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Beitrag In the Mood for Love - Fa yeung nin wa

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In the Mood for Love - Fa yeung nin wa oder: ...was uns verbindet


"Wow, was für ein Film!", ist der hängengebliebene Eindruck. Wir haben's hier eindeutig mit einer bisher wenig bekannten Art der Präsentation von Schauspiel- und Regiekunst zu tun. Poesie gepaart mit höchstem Talent an feiner Ironie und Gefühlswelt-Inszenierung. Ein Liebesdrama voller melancholischer, witziger und gleichzeitig harmonischer Szenen.

Regie: ein wahres Genie - ein Kultregisseur, dieser Wong Kar-wai. Jemand, der ungezügelt und reaktionsschnell jegliche Einfälle gleich umsetzen darf und will.
Kamera: als Unterstreichung der eindrücklichen Szenen mit besonderer Kunst geführt. Von langsamen, Slow-Motions bis hin zu "leeren" Bilder. Einfach ungezwungen!
Musik: der absolute Hammer! Witzig, traurig-dramatisch, tragisch, verstärkend... perfekt!
Kulisse: 1-A! Da Zeit und Orte so am besten harmonieren. Wäre das Szenario in der heutigen Zeit eingegliedert worden, hätte es an Glaubwürdigkeit verloren. Die verschiedenen, jedoch immer wiederkehrenden Orte des Geschehens vermitteln bald ein Gefühl von: "Ah, kenn' ich ja schon. Und genau, da waren sie auch schon!".
Schausspieler: ich habe keine Ahnung, obs noch Bessere gibt. Nein, es kann keine besseren Actors geben. Wirklich eine Top-Leistung, die verständlicherweise mehrfach prämiert wurde. Hoffentlich ohne Ende!
Humor/Dramatik: oft durch musikalische Klänge unterstrichen. Die betrügenden Ehepartner bleiben unerkannt = eine sehr gute Idee!

All in all: ein wirklich sehr empfehlenswerter Film für die etwas "nicht immer durchschnittlich denkenden" Kinogänger.

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nd's Wertung: 6 Sterne

Der Film ist wahrlich ein kleines Meisterwerk. Leise, ruhig - und er passt sich niemals zwanghaft den Erwartungen des durchschnittlichen Kinogängers und Filmeguckers der heutigen Zeit an. Deshalb verzichtet er auf Sexszenen, Action, Rührseligkeit oder x-beliebige Witzchen, um auch mal einen Lacher aus dem Zuschauer herauszubekommen. Er bleibt sachlich und die Musik prägt den Film. Während Kar-Wai seine Darsteller in Zeitlupe einfach nur gehen lässt oder irgendetwas anderes passiert (im Prinzip passiert ja auch kaum etwas, und das ist wirklich positiv) hört der Zuschauer wunderbare Klänge, die sich immer der hiesigen Situation im Film anpasst, ob Freude, Trauer etc., die Musik ist immer perfekt und an der richtigen Stelle. Man sieht also, der Film ist kein Unterhaltungskabinett. Eine wunderschöne Liebesgeschichte etwa, die jedoch jegliche Emotionsausbrüche vermeidet.

spille's Wertung: Noch nicht bewertet

Gellen Sie numen. Find' ich nämlich auch so. Ganz meine Meinung. Ich war damals echt paff, ob so einem einzigartigen Film.

nd's Wertung: Noch nicht bewertet

Chow Mo-Wan (Tony Leung Chiu Wai), ein freischaffener Schriftsteller und Su Li-zhen (Maggie Cheung), Sekretärin, zwei Nachbarn kommen sich, aufgrund der Abwesenheit ihrer Partner, langsam näher. Sie müssen aber diese romantische Beziehung vor ihren Partnern und verheimlichen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf...

Kritik
"In The Mood For Love" zeigt auf geheimnisvolle Art und Weise nicht greifbare Empfindungen der Darsteller: Chow Mo-Wan und Su Li-zhen spielen ihre Rollen feinfühlig, mit subtiler Mimik und Gestik. Das nicht zu befriedigende Verlangen nach dem Anderen - durch das eigene Gewissen, lässt soetwas wie Spannung entstehen. Der Zwiespalt und die Unentschlossenheit zwischen Anhalten an eigenen Prinzipien oder Hingabe der Gefühle. In einigen Szenen steht das Szenenbild im Kontrast zum Inhalt, und betont diesen geschickt dadurch. Der "Tratsch" und das gut gemeinte sich gegenseitige "Bewachen", der Nachbarn, belastet die Verliebten. Denn das Misstrauen der Mitmenschen ist es, das sie nicht brauchen. Hier wird deutlich, dass die Ehrlichkeit vor sich selbst nicht reicht für das Vertrauen der Anderen. Die Korrektheit sich selbst gegenüber ist nicht genug, wenn von aussen die Eindrücke anders sind.

Die optische Aufmachung ist sehr ansehnlich. Die Wichtigkeit des ästhetisch-visuellen Aspekts spielt für die Wirkung dieses Films eine grosse Rolle. Die Kameraarbeit ist ausgezeichnet, die Bildaufteilung und Szenenbild sind
bedächtig gewählt. Bildausschnitte sind ungewöhnlich und doch überzeugend. Das Spiel mit der Schärfe und Unschärfe ist auch erwähnenswert, hier beziehe ich mich auf den Umgang mit Unschärfe im Vordergrund befindlicher Gegenstände. Man bedient sich also auch in Hong Kong des Splitscreens.

Die Drehorte, Szenarien und Requisiten sind einheitlich und klassisch. Die Kostüme und besonders die Kleider Su Li-zhens sind massgeschneidert und unheimlich ansprechend. Alle sind in Handarbeit zu diesem Film entstanden. Aus dieser Aufmachung resultiert auch die nostalgische, etwas surrealistische Atmosphäre. Diese verträumte Stimmung versetzt den Zuschauer erfolgreich ins Jahr 1964 zurück. Hinzu kommt das, selten so ästhetisch gesehene, Rauchen von Zigaretten.

Die Musik von "Shigeru Umebayashi" untermalt die Melancholie des Films und betont die Leidenschaft der unterdrückten Liebe. Ein an den passenden Stellen immer wiederkehrendes Thema mit tragender Violinen-Melodie ist zum dahinschmelzen und mit schon fast schmerzender Intensität.

Etwas störend sind die Dialoge (zumindest im Deutschen). An einigen Stellen wird der (in jeder Hinsicht) latente Umgang dieser Liebhaber miteinander durch ungeschickt-direkte Sprache unterbrochen. Auch die Handlung lässt, wie auch deren Inszenierung zu wünschen übrig. Das künstlerische Ende und die visuelle Wirkung machen diese Schwächen fast wett.

In diesem Werk steckt noch wesentlich mehr Wong Kar-Wai drin als in dem nahtlos anschliessenden zweiten Teil "2046" oder "My Blueberry Nights". "Der Klang der Liebe" als Untertitel täuscht als Zeichen für Kitsch. Darauf wartet man zum Glück vergebens.

Fazit
Ein künstlerisch-melancholisches Liebesdrama. Visuell ausgereift, der Handlung fehlt es aber an Pepp. Subtile Erotik, latent aber dennoch ins Auge fallend. Arthaus-Kino made in Hong Kong.

Citronflamme's Wertung: 5.0 Sterne

ein wunder von einem film!!!!!!

Kerstin Zwei's Wertung: 6.0 Sterne


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