Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Hostel
Hostel oder: Bratislava ist immer eine Reise wert "Die Zukunft des Horrorfilmes heisst Eli Roth". So steht es nicht nur im Presseheft, sondern klingt es auch aus dem Mund eines der grössten Fans des Machers von Cabin Fever. Nämlich niemand geringerem als Quentin Tarantino himself. Ob dem so ist, darüber lässt sich weiterhin streiten. Worüber sich allerdings nicht diskutieren lässt, ist dass Eli Roth mit Hostel einen Film in die Kinos bringt, der dem Massenpublikum gewaltig an die Nieren gehen wird und der an den Pressevorführungen diverse gestandene Journis zum frühzeitigen Verlassen des Kinosaals gebracht hat. Wenn man sich den Trailer zu Hostel ansieht, wird man schon mit Samthandschuhen darauf vorbereitet, was einem dann in den 94 Minuten Film so erwarten kann. Doch halt! Das erste Drittel des Filmes besteht nicht etwa aus Blutspritzern oder Metzgerszene, sondern mehrheitlich aus entblössten Brüsten, kiffenden Menschen und jeder Menge dummer Sprüche. Obs die auch den richtigen Film eingespannt haben? Lustigerweise fängt man sogar an, die drei Rumtreiber zu mögen. Man lacht mit ihnen, wenn sie ihre Hinterteile rasieren, bemalen und fotografieren. Man schmunzelt, wenn der "real Amsterdam-Shit" sie fast aus den Socken haut und schlussendlich leidet man mit ihnen, wenn Metzgerähnliche Gestalten sich mit verschiedenen Werkzeugen an ihnen zu schaffen machen. Genau das ist es, was der Zuschauer vom Film erwartet. Horror, Brutalität, Blut, Gewalt und eklige Szenen, die man so in einem Mainstream-Film (und ich betitle Hostel jetzt einfach mal so) noch selten gesehen hat. Zartbesaitete Menschen werden ein flaues Gefühl im Magen bekommen, Angeber über die Brutalitäten lachen (und dann aber schnell das Gesicht wieder hinter den Händen verstecken) und die richtig knallharten Horrorfans bekommen definitiv was geboten für ihr Geld. Man wird eine Bohrmaschine, eine Kettensäge oder ein Skalpell nicht mehr als Spielzeug für Hollywood-Massenmörder betrachten. Denn Hostel ist so real wie es geht. Neben all den ekligen und brutalen Szenen, die für jegwelche Zensurbehörden sicherlich ein gefundenes Fressen darstellen, bleibt dafür die Geschichte recht auf der Strecke. Während man im ersten Drittel versucht hat, eine Story (wenn auch eine sehr simple) zu erzählen, reihen sich danach die Folterszenen einfach aneinander und die Geschichte verliert praktisch alles von ihrem Reiz. Es geht wirklich nur noch darum, was als nächstes für ein Instrument vom Tisch genommen wird und welcher Körperteil das nächste ist, das malträtiert wird. Schade. Schön wärs gewesen, man hätte die Folterungen mit einer spannenden Geschichte kombiniert, die auch am Schluss noch zu überraschen weiss. Dass es in einer Szene sogar schallendes Gelächter im Saal gab, mag an der durchaus humoristischen Darbietung auf der Leinwand liegen oder einfach an dem Fakt, dass man Angst am besten mit Gelächter bekämpft.... Fazit: Hostel ist Ekelkino vom Feinsten und wird dem einen oder anderen schön artig auf den Magen schlagen. Die Folterszenen sind sehr realistisch, kommen aber schlussendlich zu selten vor. Und wer sich in solchen Filmen eh immer erschreckt, der nimmt am besten einen abgebrühten Partner zum sich-ranklammern mit. Und zum klammern, gibts definitiv genug. |
Hostel - Anatomie für Anfänger Wenige Filme schaffen es in letzter Zeit, dass man vor dem Release gross etwas von ihnen hört, Hostel schaffte es, schon vorher quer durch die Newsmeldungen gezogen zu werden. "Krankenwagen kam an Testvorführung", war nur eine Meldung davon. Die regelmässig veröffentlichten Clips versprachen auch einen sehr düsteren, wie auch blutigen Streifen, der unter die Haut geht. Konnte er den Erwartungen entsprechen? Ja durchaus, trotzdem hätte er auch schonungsloser sein können, denn in gewissen Szenen überlässt er trotz der Härte viel der Vorstellung des Zuschauers. Hostel hält sich nicht lange mit einem Intro auf und beginnt mitten im wilden Partyleben der drei Rucksacktouristen. Denen folgen wir auch in den nahen Osten, und irgendwie wähnt man sich in der ersten halben Stunde im falschen Film. Denn die Szenen, die da abgefackelt werden, hätten genauso gut aus einem Softporno entnommen werden können, und dienen wohl eher um die etwas dünne Story mit viel nackter Haut zu übertünchen. Was hier vor allem gelungen ist, trotz der vielen Brüste und trotz der teilweise recht amüsanten Dialoge, bleibt immer im Hinterkopf: "Es ist ein Horrorfilm, etwas stimmt da nicht", so schwebt ein Damoklesschwert über den drei Jungs und jede Andeutung und jede doppelbödige Handlung wird natürlich als Hinweis registriert. Als dann der Erste verschwindet, zieht langsam das Horrorfeeling ein. Was bei Hostel vor allem überzeugt, ist die düstere und realistische Atmosphäre. Ein grosser Teil wird durch die gute Lokationwahl erreicht, welche nur aus halbzerfallenen Häuser oder eben dem düsteren / blutigen und dreckigen Hostel besteht. Dies wird dann von einem anfänglich mit einem rocklastigen und später immer düsteren Soundtrack unterlegt, der aus