonard Nimoy und Peter Graves waren zwei der bekanntesten Figuren in der TV-Serie der sechziger Jahre, die in unseren Breitengraden unter dem Namen "Kobra, übernehmen Sie" im TV lief. In den achtziger Jahren kam nochmals eine Version des Stoffes ins Fernsehprogramm, jedoch schaffte es Tom Cruise 1996 mit dem Kinofilm Mission Impossible und einer starken Version des Ur-Themes (gespielt von den beiden U2-Mitgliedern, die sonst eher im Hintergrund stehen) den vermeintlich alten Stoff einer neuen Generation zugänglich zu machen. Der Film wurde ein Hit an den Kinokassen und für die Fortsetzung engagierte man Regisseur John Woo, der sich hiermit definitiv in Hollywood etablieren sollte, nachdem er bereits mit Face off einen US-Knaller abgeliefert hatte.

Während man dem ersten Teil inhaltlich kaum folgen konnte und erstmal die ganzen alten Recken verschwinden mussten, drehte sich Mission Impossible 2 einzig und allein um den Hauptdarsteller Tom Cruise und die Aufgabe, diesen so gut und so stylisch wie möglich in Szene setzen zu können. Darunter litt natürlich die eigentliche Geschichte, denn die Jagd nach dem Virus entpuppte sich als Nebenhandlung, die neben all den Kämpfen, den aufwändig inszenierten Actionsequenzen und den rasanten Verfolgungen kläglich unterging. Und genau das ist das grosse Minus dieses Filmes. Denn bis die Story einmal richtig losgeht, vergehen knapp 40 Minuten. Dafür wird man in den restlichen knapp 90 Minuten mächtig in den Stuhl gedrückt.

Es gibt viele Menschen, die sich ab diesem Film grün und blau ärgern. Und ganz unrecht haben sie nicht. Denn was uns John Woo präsentiert ist aufwändig, fast Bruckheimerisch, aber leider entsprechend hohl, unlogisch (die Schlussequenz im Sand ist zum davonlaufen) und aufgeblasen. Das ergibt mächtig viel fürs Auge und für die Ohren, jedoch darf die Hirnaktivität durchaus für zwei Stunden vergessen werden.

Fazit: Mission Impossible 2 ist ein Hollywoodfilm, der seinem Star die gebührende Huldigung liefert. Nichts geht ohne Tom Cruise, der halt einfach alles (aber auch wirklich alles) zurechtdrehen kann und dementsprechend dem Zuschauer auf die Nerven geht. Einzig gegen Anthony Hopkins (in einer klitzekleinen Gastrolle) zieht er den Kürzeren. Und dessen "Mr. Hunt, this isn't mission difficult, it's mission impossible. "Difficult" should be a walk in the park for you" sorgt dann auch für den Höhepunkt des Films.

Ein knapp 14-minütiges Making-of eröffnet die Operation "Extras". Viele Filmausschnitte, Lob und über ach so fröhliche Dreharbeiten wird hier berichtet. Tja, man kennts. Einen kurzen Blick auf die zahlreichen Stunts dürfen wir noch sehen, bevors dann direkt in die verschiedenen Szenenabläufe geht. Dort bekommt man unter anderem Infos über die "Messer auf dem Auge"-, die "Ich-prügel-dich-im-Sand-windelweich"- und "Ich-düs-mit-dem-Töff-durchs-Feuer"-Szenen. Dauert über 30 Minuten, das Feature und ist für einmal wirklich interessant. In der "unwahrscheinlichen Mission" lernen wir Tom Cruises Stunddouble kennen, das erstaunliche Ähnlichkeit mit Ben Stiller hat und dementsprechend das Feature witzig gestaltet. Auch noch auf der Extra-Seite ist das hammergeile Musikvideo von "Metallica" mit Namen "I Disapear". Volle Kanne und cool produziert. Natürlich darf der Kommentar des Regisseurs nicht fehlen und eine alternative Titelsequenz gibts ebenfalls. Das DVD-Rom-Feature bietet schliesslich noch allerhand interaktives und lesbares.

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muri's Wertung: 4 Sterne


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