Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag In the Mood for Love - Fa yeung nin wa
In the Mood for Love - Fa yeung nin wa oder: ...was uns verbindet "Wow, was für ein Film!", ist der hängengebliebene Eindruck. Wir haben's hier eindeutig mit einer bisher wenig bekannten Art der Präsentation von Schauspiel- und Regiekunst zu tun. Poesie gepaart mit höchstem Talent an feiner Ironie und Gefühlswelt-Inszenierung. Ein Liebesdrama voller melancholischer, witziger und gleichzeitig harmonischer Szenen. Regie: ein wahres Genie - ein Kultregisseur, dieser Wong Kar-wai. Jemand, der ungezügelt und reaktionsschnell jegliche Einfälle gleich umsetzen darf und will. All in all: ein wirklich sehr empfehlenswerter Film für die etwas "nicht immer durchschnittlich denkenden" Kinogänger. |
Der Film ist wahrlich ein kleines Meisterwerk. Leise, ruhig - und er passt sich niemals zwanghaft den Erwartungen des durchschnittlichen Kinogängers und Filmeguckers der heutigen Zeit an. Deshalb verzichtet er auf Sexszenen, Action, Rührseligkeit oder x-beliebige Witzchen, um auch mal einen Lacher aus dem Zuschauer herauszubekommen. Er bleibt sachlich und die Musik prägt den Film. Während Kar-Wai seine Darsteller in Zeitlupe einfach nur gehen lässt oder irgendetwas anderes passiert (im Prinzip passiert ja auch kaum etwas, und das ist wirklich positiv) hört der Zuschauer wunderbare Klänge, die sich immer der hiesigen Situation im Film anpasst, ob Freude, Trauer etc., die Musik ist immer perfekt und an der richtigen Stelle. Man sieht also, der Film ist kein Unterhaltungskabinett. Eine wunderschöne Liebesgeschichte etwa, die jedoch jegliche Emotionsausbrüche vermeidet. |
Gellen Sie numen. Find' ich nämlich auch so. Ganz meine Meinung. Ich war damals echt paff, ob so einem einzigartigen Film. |
Chow Mo-Wan (Tony Leung Chiu Wai), ein freischaffener Schriftsteller und Su Li-zhen (Maggie Cheung), Sekretärin, zwei Nachbarn kommen sich, aufgrund der Abwesenheit ihrer Partner, langsam näher. Sie müssen aber diese romantische Beziehung vor ihren Partnern und verheimlichen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf... Kritik Die optische Aufmachung ist sehr ansehnlich. Die Wichtigkeit des ästhetisch-visuellen Aspekts spielt für die Wirkung dieses Films eine grosse Rolle. Die Kameraarbeit ist ausgezeichnet, die Bildaufteilung und Szenenbild sind Die Drehorte, Szenarien und Requisiten sind einheitlich und klassisch. Die Kostüme und besonders die Kleider Su Li-zhens sind massgeschneidert und unheimlich ansprechend. Alle sind in Handarbeit zu diesem Film entstanden. Aus dieser Aufmachung resultiert auch die nostalgische, etwas surrealistische Atmosphäre. Diese verträumte Stimmung versetzt den Zuschauer erfolgreich ins Jahr 1964 zurück. Hinzu kommt das, selten so ästhetisch gesehene, Rauchen von Zigaretten. Die Musik von "Shigeru Umebayashi" untermalt die Melancholie des Films und betont die Leidenschaft der unterdrückten Liebe. Ein an den passenden Stellen immer wiederkehrendes Thema mit tragender Violinen-Melodie ist zum dahinschmelzen und mit schon fast schmerzender Intensität. Etwas störend sind die Dialoge (zumindest im Deutschen). An einigen Stellen wird der (in jeder Hinsicht) latente Umgang dieser Liebhaber miteinander durch ungeschickt-direkte Sprache unterbrochen. Auch die Handlung lässt, wie auch deren Inszenierung zu wünschen übrig. Das künstlerische Ende und die visuelle Wirkung machen diese Schwächen fast wett. In diesem Werk steckt noch wesentlich mehr Wong Kar-Wai drin als in dem nahtlos anschliessenden zweiten Teil "2046" oder "My Blueberry Nights". "Der Klang der Liebe" als Untertitel täuscht als Zeichen für Kitsch. Darauf wartet man zum Glück vergebens. Fazit |
ein wunder von einem film!!!!!! |