den sowieso schon intensiven Szenen das Beste herausholt. Eines kann ich bestätigen: Ja, Hostel ist brutal, blutig und schreckt auch nicht davor zurück mit Grossaufnahme abgetrennte Körperteile zu zeigen. Wer also nicht so bewandert ist auf dem Horrorsektor, dem kann es durchaus auf den Magen schlagen. Trotzdem hält er Potential zurück und kam mir teilweise zensiert vor und anstatt die Handlungen zu zeigen, klebte die Kamera auf den Leiden des Opfers. So hat man mehr das Gefühl, als ob der Film künstlich verharmlost wurde, als das es jemals so beabsichtigt gewesen war. Genauso überzeugend und beängstigend realistisch ist auch das Konzept, das sich hinter Hostel aufbaut, was ihn auch von einem sinnlosen Splatterfilm abhebt Klingt nach einem Lobgesang, ist es auch, denn Hostel unterhält und bietet gehobene Horrorkost, kommt allerdings IMO doch nicht an Saw 2 heran, denn es fehlt schlichtweg der Überraschungsmoment. Wenn man sich etwas auskennt, kann das Konzept schnell durchschaut werden und Hostel bemüht sich auch gar nicht erst einen grossen "Aha"-Effekt aufzubauen, was ihm auch den Mitdenk-Reiz nimmt. Ebenso ist er so beschäftigt mit den Splatter-Szenen, dass er das kranke Konzept nur sehr kurz beleuchtet und nur nebenbei erwähnt. Fazit: Hostel hält primär, was er verspricht und bietet für den magenfesten und abgehärteten Kinogänger einen streckenweise sehr Intensiven wie auch sehr düsteren Horrorstreifen, der genauso unterhält, wie auch Szenen zeigt die unter die Haut gehen. Ein Streifen der weit von den Teenie-Slashern wie House of Wax entfernt ist, aber sehr linear ist und letztendlich auf der Storyseite wenig Überraschungen bietet. Wer sich für Horrorfilme interessiert ist dieser Film jedenfalls ein muss, also lasst uns hoffen, dass er es ins Kino schafft. |
Ich hab gestern Abend den Vorfilm zu Hostel gesehen. Enthält der Film noch einen anderen Sinn oder geht es tatsächlich nur darum irgendwelche krankhaft voyeuristischen Ekelgefühle zu befriedigen? |
Wippende Brüste und *summsummkreisch* Folterszenen sind wohl das einzige, was hängenbleibt. (ups, "hängenbleibt" wie die Fleischstückchen am Foltergerät... Es geht hauptsächlich darum, die Leute mit exzessiven Brutalitäten zu schockieren. Das, gepaart mit einigen witzigen Einfällen und Figuren, wars dann aber auch schon. Und in "Hostel 2" (geplant für 2007) soll es ja, gemäss Regisseur, "a lot of blood" geben. Das hat aber auch schon Saw 2 versprochen. |
Zitat thatssno (2006-04-04 08:22:48)
du solltest das forum erst mal durchlesen (der weg ist das ziel |
Zitat thatssno (2006-04-04 08:22:48)
Naja so schlimm würde ich es jetzt nicht deklarieren. Die Folterszenen sind in eine passende Story eingegliedert und nehmen wie gesagt nicht so einen grosse Screentime ein, wie erwartet. Aber die Bilder sind hart, sind aber meiner Meinung auch passend, denn so hebt er sich auch vom Teenie-Slasher Einheitsbrei ab und bietet auch einem Horrorpublikum etwas neues und nicht etwas, das man schon viele Male gesehen hat. |
Zitat papp (2006-04-04 08:26:48)
Danke; das ist ja eine erheiternde Diskussion Zitat Skynet (2006-04-04 09:01:39)
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Zitat thatssno (2006-04-04 09:10:02)
was natürlich unglaublich "neu" ist... |
Zitat thatssno (2006-04-04 09:10:02)
Als ob es im Film nur darum geht. Nein das "Neue" ist ein Szenario das bisher noch nicht in vielen (wenn überhaupt) Horrorfilmen abgefackelt wurde. Da wird kein unsterblicher Killer heraufbeschwört, es ist kein Seuqel oder Remake, sondern ein sehr realistisches Szenario das durchaus noch sein kann. Das Foltern ist eben ein bestandteil dieses Szenarios und wird eben auch entsprechend realistisch gezeigt, obwohl eben auch viel ausgeblendet wird. Aber guck dir doch den Film erstmals an, bevor du ihn als Gewaltorgie abtust. |
Zitat Skynet (2006-04-04 12:54:17)
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und wie siehts im vergleich zu eli roths erstem film "cabin fever" aus? hat mir beim ersten mal überhaupt nicht gefallen, beim zweiten mal gings dann aber. vor allem der merkwürdige humor machte mir zu schaffen und hat mir cabin fever etwas verdorben, obwohl der film sicher ein paar gute ansätze und ein paar nette zitate aufweisen kann. ist da eine steigerung bzw. verbesserung zu erkennen? |
Zitat machine (2006-04-05 00:15:53)
