Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag 11 : 14
11 : 14 oder: wenn andere längst schlafen Es gibt mehr als einen Film, in dem der Zuschauer anfänglich verwirrt im Sessel sitzt und irgendwie ratlos auf den Bildschirm starrt. Bei den richtig guten Beispielen, fügen sich dann die einzeln recht konfusen Szenen zu einem gewaltigen und imposanten Gesamtwerk zusammen und der "Aha"-Effekt wird zum Erlebnis. Jüngstes Beispiel ist dafür sicherlich der Oscarprämierte Crash. In 11:14 kommen Liebhaber dieser Art von Filmen ganz speziell auf ihrer Rechnung. Regisseur Greg Marcks hat mit 11:14 einen Film geschaffen, in dem man nicht nur auf die Hauptpersonen und Storylines achten muss, sondern auch die Erscheinungen am Rand unter ständige Beobachtung stellen muss. Denn was in einer Szene nur kurz erwähnt wird oder man sekundenschnell zu Gesicht bekommt, ist massgebend für eine andere der verschiedenen Geschichten. Die Figuren treffen sich wiederholt, die Kameraperspektive ändert sich und die Vorzeichen der Begegnungen werden neu gemischt. Ein interessantes Phänomen, das hier praktiziert wird und zu einer Zelebrierung ausartet. Die spannend ineinander verflochtenen Geschichten lassen jedoch keinen Platz für irgendwelche zusätzlichen Charakterpersonifizierungen. Der Film lebt einzig und allein vom Aufeinanderprallen der verschiedenen Figuren in den diversen Szenen und schafft es zwar, den Zuschauer immer wieder zu verwundern, aber nicht, dem Film das Prädikat "Klasse" aufzudrücken. Zu starr wird mit diesen "Zufällen" gearbeitet und Platz für anderes gibt es kaum. Die Schauspieler sind jedoch allesamt grossartig. Angefangen bei Patrick Swayze, der einen Fatsuit tragen musste, um seiner Rolle mehr Gewicht zu geben und der sich nach derjenigen in Donnie Darko wieder eine kultige Rolle geschnappt hat, über Hilary Swank, deren Figur ursprünglich eine männliche sein sollte, bis hin zu Henry Thomas, den erfahrene Filmgucker natürlich noch aus E.T. kennen. Sie alle verkörpern ihre Charaktere mit viel Intensität und holen aus den teilweise doch recht oberflächlichen Figuren das Maximum heraus. Fazit: 11:14 ist ein spezieller Film, den man sich ansieht, um erstaunt zu werden. Die Zufälle sind grandios, die Begegnungen ebenfalls. Wie ein Puzzle fügen sich die einzelnen Geschichten gekonnt zum Gesamtwerk und lassen den Zuschauer schlussendlich mit einem durchaus befriedigten Eindruck zurück. Nicht ganz so stark wie Crash, das Teil, aber echt sehenswert. Eine knapp viertelstündige B-Roll, welches zugleich ein Blick hinter die Kulissen ist, entpuppt sich als Herzstück der Extras. Dazu gibt es Trailer und TV-Spots in allen möglichen Fassungen. Ebenfalls sind Interviews mit den Stars des Films, sowie dem Regisseur abrufbar. Die halten sich aber recht kurz und beschränken sich meist auf die selber gespielte Figur und die Zusammenarbeit mit den anderen, sowie den Erwartungen an den Film. Abschliessend ist noch eine Sammlung von DVDs mit Trailer zu sehen, die aber meist unbekanntes Material promoten soll. |
Solider Streifen der sehr mit seinen mulitplen Storylines recht amüsant ist. Der Film ist meiner Ansicht nach aber etwas kurz geraten. |
"grabschändung" der besondern art |
jedenfalls wird er nie langweillig :-) wenn auch ein paar sachen ein bisschen sehr geschmacklos sind. |
jip da kann ich nur zustimmen. |
kurz, knapp, knackig: Klasse! |
simpler Plot, grandios umgesetzt mit verschieden Perspektiven auf die Story und sehr gutes Zusammenfügen der verschiedenen Elemente. Was den Film aber sehenswert macht ist die gewaltige Priese tiefschwarzen Humor, der sich durch den ganzen Streifen zieht und ihn, trotz des simplen Aufbaus, zum köstlichen Vergnügen macht, das vom Anfang bis zum Ende unterhält. |

