Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Lord of War
Lord of War oder: Where there's a will, there's a weapon! Lord of War schien den amerikanischen Investoren zu heiss und zu strittig, drum wurde jegliche Art der finanziellen Unterstützung aus dem Land des grössten Waffenlieferanten der Welt verweigert. So mussten die Macher des Films in Europa auf die Suche nach Geld und wurden fündig. Zwar ist der Film mit Hollywoodgrössen wie Nicholas Cage besetzt, ist aber eigentlich eine europäische Produktion. Und wer schon immer mal einen bitterbösen Blick hinter die Kulissen der Waffenschieberei werfen wollte, der ist bei Lord of War am richtigen Ort. Auch die Tatsache, dass die gefilmten Waffen, Panzer und Raketen von echten Schiebern zur Verfügung gestellt wurden, sagt vieles über die Machart des Filmes aus. Nicht selten mussten die Macher ihre Szenen schnell im Kasten haben, weil die Fahrzeuge weiter verschifft wurden. Ob und wie viele echte "Warlords" in diesem Film mitspielen, wird sich wohl nie klären. Vorstellen kann man sichs ohne weiteres. Der Film hat nicht nur ein sehr cooles Filmposter, sondern beginnt mit dem eindrücklichsten Vorspann seit langem. Der Weg einer Patrone vom Fliessband bis in den Kopf eines Guerillakriegers. Schon alleine diese Szene ist fast das Eintrittsgeld wert und legt die Messlatte für die restlichen knapp 120 Minuten fest. Was nun folgt ist einerseits so zynisch böse, dass es extrem lustig ist, andererseits aber auch immens tragisch, wenn man den Hauptcharakter mit sich selber kämpfen sieht. Das Geld, der Reichtum und die Gefahr auf der einen, die Familie, das Hinterfragen der Taten und der Schmerz auf der anderen Seite. Im Grossen und Ganzen halten sich bitterböse und deswegen zum lachen perfekte Szenen und die ruhigen, ernsthafteren Momente in etwa die Waage. Nicholas Cage braucht man nicht vorzustellen. Er ist ein Schauspieler, der es immer wieder schafft, sein Stammpublikum mit Filmen zu überraschen, die man ihm nicht zugetraut hätte. Einst war es der Einstieg ins Actionbusiness mit The Rock oder Con Air, dann die Entwicklung zum "ernsthaften" Schauspieler und nun Rollen wie diese des "Yuri". Demnächst kann man den Mann mit dem hohen Haaransatz übrigens in Ghost Rider sehen, wo er erstmals eine Comicfigur verkörpert. In Lord of War ist der Aufstieg seines Charakters vom ukrainischen Niemand zum vermeintlich mächtigsten Mann der Welt schön aufgezeichnet. Und auch wenn er sich schlussendlich mit den brutalen und knallharten Methoden dieses Geschäfts auseinandersetzen muss, so lässt er den Sinn für das Materielle nie aus den Augen. Neben Nicholas Cage, der den Film nach Belieben beherrscht und mit Off-Kommentaren immer wieder herrliche Worte einfliessen lässt, kommen die anderen Charaktere leider nur recht oberflächlich zum Zug. Jared Leto als Bruder, der dem Druck nicht gewachsen ist, hat zwar nette Auftritte, wird aber zunehmend unwichtiger, weil langweiliger. Auch Ehefrau Bridget Moynahan kommt nicht so recht vorwärts in ihrer Charakterentwicklung. Einzig Yuris Gegenspieler Ethan Hawke kann man einigermassen ernst nehmen und als Bedrohung für unseren Lieblingswaffendealer anschauen. Aber auch er muss akzeptieren, dass die gute Welt heute nicht mehr existiert. Und das auf recht deutliche Weise. Selten sind leider die Auftritte von "Bilbo Baggins" Ian Holm, der sich als Hauptkonkurrent noch besser hätte einbringen können, aber eine leider fast minime Leinwandpräsenz bekam. Fazit: Lord of War ist bitterböse und (deswegen?) enorm unterhaltend. Zwar mag der Film nicht über ein paar Längen hinwegtäuschen, diese sind jedoch spätestens dann wieder vergessen, wenn die Hauptfigur in den nächsten Schlammassel schlittert und sich mit hanebüchenen Ausreden und Finten vor seine Waffenlieferung stellen muss. Es macht schon Spass, dem Ganzen zu folgen. Gleichzeitig schüttelt man auch immer wieder den Kopf, wenn man bedenkt, dass es sich hier keinesfalls um einen Science-Fiction-Film handelt, sondern die brutale und ernüchternde Realität dargestellt wird. So heisst es. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 33 Beiträge geschrieben.