In den Promofilmchen zu Hostel sagt Eli Roth nun jedem, der es wissen will, was für Scheissscripts er bekam nach dem Erfolg von Cabin Fever. Deshalb hätte er selber was schreiben müssen und nahm den Hint auf von Harry Knowles, der ihm einen Link auf eine Thai-Site schickte, die das schilderte, was die Jagd-Gesellschaft in Hostel halt so treibt. Leider wirkt der Film aber auch wie eins der Scheissscripts, das dem Eli angeboten wurde und zwar von irgendeinem Deppen, der dachte, man müsse auf der Suche nach noch mehr Geld nun notgeile Studis in der Tradition von American Pie foltern à la Saw. Die ersten dreissig Minuten sind wie Eurotrip ohne Trachtenberg dafür mit einem isländischen 40-jährigen Stiffler-Ersatz und vielen vielen niederländischen Prostituierten. Das erste Mal eklig wird es als ein Slowake Pouletsalat ohne Gabel ist. Das wird er büssen müssen auf einer Bahnhofstoilette im weiteren Verlauf des Films. Es wird noch ein bisschen weiter gepoppt mit ziemlich ansehnlichen Osteuropäerinnen. (Wenn man Eli Roth wirklich ein Talent zugestehen will, dann im Erkennen von Eye Candy bei den Castings für weibliche Nebenrollen). Eine kleiner Besuch in einem Foltermuseum, etwas, was es gemäss Roth nur in Europa geben soll, leitet dann den saumässig gruusigen Rest des Films ein, wo leider jeglicher Grusel durch Ekel überdeckt wird, und wir im gerade trendigen Folterkeller à la Saw landen. Höhepunkt des Unappetitlichen und gleichzeitig so unrealistisch, dass man nur noch lachen kann, ist eine geplatze Eitebeule, die entstand, weil da einer mit dem Lötkolben in Augennähe hantiert hat. Bis auf einen Ausrutscher auf einer Blutlache ist dieser Teil leider komplett humorfrei. Statt Suspense oder wenigsten lustige Splattereffekte wie bei Sam Raimi gibt's Cheap Thrills non-stop. Vergiss Miikes Auftritt! Er ist kurz. Miike ist - Trara! - auch Kunde dieser perversen Organisation, die das Hostel als Tarnung betreibt. Sein Auftritt schauspielerisch in etwa gleich anspruchsvoll, wie der von der Frau aus der "3 Wetter taft"-Haarlack-Werbung, die aus dem Flugzeug steigt. ("Bratislava. Wieder mal Wind. Doch die Sonnenbrille sitzt perfekt"). Eli hat auch einen Cameo, als Kiffer in A'dam. Ein paar Punkte bekommt der Film, weil die Slowakei wirklich aussieht wie die Slowakei. Normalerweise wirken diese "Amis düsen durch Europa"-Filme immer, als hätte man sie nie und nimmer on Location gedreht. (Es ist zwar streng genommen die tschechische Republik, aber Unterschiede gibt's da ja eh nur bei der Positionierung der Natis der beiden Länder im FIFA-Ranking. Onyx möge mir da wiedersprechen. Ich widerspreche dafür skynet. Bratislava ist nur eine Stunde von Wien entfernt. Naher Osten ist das deshalb noch lange nicht. |
Kitag scheint den Film nicht in die Kinos bringen zu wollen. "Zu hart" und auch der Verleih krebst zurück. Solche Gewaltsachen wolle man nicht unterstützen... Bravo Kitag! |
Zitat muri (2006-04-05 06:56:02)
Vielleicht bin ich einfach zu alt aber soooo schlimm ist es doch nicht, dass dieser Streifen nicht in die Kitag-Kinos kommt. |
aber markus, den film den kids zu zeigen wäre doch prävention... sonst müssen sie wieder mühsam hinrichtungs-, folter-, vergewaltigungsvideos, sodomie- und kinderpornos aus dem netz auf die handys laden, die armen kleinen... |
Zitat gargamel (2006-04-05 08:03:34)
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Dafür bringt man ja dann Perlen wie The Date Movie ins reguläre Programm. Da kann nix schiefgehen.... |
Hostel, zu hart für die Schweiz, oder nur für die Presse? Tja wiederum muss ein Horrorfilm zu Grabe getragen werden, und wiederum wird ein intensiver Streifen, der lange nicht so brutal ist wie erwartet, Opfer einer Hetzjagt der Presse. Wie in 20min von heute steht: "Folterszenen im Akkord". Eine Absolute unterstellung, denn so ein grosses Screentime haben diese Szenen nicht und wurden teilweise noch entschärft. In Filmen wie Land of the Dead der auch bei uns in den Kinos lief, gab es in dieser Hinsicht sicher mehr Gedärme und co zu sehen. "Eine neue Qualität von Gewalt" und das Hostel aus den Folgen der veröffentlichen Folgerbilder von Abu Ghraib entstanden ist, ist auch enorm weit hergeholt und hat völlig nichts mit diesem Thema zu tun. Hostel beschäftigt sich mit der kommerziellen Vermarktung von Menschen, gegen Bezahlung von Ultrareichen. Meiner Meinung nach ein losgelöstes Konzept, das wenig mit den (zugegeben) wüsten Dingen zu tun hat die dort zelebriert werden. Aber eben, nachdem Hills have Eyes und Underworld, die ebenfalls nicht in die Kinos kamen, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie zurückkrebsen, wie ich bereits vor ein paar Tagen vermutet habe. RIP, see ya on DVD |
Zitat Skynet (2006-04-05 08:34:28)
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Ein paar sachliche Anmerkungen zu den Hostel-Berichten im Revolverblatt 20min: Beispiel 1: http://www.20min.ch/tools/suchen/story/31535327 Beispiel 2: http://www.20min.ch/tools/suchen/story/20595219 Beispiel 1 mit dem Titel "Tarantinos Hostel erzürnt die Slowaken in der Schweiz" ist eine kleines Meisterstück wie man aus Nichts einen reisserischen Artikel machen kann. Der Artikel erschien kurz nach der allerersten Vorführung für die Presse in der Schweiz. Ich nehme mal an, die Anzahl slowakischer Mitbürger im Saal tendierte gegen 0. Ausser Frau Rigutto, die Autorin des Artikel hätte in weiser Voraussicht eine repräsentativ zusammengestellte Gruppe von Slowako-Schweizern mit ins Kino genommnen. Auch der im Artikel zitiert Vertreter der slowakischen Botschaft in Bern hatte wohl besseres zu tun, als sich diesen Film anzuschauen. Viel eher war es wohl so, dass Frau Rigutto ihm vom Film erzählt hat, in den dunkelsten Tönen, und er sich dann zu den Zitaten hat hinreissen lassen. Frau Rigutto hätte, in dem sie mit Leuten aus einer anderen im Film vorkommenenden