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Beitrag Hellbound: Hellraiser 2

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Hellbound: Hellraiser 2 oder: You got a Ticket to Hell?


Sequels scheitern oft kläglich an dem Versuch, das Herz des ersten Teils wieder einzufangen oder versuchen es lediglich mit einem Verdoppeln des Bodycounts. Die Hellraiser-Saga geht da etwas andere Wege und versucht nicht die gleiche Formel zu wiederholen, sondern erfindet sich bei jedem Sequel neu. So ist es auch möglich, dass Hellraiser 2 es beinahe schafft an den ersten Teil heranzukommen und vermag diesen auf gewissen Ebenen sogar zu toppen.

Die Geschichte von Hellraiser 2 baut konsequent auf dem ersten Teil auf und führt die einzelnen Charaktere nachvollziehbar weiter. So wird einerseits die Vergangenheit von Pinhead erkundet, wie auch der Ort, von dem man bisher nur in Erzählungen gehört hat: Die Hölle. Überraschenderweise hat Barker diese nicht klischeehaft mit brodelnder Lava und gefolterten Seelen bevölkert, sondern ist einen ganz anderen Weg gegangen, der sich nahtlos in das Konzept des Game-Masters Pinhead einfügt. Wie er so schön sagt: " We have eternity to know your flesh" also macht es ihm nichts aus, erstmals mit den Opfer zu spielen. Was aber vor allem dominiert, ist die Belanglosigkeit. Die Zenobiten kann nichts mehr beeindrucken, es gibt sie schon so lange, dass sie schon alles gesehen haben. Das macht sie aber gleichzeitig zu den einzigen Monstern im Horror-Genre, mit denen man noch verhandeln kann.

An Hellraiser 2 gibt es primär zwei Punkte zu bemängeln. Zum einen macht der Film den Fehler, dass er dem mysteriösen Pinhead die Maske abnimmt und dessen Vergangenheit erkundet. So wird ein ausgezeichneten Charakter schon viel zu früh in der Serie zu etwas beinahe normalem demontiert. Es ist nämlich viel spannender, wenn man weniger über eine Person weiss, als wenn man all seine Motive kennt. Dies ist aber eher ein unwichtiges Detail, denn dies nimmt in der Geschichte eher einen Nebenschauplatz ein. Was aber wirklich gestört hat, ist, dass für Hellraiser 2 ein Pseudokonkurrent von Pinhead generieren wurde, der nur halb so interessant ist, aber dennoch viel mehr Screentime erhält, als der Meister der Zenobiten.

Fazit: Hellraiser 2 führt die Geschichte von Hellraiser geschickt weiter und bleibt dem Geist und der Idee treu. Obwohl hier mit dem Doktor eine eher schwache Figur vorgestellt wird, ist es klar das beste Sequel welches die Hellraiser-Saga zu bieten hat und dem ersten Teil so gut wie ebenbürtig. Der Film überzeugt zudem mit grossartiger und zeitloser Umsetzung, welche nicht nur sehr gute Special Effects bietet sondern auch genial gemachte Splatterszenen die bis über die Schmerzensgrenze hinaus gehen. Definitiv einen Blick wert.

Die DVD fährt mit dem gleichen restaurierten Bild und Ton auf wie schon die erste und wirkt bis auf einige Effekt Sequenzen absolut zeitlos. Special Features sind ein kurzes Dokumentation über die Dreharbeiten etc einige Fotos, Trailer und Kommentare.

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db's Wertung: 4.5 Sterne

Konsequent wird Clive Barkers Genrejuwel weitergeführt und versucht dem charismatischen Bösewicht Pinhead mehr Konturen zu geben, in dem seine einst menschliche Schablone gezeigt wird. Der Film führt unsere Protoganisten in die Hölle der Cenobiten und kombiniert abermals gelungen blutigsten Horror mit einer intelligenten Story.:d

mülltonne's Wertung: 6.0 Sterne


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