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bitterböse triffst wohl am besten. unvergesslich, wenn ein diktator aus liberia über das wahlsystem der amerikaner ablästert. auch der schluss des films vermag zu überzeugen. wirklich gelungenes streifchen, das einsicht in ein spannendes thema gibt. jaja, der vorspann hat auch was besonderes! der film lebt von der gelungenen performance von cage! leto stinkt degegen zeimlich ab... sehenswert, nicht nur für gunnuts ;) |
Absolut brillianter Streifen. Mein bisheriger Liebling für 2006 |
das einzige, was mich wirklich gestört hat, war ganz am schluss der satz: "basiert auf wahren ereignissen" aha, hab ich mir nicht gedacht. das war etwa gleich angebracht, wie die aufschriften auf den zigaretten-packung: "rauchen tötet" somit ging ich mit leicht genervtem blick aus dem kino (da bekanntlich der schluss am meisten wirkt) ... egal, trotzdem ein hervorragender und ausgezeichneter film ... |
Lord of War - das Böse setzt sich durch.... Lord of War ist wohl neben Grounding der erste Film im Jahre 2006, der mich wirklich vom Inhalt wie auch in der Umsetzung völlig überzeugt hat und genauso unterhaltend ist wie auch zum Nachdenken anregt hat. Wenn man es genau betrachtet hat Lord of War eigentlich das geschafft, wo Syriana gescheitert ist: Ein Film zu bringen, der die Schattenseiten des Systems zeigt und gute Unterhaltung mit gutem Inhalt vereinigen. So hat Lord of War nur wenig parallele Handlungen, kann diese aber gekonnt ausspielen und durch den Dokumentarfilmartigen Aufbau mit vielen Off-Kommentaren auch gut hervorheben und betonen. Was mich vor allem völlig überzeugt hat, ist der Visuelle Teil. Beeindruckende Bilder, gute Kameraführung unterlegt mit einem passenden Soundtrack, so stell ich mir gutes Kino vor. Natürlich ist es mit Vorsicht zu geniessen wie authentisch das Ganze ist, aber wenn er zwischen Bergen von Gewehren herumläuft oder auf der gestürzten Lenin-Statue sein Profit ausrechnet muss man einfach grinsen. Die Schauspieler unterstreichen die hohe Qualität des Filmes obwohl mir einige der Personen zu oberflächlich blieben. Sein Bruder hätte man auch zusammenstreichen können, denn viel bringt der nicht zur Story hinzu. So geht ihm auch in der zweiten Hälfte etwas die Puste aus und so zeigt sich auch, dass durch die Dokumentarische Natur eben wirklich keine Spannung aufgebaut werden kann. Obwohl im die Bullen auf den Fersen sind, vermag er nicht wirklich mitzureissen und dümpelt im gleichen Tempo weiter. Fazit: Trotz allem ein sehr kritischer Streifen, der mit bösartigen Anspielungen und mit teilweise etwas überzeichneten Bilder grossartig unterhält und eigentlich bis zum Schluss bei der Stange hält. Allen zu empfehlen die gerne etwas gemütlichere Filme haben, die es aber faustdick hinter den Ohren haben. 5.5 Sterne |
Ist ja auch eine Tatsache, denn irgendwie müssen die Waffen doch geschmuggelt werden und diesen Part übernimmt sicher nicht FedEx! |
ja klar, aber man schreibt ja auch nicht nach nem JamesBond-Film "basiert auf wahren ereignissen" nur weil es den MI-6 gibt für mich wars unpassend ... [Editiert von - R - am 2006-03-11 16:06:43] |
Sehr guter Film. Untypisch für Hollywood kann dieser Film die Message bringen ohne das schon fast übliche schwarz/weiss moralisieren. Auch hat der Film keine Längen.Ich war echt positiv überrascht. Leider wird das eher mässige Boxoffice Resultat andere Filmemacher wohl eher abhalten solche Filme zu machen. Schade. |
Ich war durchaus positiv überrascht! Vor allem der aller erste Satz des Films....hammer!!! |
Wirklich genial. Das muss man einfach 100mal sagen. |