sozialen Schicht telefoniert, den Artikel auch über erzürnte US-Rucksacktouristen, wütende Dollarmillionäre oder erboste Amsterdamer Tourismusfachleute schreiben können. Beispiel 2 ist auch sehr heuchlerisch. Aus dem Artikel wird nicht ganz klar, ob nur die Kitag in Basel gemeint ist oder auch die Säle in Bern und Zürich. In Basel-Stadt ist der Film von der kantonalen Filmkomission verboten worden und dort wurde auch die Pressevisionierung abgesagt. Denn die Kitag würde den Film sicher zeigen, wenn Aufwand und Ertrag stimmen würden. Ist ja schliesslich ein kommerzielles Unternehmen. Das Problem beim ähnlichen Film Saw 2 waren die Zuschauerschaften, die durch den Film angezogen wurden und für Radau und Verschmutzung im Saal gesorgt haben. Die Säuberungen gingen wohl ins Geld. Dass der Verleih nun vielleicht zurückkrebsen muss, zeigt die Marktmacht der Kitag. Zeigt sie einen Film nicht, wird es auch für den Verleih schwierig, den Film nur mit den restlichen Kinobetreibern auf rentable Weise in der Schweiz zu zeigen. Darüber sollte 20 Minuten mal schreiben. Interessant ist bei beiden Artikeln auch, dass in den Überschriften immer der Nachname Tarantino erscheinen muss. Da funzen die 20Minütler genau gleich wie die Hostel-Vermarkter. QT hat nichts bis noch weniger mit dem Film zu zu tun, aber seinen Namen klatscht er für ein paar Dollars auf jeden Quark . Nach all der Superschleichwerbung im 20min würde es mich sehr wundern, wenn der Film nicht trotzdem auch in der Deutschschweiz gezeigt würde. |
Trotz der Gratiswerbung im 20 Min. Soeben hat Buena Vista offziell bestätigt, dass sie Hostel für die deutsche Schweiz streichen werden. "Video Nasties", wie man solche Filme auf der Insel nennt, werden also vermehrt auch wieder zu solchen. |
ach kacke! die streichen mir in letzter zeit zu viele filme! |
So eine Sch... |
Wirklich ein riesen Scheiss !!! |
Warum wird er nur in der deutschen Schweiz verboten? Sind die Welschen etwa härter im Nehmen? Wenn Hostel schon gestrichen werden muss, dann in der ganzen Schweiz. Spielt sowieso keine Rolle mehr. Der Tag, an dem ich einen Film auf Französisch schauen gehe, liegt noch fern! |
Also ich hab den Film jetzt auch gesehen und bin herb entäuscht von ihm. Spannung kommt mal auf als der liebe Bube die Asiatin retten geht, davor ist der Film zum gähnen langweilig, von Brutalität muss hier auch nicht geredet werden. Habe schon schlimmere Splatterfilme gesehen. Also schon wenn ich Hostel mit Nightmare on Elmstreet vergleiche dann muss man nicht lange überlegen welcher Film eher gestrichen werden soll. Und um richtig zu schockieren fehlt diesem Film einfach der psychologische Horror, von welchem jede Spur fehlt. Also regt euch nicht auf dass dieser Film bei uns nicht anläuft, ist eh nur rausgeworfenes Geld! Dann doch lieber auf Saw 3 warten... Bin eher gespannt ob der dann auch gleich aus dem Kino verbannt wird! |
Meine Meinung. Der Film vermag ganz und gar nicht zu halten, was er verspricht. Die Handlung ist langweilig, obwohl die Idee stark ist. Die Charaktere sind, wie oben erwähnt, einfach nur oberflächlich und kitschig. Obwohl mir bei einigen Szenen etwas mulmig wurde, ist der Film nicht sonderlich brutal. Wen der Film nicht in den Kinos erscheint, soll auch der Trailer nicht gezeigt werden, denn werden ja wohl die meisten Szenen gezeigt. Ich habe mich z.B. bei Seven einiges mehr geeckelt, da man nicht nur visuell sondern auch psychisch etwas ertragen muss. Hostel hat mich wirklich entäuscht .... Einmal mehr Tarantino-Überschätzung im Quadrat. Naja ... durchschnittlich, aber weil so viel versprochen und gebrochen wurde, nur noch zwei Sterne. |
Zitat - R - (2006-04-11 12:03:24)
tarantino ist gerade mal einer von 8 produzenten, die irgendwie an "hostel" beteiligt sind, und hatte mit dem film direkt eigentlich nichts zu tun... es bleibt natürlich die frage, wieso er seinen namen für jeden müll hergibt... [Editiert von gargamel am 2006-04-11 12:47:02] |
Was heisst hier für jeden Müll. Wenn man denn Film nicht mal gesehen hat oder einfach keine Ahnung von Horror Filmen hat, sollte man lieber nichts sagen ! |
jaja, whatever... *gähn* |
Zitat gargamel (2006-04-11 12:46:27)
ok, aber ehrlich gesagt, kenn ich mich mit den Facts nicht wirklich aus. also wurde er neben roth einfach als aushängeschild verwendet! mein fehler ... trotzdem wahr :P |
Obwohl ich mir den Film nicht im kino angesehen hätte, (hab zu viel schiess im dunkel) finde ich es kacke, dass einige möchtegern Weltverbesserer uns vorschreiben was wir sehen dürfen oder nicht. Dabei sollte jede erwachsene Person sich selber zumuten können was er/sie sehen will und kann. @Zombiepolizist: es gibt auch vernünftig denkende Ausländer! |
auch OUTNOW ist zu feige alles abzudrucken was man sagt. meinen kommentar haben sie gelöscht. feiglinge |
Zitat shakesperos (2006-04-14 18:06:33)
Much ado about nothing. zitat willy |
Zitat shakesperos (2006-04-14 18:06:33)
Schau dir mal Nummer 4 und 5 genauer an. Und wenn du mit "back moutain" Brokeback Mountain meinst, muss ich die leider auch enttäuschen. Den Film brachte nich Buena Vista sonder Ascot-Elite in die Schweiter Kinos. Und wenn schon auf jemanden böse sein, dann auf die Kitag. Denn Buena Vista wollte schon, aber ... |
