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Undead oder: Eastwood meets Zombies


Einer der frühen Erfolge des inzwischen weltbekannten Regisseurs Peter Jackson war ja bekanntlich ein dreckiger Slasher namens Braindead. Dieser Film scheint Eindruck auf die Filmemacher der Gegend gemacht zu haben. Denn Undead macht anfänglich den Eindruck einer Fortsetzung der damaligen Ereignisse oder versprüht mindestens einen ähnlichen Eindruck. Die Gebrüder Michael Spierig und Peter Spierig fröhnen ihrer Liebe zum Low-Budget-Horror und bezahlten Undead (mit ein wenig Unterstützung von Freunden und Familie) praktisch aus dem eigenen Sack.

Die Geschichte fängt recht lustig an. Und spätestens wenn ein Meteoritenteil auf dem Flughafen eine Person im Hintergrund volle Kanne erwischt und diese dann röchelnd wieder aufsteht, weiss man, was es geschlagen hat. Es folgen herrlich überspitzte Szenen, viel (wirklich viel) Blut und Zombies, die einfach keine Ruhe geben wollen. Denn bis die Gruppe um ihr Leben kämpfender Menschen begreift, dass sie den bleichen Leuten ins Gehirn schiessen müssen, damit sie liegen bleiben, vergeht doch einige Zeit. Bis dahin ist man definitiv in einer Geisterbahnt, die nicht wirklich gruslig ist, aber extrem viel Spass macht und einen Gore-Faktor hat, der sich durchaus sehen lassen kann.

Von den Schauspielern kam mir keiner grad auf den Anhieb bekannt vor und das ist gut so. Die Frage, wer als nächster den Löffel abgibt oder ob es dann doch alle bis zum (bitteren) Ende schaffen, wird somit relativ schwer zu beantworten. Die Gruppe Menschen, die sich mit allerlei spitzigem Material gegen die Untoten zur Wehr setzt, kommt gut rüber. Lustig, verrückt und cool. Da wird auch mal im Luftschutzkeller vom Polizisten ein Vortrag über den Besitz von Waffen gehalten und künftige Bussen mal vorgemerkt. Wer allerdings den Vogel abschiesst, ist die Figur des Marion. Ja, genau der mit dem Hut im Gesicht, den Sporen an den Füssen und der Latzhose an. Seine Auftritte sind das coolste, was seit langer Zeit zu sehen ist. Dazu kommen seine One-Liner (wenigstens anfänglich), die ebenfalls für Schmunzel- und Lachattacken garantieren. Schön, wenn er auf die Frage nach dem Waffenschein antwortet "die liegen im Haus oben. Du kannst sie ja holen gehen"...

Fazit: Undead ist verdammt blutiges Spasskino, dass denjenigen mit empfindlichen Mägen bald mal auf denselbigen schlagen kann. Da wird gefetzt, gemetzelt und gerissen. Hauptsache, das Blut spritzt schön rot in die Kamera. Laut diversen Angaben wurden über 600 Liter Lebenssaft für diesen Film verbraucht. Der Film nimmt sich kaum einmal richtig ernst und erinnert so streckenweise auch an den englischen Shaun of the Dead, an dessen Witz und Unterhaltungswert er aber schlussendlich nicht ganz herankommt.

Die DVD dieses Zombiespasses kommt auf zwei Discs daher, wobei auf der ersten natürlich der Film drauf ist, plus jede Menge Trailer. Einerseits zum Film selber, andererseits für genreähnliche Projekte. Ausserdem gibts ein zu lesendes Interview mit den Machern. Auf Disc 2 sind die coolen Sachen zu sehen. Ein 35-minütiges Making-of eröffnet den Reigen an Wissenswertem und Interessantem. Wie die Herrschaften da in amateurhafter Umgebung einen solchen Film zaubern konnten, verdient definitiv Respekt. Ausserdem kommen die Darsteller zu Wort und einen Blick über die Schulter der Monstermacher sieht man auch. Ein Interview der beiden Zombie-Brüder aus Spanien ist der nächste, ebenfalls recht interessante Teil der Extras. Lustig sind die Kamera- und Makeuptests und die Konstruktion einer bestimmten Kamera ("Dolly"), die erstmal speziell gebaut werden musste. In Toronto wurde dem Film Undead die grosse Ehre zuteil, der allerletzte Vorstellung in einem altehrwürdigen Kino zu sein. Darüber gibts natürlich auch einen kleinen Bericht. Ein Animations/RealFilm-Vergleich und ein paar unveröffentlichte Szenen machen den Abschluss. Unter den 8 Sequenzen hats auch einen alternativen Titelspann und zusätzliche Actionszenen, die recht lustig daherkommen. Ton- und Bildtechnisch gibts nichts auszusetzen, auch wenn der prasselnde Regen manchmal die Tonspur recht belastet hat.

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muri's Wertung: 4.5 Sterne

Undead

In einem kleinen Dorf in Australien, wo das Leben freundlich ist, die Leute nett und Friede und Freude überall. Bis heute. Als Plötzlich ein Meteoritenschauer auf das kleine Dorf niederprasselt beginnen die friedlichen Personen zu blutrünstigen Zombies zu Mutieren, gnadenlos Jagt auf die noch lebenden eröffnen. Durch ein Zufall findet sich ein Grüppchen von rund 6 Personen zusammen, welche sich den anrückenden Zombies mit allen Mitteln entgegen werfen. Das aus 2 Sheriff, 2 Frauen und 2 Männer bestehende Grüppchen müssen jetzt den Ursprung der Seuche finden und wie man die Zombies für immer in die ewigen Jagdgründe schickt.

Der ganze Film wird als "Die Australische Antwort auf Brain Dead" angepriesen und reisst eher grosse Töne, wird aber in gewissen Hinsicht der Sache einigermassen Gerecht. Die Zombies werden recht kreativ zerstücket, gesprengt und geplättet. Blut, Gedärme und Hirnmasse spritzt Literweise über Autoscheiben und die Umgebung. Angst kommt allerding nie auf und verwandelt das eher in ein Splattervergnügen der bessern Sorte.

Einige Haken hat das Filmchen trotzdem. Einerseits ist der Schnitt in den Actionszenen teilweise unmöglich mühsam und hinterlässt eher den Geschmack der Zensur und nimmt der Szene eher die Übersicht als es nützt. Dazwischen gibt es immer wieder slow Motion Einsätze die zwar cool aussehen, aber irgendwie nicht dazu passen. Anderseits gehen gewisse Charakter wie der Sheriff recht schnell auf den Geist, habe zwar noch nie jemand so viel fluchen gehört in dieser so kurzen Zeit aber es wird nicht besser. Die anderen allesamt unbekannten Schauspieler machen ihre Sache etwas übertrieben, können aber den Film gut unterstützen. Allerdings ist der Schluss noch recht überraschend und gibt dem Film an dessen Ende noch eine symphatische, wenn auch etwas gesuchte Wendung.

Die Story ist eher Sekundär, gibt auch sonst nicht viel her, aber gibt dem ganzen eine gute Ramenhandlung obwohl es gegen Ende etwas deplaziert wirkt.

Fazit: Wer also über Undead stolpert und gerade nach einer Splatterkomödie sucht kann ruhig zugreiffen. Wer eher Suspense und Schockmomente will, ist mit Land of the Dead, oder Texas Chainsaw Massacre sicher besser bedient.

Ich gebe ihm mal 4 Sterne.

Trailer: http://www.apple.com/trailers/lions_gate/undead/large.html

db's Wertung: 4.0 Sterne


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