ein Topfilm...gute umsetzung eines schweren Themas..mit viel schwarzem humor!! Okay zum teil zu offensichtliche szenen, wie die autobombe und der Tod des Bruders...aber sehr empfehlenswert |
Gutes Kino! Der Film lief echt perfekt, bis auf das der Bruder einen sehr langweiligen Charakter dargestellt hat. Leider hat er er ab einer bestimmten Stelle auch fast alle restlichen Charaktere mit diesem langweiligkeits-Gen mit angesteckt. Spoiler zum Lesen Text markieren
Jedoch gabs noch ein paar richtig nette Bilder, die mich darüber hinweggetröstet haben. |
Solide Story. Etwas absehbar. Kurzweiliges Kino. Und ein Ende in dem nicht nur EIN Körnchen Wahrheit steckt. |
fand den film auch sehr gut. leider ging ich mit der erwartung ins kino einen actionfilm zu sehen, was nicht zuletzt auf den trailer zurück zu führen ist. aber trotzdem ein kritischer, guter film mit viel humor! |
Wow, das war ein "geiler" Film. Wirklich, nur schon der Vorspann war das Eintrittsgeld wert!!! Welches war schon wieder der erste Satz? War es... Spoiler zum Lesen Text markieren
?? |
Ich sage nur: Brown-Brown für alle |
Ein Film, der nur schwer zu ertragen ist und doch gesehen werden sollte. Nicht weil er so witzig ist, sondern weil er so wahr ist... |
ich bin von dem film entäuscht. |
Zitat sunskipper (2006-04-24 21:37:35)
das nennt man ironie ;)
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Zitat Ghost_Dog (2006-04-24 22:11:43)
nichts gegen ironie oder schwarzen humor, sowas gefällt mir grundsätzlich! aber dann soll der film auch als actionfilm oder komödie verkauft werden und nicht als "film der zum nachdenken anregt", "kritscher film" oder ähnliches... |
Lord of War oder Warlord. Danke, meine Worte gefallen mir besser Wieder mal ein Film mit Nicolas Cage in einer Glanzrolle. Ich muss sagen, dass mir dieser Film äusserst gut gefallen hat, nicht nur da Nicolas verdammt überzeugent ist und das Thema so trocken rüber bringt, dass es mich noch mehr zum Nachdenken angregt hat, als wenn es anders gewesen wäre. Dennoch wiegt das Thema nicht ganz so schwer auf, so dass man nicht durch die Last des Films und der Ernsthaftigkeit erschlagen ist. Der Film schafft es auch durch gewissen Sarkasmus und schwarzen Humor (so viel zum Thema über diesem Beitrag) zu bestechen. Sehr gelungen, daher eigentlich 5,4 Sterne (Minuspunkte gibts nur weil es keine Nebendarsteller sondern nur Nebenrollen gibt) und somit 5 Sterne |
"Blow" mit Schusswaffen... mir hats gefallen. War ergreifend. [Editiert von conker am 2006-06-25 21:28:15] |
wircklich erschütternd wenn das hier gesehene tatsächlich den tatsachen entspricht. ein äusserst brisanter film mit einem einmal mehr herausragenden cage! |
Sollte man unbedingt gesehen haben! |
der film hat ein sehr interessantes thema ist zudem noch spannend und unterhaltsam. [Editiert von ()=() am 2007-07-09 12:25:56] |
Lord of War ist wirklich ein ganz zynischer und böser Film, der den ganzen Konflikt aus einer neuen Perspektive beleuchtet. Hauptdarsteller Nicolas Cage gibt Yuri gekonnt lakonisch und sarkastisch, auch seine Schauspielkollegen leisten ganze Arbeit. Dennoch 5 Sterne für einen besonderen Film. |
Eine geniale Rolle welche Nicolas Cage hier einnimmt. Top Geschicht, top Sprüche, top Sound einfach alles Top! Einfach nur 6 Sterne |
Ein sehr guter film. Nicolas Cage hat ja ein paar fehlgriffe gehabt, aber in lord of war hat er eine rolle die zu ihm passt. |
Zitat mr.wolf (2008-08-25 15:06:29)
Moment mal Lord of War war vor Ghost Rider [Editiert von nick* am 2008-08-25 15:20:30] |
Ach so lord of war war vorher. |
ja, con air, war geil, ist geil und wird für immer geil bleiben |