also, gegen raubkopien bin ich auch, aber ich denke mit solchen aktionen pinkelt sich das kino-filmgewerbe selber etwas ans bein. auch die presse (vor allem boulevardzeitungen) machen ihr nötiges! ich bin überzeugt, wäre die presse nicht im vorfeld gewesen, dann wäre der film spurlos an uns vorbei, und man hätte den streifen als zweitklassigen splatter abgetan. aber mit dieser vorgehensweise werden solche filme zu kultobjekten erhoben. vor allem unter jugendlichen sind solche filme immer sehr begehrte trophäen. *wer hat ihn am schnellsten vom netz geladen* |
Tja so ist's wohl immer, je mehr man Wind macht und je mehr man hört und hört und hört, desto mehr denkt man erwartet einem, in diesem Fall Brutalität. Doch wenn das überaus niveaulose "Thema" dann endlich loslegt, ist es auch so schnell wieder vorbei, zum Glück. Natürlich sind die Szenen, für welche der Rest des Films sich eigentlich aufbaut, sehr krass, aber sie prägen sich nicht ein, da sie kaum vorkommen und man könnte meinen, die Haupthandlung des Films dreht sich um Saufen, Fi**** und allg. Party und als Nebenhandlung werden sie halt gefoltert. Und es braucht auch gar kein Film, der das Thema noch ausführlicher behandelt, denn es ist einfach "bollocks" |
Ich habe Hostel in England gesehen, und würde dieses Kinoerlebnis nicht missen wollen. Bei dieser Art von Filmen setze ich als oberste Kriterien Unterhaltungswert und Atmosphäre. Und von dem bietet Hostel ne ganze Menge. Sehr kurzweilig und fesselnd. |
für mich eine eindeutige steigerung gegenüber cabin fever! |
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Für alle (IMO) Psychos da draussen, welche den Film unbedingt sehen müssen. Ist halt auf Englisch. Aber das stört ja nicht...Schreien und Foltern ist ja univerell verständlich |
Bei www.cede.ch kann man Hostel ebenfalls bestellen. |
Zitat Zombiepolizist (2006-04-24 15:18:36)
Und wenn man dem Link auf der rechten Seite folgt (http://outnow.ch/Movies/2006/Hostel/) dann tut man sogar noch was gutes |
Zitat Markus (2006-04-24 13:11:29)
Leute als Psychos schimpfen und dann gleich noch (freudig) den Amazon-Link posten, beisst sich. Und hast du Hostel überhaupt schon gesehen? |
Zitat rm (2006-04-24 18:35:29)
Lieber rm Der Grund für das Posten dieses Links, ist der, dass ich nicht auch noch in den nächsten 6 Monaten in jedem zweiten neuen Post hören muss folgendes (oder ähnliches) lesen muss: 'KITAG SIND ALLES NAZIS! Die lassen uns keine Filme mehr sehen! Ich hasse sie und zünde nächstens ein Kino von denen an'. Freiheit, glaub mir, dafür bin ich. Aber irgendwo muss es Grenzen haben. Und nein, Hostel sehe ich mir bestimmt nicht an. Beschreibung und Trailer reichen vollkommen aus. |
Zitat Markus (2006-04-24 18:49:06)
Und du bist anscheinend dazu in Stande, diese pauschal für eine ganze Nation festzulegen? |
Zitat Zombiepolizist (2006-04-24 22:10:54)
Nö, muss ich ja aber auch nicht. ICH habe ja schon Recht bekommen Zitat Zombiepolizist (2006-04-24 22:10:54)
Die USA sollten definitiv nicht als Referenz herhalten. Wie war das? Eine weibliche Brust abschneiden = Ab 16 Jahren / Eine weibliche Brust küssen = Kommt SICHER NICHT im Kino. Zu anstössig |
na der film ist ganz ok aber ich versteh die ganze aufregung echt nicht. da sind saw, wrong turn oder auch the descent bei weitem blutiger und brutaler... höchstens die story ansich ist ziemlich makaber aber das gezeigte hält sich meines erachtens ziemlich in grenzen. |
Movie-Infos hat noch ein Special online gestellt, das noch einige Infos über den Streifen bietet. Wieviel davon PR-Material ist, sei jetzt mal dahingestellt. |
Sehr interessant... ich bin enttäuscht von Quentin, dass er diesen öden Film dermassen unterstützt hat. Jenu... |
Zitat Skynet (2006-04-27 01:23:17)
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Ja Quentins Symphatie zu Roth sieht man auch in der CSI-Folge wo ein Cabin Fever Poster "einfach" so im Hintergrund einer Wohnung hängt. Ich persönlich finde, das der gute Eli Roth zuerst mal einen Horrormeilenstein produzieren sollte bevor der Typ in Stratospähre gelobt und als neue Hoffnung des Horrorfilms hingestellt wird. |
Der Film beginnt ziemlich langweilig. Nach einer halben Stunde beginnt man sich bereits zu fragen, wie der Streifen so erfolgreich werden konnte. Als dann aber endlich die ersten Personen verschwinden macht sich eine unheimliche, an TCM erinnernde Stimmung breit. Die Spannung bleibt dann bis zum Ende auf einem sehr hohen Level. Auch das Ende fand ich ganz gut. Die Effekte sind eigentlich sehr gut in den Film integriert, obwohl ich bei den ganzen Trailern und Kritiken sogar noch mit etwas mehr Härte gerechnet hatte. |
So, hab mir nun den Film angeschaut und muss sagen, halb so wild!! Wie schon weiteroben genannt, gibt es weitaus brutalere Filme als Hostel. Ok, die Geschichte ist schon ziemlich krank, aber das wars dann auch schon.... denn richtig brutale Szenen werden in Hostel eh nie gezeigt, ist aber auch gut so.... Ich persönlich fand schon Cabin Fever scheisse und Hostel ist zwar etwas besser, aber bestenfalls unteres Mittelfeld. Dieser ganze Hype um Hostel ist so scheisse und ich kann es wirklich nicht verstehen weshalb dieser Film nicht im D-CH Kino laufen durfte. Filme wie Texas Chainsaw Massaker oder Wrong Turn sind um einiges brutaler. |
Zitat Son Goku (2006-05-11 20:42:43)
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Zitat Son Goku (2006-05-11 20:42:43)
an Texas ist hingegen nichts auszusetzen. |
Zitat machine (2006-05-12 21:34:20)
Wrong Turn lief in den CH-Kinos. |
Ich habe Wrong Turn oder Texas Chainsaw Massaker nicht mit Hostel verglichen, nur die Brutalität fand ich in beiden Filmen krasser. Und Wrong Turn, wie schon gesagt, lief in den CH-Kinos. |
ähm auch das TCM-Remake lief in CH-Kinos! |
wrong turn wurde bei uns (basel) zwar im trailer-programm angekündigt, lief aber so weit ich weiss nie auf der leinwand! tcm schon gar nicht...wo habt ihr sie denn gesehen? also wrong turn lief in bern, hab ich gerade gelesen! |
wrong turn lief in zwei St.Galler Kinos! TCM hab ich mir in Konstanz (D) angeschaut!! Kann daher nicht sagen ob der in der CH gelaufen ist!! |
TCM lief in Emmenbrücke im Maxx, c.a 2 Wochen, dann wars vorbei! |
tcm hab ich mir damals auch in deutschland angeschaut! war dann wohl kein offizieller ch-kinostart!? |
Ich wurde gerade überredet den noch zu schauen, nach DaVinci Code eine eigenartige Abwechslung. Also ich fand Hostel grottenschlecht! Nicht das ich mit grossen Erwartungen reingegangen bin... Es fängt an wie ein Road Movie, stellenweise sogar ganz witzig, geht dann weiter als Soft-Porno und endet schliesslich in einer sinnlosen Splatterei. Ich kann noch nicht mal behaupten das es besonders ekelhaft war, ich denke das Schlimmte war einfach das man sich auf einer riesigen Leinwand angeschaut hat wie Menschen gefoltert wurden, das ist schon irgendwie moralisch bedenklich. Aber nu jo, ich hab ihn ja nu auch gesehen und behaupte mal keinen psychischen Schaden davon getragen zu haben. |
Zitat Merry (2006-05-20 10:51:26)
das freut mich für dich |
So hab mir den Folter-Streifen auch mal angeschaut und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht bin. 2 Amis und ein Isländer die in Europa auf der Suche nach Bräuten sind, tja irgendwie kann ich die 3 Jungs verstehen, wer schon in Europa rumtrampt der geht vieleicht auch nach Bratislava und wenn schon ein Typ einem noch vom ultimativem Schneckenparadies erzählt...let's go! Ergo gibts die erste Stunde mehr oder weniger nur Tittys in Aktion zu sehen. Als dann die ersten Leute vopn der Party verschwinden geht dann auch schon die grosse Folterei los. Das ganze ist relativ brutal und sehr blutig, hauptsächlich aber einfach gut weggeschnitten oder schlecht erkennbar im Hintergund. Aber es gibt schon einige Szenen, z.B mit dem Auge die schon arg heftig sind! Aber eben, die Gewalt ist schlussendlich einfach von Medien und anderen Deppen in den Himmel gepusht worden! Richtig lustig war dann die Rache an den 2 Nutten und dem Amsterdamheini! Oder auch die Preisliste fürs Hunting, Amis sind begehrt! Der Film funktioniert als Gesamtpaket, etwas was bei Cabin Fever nicht funktioniert hat. Mann fühlt schon ein bisschen mit den 3 Jungs mit und eben mann kann ihnen nicht vorwerfen das sie sich besonders blöd angestellt hätten. Die Idee mit dem "Elite Hunting" ist harter Stoff und wohl nicht einmal so abwegig! Sogar der Miike hat einiges an Kohle liegen lassen [Editiert von Chemic am 2006-05-21 15:18:41] |
Ich als Psycho hab den Link natürlich gleich genutzt! |
die erste hälfte des films ist langweilig und so teeniefilm-mässig, dass der zweite teil mit all dem folterzeugs ziemlich unglaubwürdig wirkt. Spoiler zum Lesen Text markieren
ahja genial und zum gröhlen fand ich die rache an den girlies und dem boy aus der jugendherberge *gibs ihnen!* ich hatte mich ja so auf einen abend voller angst und ekel gefreut... [Editiert von splendora am 2006-06-07 16:13:14] |
Ich glaube der Film wird hier sehr verkannt. Viele sehen ihn als Gewaltfest obwohl er eigentlich (so blöd das tönt) gewisse Aussagen macht und auch gewisse Kritik ausübt. Kann man sich aber trotz Klischees darauf einlassen, erhält man einen guten Film. Nein, nicht gut weil er Folter zeigt, sondern gut weil er eine einfache, aber interessante Story mit guter Grundidee enthält und auch hervorragend ausgeführt wurde. Es geht auch darum die heutige Gesellschaft mit ihrer Sensationsgeilheit nach dem grossen Kick zu kritisieren und auch absichtlich etwas überzeichnet darzustellen. Jedenfalls bauen all diese "Folterfabrik" Szenen eine riesen intensität auf und stellen gleichzeitig vieles in unserer Gesellschaft in Frage, etc. Die Schauspieler spielen für das Genre sehr überzeugend, allen voran Jay Hernandez. Mit ihm leidet man wirklich mit. Versteht mich nicht falsch: Hostel ist kein Meisterwerk. Sicher nicht. Dafür geht er viel zu wenig subtil mit seinen Aussagen um. Aber es ist trotzdem eben ein guter Film. Wie schon mehrfach erwähnt: Wenn man sich drauf einlassen kann. Interessant wirds gegen Ende als der Charakter Paxton zu seinem Racheakt ansetzt und einen der Folterer umbringt als er diesen per Zufall wieder sieht im Zug. Da verschwimmt dann die Grenze zwischen Täter und Opfer. Herrlich von Eli Roth. genial überlegt. Auf der einen Seite haben wir da den Typen der fürs Foltern bezahlt hat wie alle anderen und dabei nur ein "normaler" Businessmen ist in Kravatte und Anzug, auf der anderen Seite haben wir den gezeichneten Paxton, gekleidet im Mantel eines Folterers. Geniale umkehrung. Wenn Roth das ganze deutlich subtiler gemacht hätte würde der Film noch viel besser funktionieren. Ausserdem waren einige Ideen wie die Kinderbande dann doch zu absurd. Deswegen erhält der Film einen Stern Abzug. Jeder sollte dem Film aber ne faire Chance geben und nicht anhand der imho völlig deplatzierten und missglückten Werbekampagne den Film bewerten. Der Marketing-Chef der für diese Kampagne verantwortlich war hat den Film wohl ebenfalls nicht ganz gepeilt. Denn die brutalen Szenen wirken natürlich in den Clips und Trailern total aus dem Kontext gerissen und machen dadurch einen ganz anderen Eindruck vom Film. Gesehen habe ich den Film auf der seit Juli erhältlichen italienischen DVD von Sony Pictures. Der Film hat auch Englischen O-Ton und englische Untertitel. Zudem sehr interessante Specials. Es gibt einen zB Audiokommentar mit Eli Roth und Quentin Tarantino der einem auf der einen Seite interessante Infos über gewisse Intentionen vermittelt aber auch wunderbar zu unterhalten weiss. Und wer mich jetzt für Verrückt oder zum potenziellen Psychopathen erklären will, darf das gerne tun. Das geht mir an meinem grossen, dicken allerwertesten vorbei ;) Grüsse |
Der Film ist meiner Meinung nach äusserst bedenklich. Diese Art von Gewaltverherrlichung ist mir bis jetzt nicht untergekommen. Zwar versucht der Film, die menschlichen Abgründe zu zeigen und den Zuschauer über diese Mordeslust nachdenklich zu stimmen, jedoch misslingt dies wegen den gesucht brutalen Szenen total. Jegliche Auseinandersetzung mit dem Thema wird im Keim erstickt, da schlicht Ekel den Kinogänger davon abhält, sich weiter mit der an sich interessanten Thematik auseinander zu setzen. Am ehesten fragt er sich, wie krank denn die Produzenten eines solchen Foltergemetzels sein müssen. Es wurde schon erwähnt, wohl ist das schiere Geld der einzig erklärbare Grund für dieses Debakel. Mich erstaunt ausserdem das Bild Europas, das mit diesem Streifen vermittelt wird. Jeder Amerikaner, der nicht besser gebildet ist, geht von einer mehr oder weniger realen Darstellung der Handlungsplätze und der dazugehörigen Protagonisten aus. Das Klischee eines drogendurchtränkten Amsterdams kommt ebenso zum Tragen wie die Vorstellung völlig anarchistischer Zustände in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Dass die Slowakei sich friedlich mit der Tschechei getrennt hat und sich nicht, wie im Krieg suggeriert, im Krieg befindet, ist eine Diffamierung der Slowaken, die sich zu Recht über die Darstellung der Zustände in Ihrem Land aufregen. Ganz allgemein wird Europa als verzogen dargestellt: Alle rauchen, kiffen, vögeln, in der Slowakei ist man korrupt und hat gewalttätige Kinderbanden. Von dem Folterkeller, bei dem gezeigten Durchsatz von sagen wir mal 4 Opfern pro Tag, die immerhin aus Nationen wie den USA und Japan verschwinden, haben natürlich die Autoritäten keine Ahnung. Obschon CIA und co. oft schlecht wegkommen, solche Machenschaften, die offensichtlich gegen die Interessen der USA wären, würden in Kürze aufgedeckt. Schade, dass ob der vielen negativen Punkte eine Wendung des Films vergessen geht, die durchaus diskussionswürdig wäre: Die Folterung macht aus dem Opfer, das dem Folterkeller entkommt, genau den selben Killer wie die zahlenden Geschäftsmänner. Anstatt es "schnell" zu machen, foltert er den deutschen Geschäftsmann in gleicher Manier, wie dieser seinen Kollegen behandelt hatte. Der Selbstmord der Japanerin, der eigentlich traurig stimmen sollte, wird wegen detaillierter Darstellung völlig unnötig entwürdigt. Es gibt bessere Wege, die versuchte Thematik darzustellen, als rein auf die Sparte Ekel zu setzen. |
Der Mensch ist des Menschen Wolf. Gewalt und Sadismus bilden Teil der menschlichen Natur. Es ist nicht zu beanstanden, dass Gewalt auch Thema des Kulturschaffens bildet. Dies unterdrücken zu wollen, ist heuchlerisch. Quentin Tarantino besitzt die Gabe, Gewaltszenen und gewaltsame Vorgänge eindrücklich darzustellen. Dies hat er mit "Kill Bill" gezeigt. "Hostel" (produziert von Tarantino, aber unter der Regie von Eli Roth) und "Kill Bill" unterscheiden sich aber gewaltig. In "Kill Bill" sind die Gewalt, die Blutbäder zielgerichtet - Rache für ein gewaltiges Unrecht, welches der Rächerin angetan wurde, im alttestamentarischen Sinn von "Auge um Auge, Zahn um Zahn" - und damit letztlich kontrolliert und begrenzt. Und "Kill Bill" wird durch weitgehend intelligente Dialoge geprägt. Bei "Hostel" sind die Dialoge teilweise schlicht dumm. Der Sinn der Gewalt ist nicht erkennbar bzw. liegt im Erlebnis der Peiniger, einen Menschen quälen, verletzen und töten und damit eine Erfahrung machen zu können, welche Menschen im normalen Leben nicht zuteil wird. Allenfalls kann Aufzeigen von menschlichen Abgründen als Sinn des Filmes genannt werden. Letztlich bleibt aber die ungezügelte Gewalt, welche in einer Art dargestellt wird, welche im wörtlichen Sinn als zum Erbrechen bezeichnet werden kann: es wird ein Mann am Weggehen gehindert durch durchtrennen der Achilessehnen, einem andern werden zwei Finger mit einer Kettensäge abgetrennt, einer jungen Japanerin die rechte Gesichtshälfte derart zerfetzt, dass sie das Auge verliert (und nach ihrer Befreiung nur den Weg in den Suizid sieht). Es werden blutige Menschenglieder, Arme, Beine, Rümpfe usw. herumgekarrt und mit dem Schlachtbeil verkleinert, um hierauf Platz im Verbrennungsofen zu finden. Und dies wird teilweise recht direkt gezeigt oder jedenfalls sind die blutigen Ergebnisse dieser Handlungen in Grossformat zu betrachten. Zwei junge Osteuropäerinnen verführen mit ihren weiblichen Reizen zuvor nachmalige Opfer, locken sie an den Ort des Grauens und liefern sie so den Akteuren der Gewaltorgien aus, wofür sie Geld erhalten. [Editiert von Granunaile am 2006-12-04 09:19:15] |
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Als die Geschichte ist relativ einfach und fantasielos gehalten. Nur glaube ich das es in diesem Film nicht um die Story geht ;-) Die Folter Szenen waren eher lustig und kitschig als das sie mir Angst gemacht hätten. Und irgendwie sieht man bei diesem gemezzel das Quentin Tarantino da seine Finger im Spiel hatte. |
*gähn* Also irgentwie schon Enttäuschend der Streifen. Da gzck ich mir lieber Kill Bill an und geniess den Gesunden Mix aus Rachestory und Gemetzel |
also ich war enttäuscht |
Nicht zu vergessen recht unglaubwürdig gespielt. Zeigt mir jemanden der ne Minute nach dem abhacken der Finger oder dem Ausschneiden des Auges rum rennt als wenn nix passiert währe und nicht einmal aua sagt. |
Ich werde jetzt nicht auf den halben Porno am Anfang rumhacken. Das kostet den Film zwar einen Stern, aber es wurde ja schon drüber gesagt. Hostel ist ein schöner Shocker, der beim Zugucken wehtut. Sowas muss nunja auch geben. Aber einen weiteren Stern verliert der Film wegen der Spoiler zum Lesen Text markieren
. Ansonsten: Ganz gut. |
Ferdammter Perwerser und bescheuerter Film |
Zitat ilkeamp (2007-10-25 12:50:01)
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nun hab ich den ominösen streifen auch endlich mal gesehen, und muss sagen, naja... der film ist gruseliger, als man noch am anfang in gedanken befürchtet, was anschliessend wohl passieren wird. baut teilweise gegen schluss ziemlich ab, und die ersten 30minuten passiert nicht gerade sehr viel. die idee alleine ist aber schon sehr beängstigend und packt einen auch (manche wohl ungewollt). hätte der streifen noch ne anständigere story, wärs was feines geworden. |
Mein Gott, nur weil ein Film brutaler als SAW ist ist er doch nicht besser. Kam dieser Film in den Kinos? Wenn ja (ich glaube es war so) dann ist es echt bedenklich was für kranke Fantasien von "Regiesseuren" (der sollte mal zum Psychiater oder in die Klapse) man verfilmt und in die Kinos bringt. Klar, ich mag SAW auch und wuchs auch mit SCREAM auf, aber das ist harmlos und bei SAW ist's richtig spannend... aber das hier? Sinnloses Gemetzel viel Sex (zumindest am Anfang), dass es einem zum Hals rauskommt. "Super Film". Da komm mir nochmal einer "Warum ist die Jugend so brutal?". Echt bedenklich, sowas noch gut zu finden! [Editiert von V8 Power am 2007-12-20 13:35:49] |
Zitat db (2007-10-25 13:09:49)
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der likeamp hat ja sowieso nur ne black/white liste. der findet nen film entweder genial oder grottenschlecht. von daher nicht ganz ernst zu nehmen |
eben, die üblichen Wertungstrolls. 0 oder 6er Wertungen sind Extreme, welche meines Erachtens nur auf sehr wenige Filme zutreffen und wer sich ernsthaft mit dem Film auseinandersetzt kann durchaus besser variieren und auch begründen warum und wieso. |
An Eli Roths Folterhorror "Hostel" scheiden sich die Geister! Die Story um 3 Jungs die auf Europatour sind, wirkt in der ersten Hälfte wie eine lustige und lockere Comedy im Stile eines "Eurotrip", um in der letzten Hälfte zu einem deftigen Horrorszenario zu werden, wo auch Japano - Regieikone Takashi Miike kurz vorbeischaut.An blutigen Szenen mangelt es dem Film ebenso wenig, wie an unterschwelligen Seitenhieben auf die Bestie Mensch. |
hab mir den film auch angetan. mit betonung auf angetan. bis auf den schluss völligen schrott. der schluss gleicht immerhin einiges aus. und wenn der film eine botschaft haben soll, lautet sie wahrscheinlich: in europa herrscht sodom und gomorrah und in osteuropa dürfen leute mit segen der polizei abgemetzelt werden, ganz zu schweigen von den mörderischen kiddie-gangs. wenn ichs nicht besser wüsste, könnte man meinen der film sei von konservativen Amerikanern finanziert worden. Immerhin etwas hat der Film geschafft, was noch kein Film zuvor geschafft hat. Ich habe die Augen zwischendurch zu gekniffen. |

