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Candy oder: Sugar Baby


Die verheerende Wirkung von Drogen dürfte allen bekannt sein. Spätestens vor einigen Jahre mit der Räumung des Platspitzes in Zürich weiss auch Herr und Frau Schweizer, dass die Drogensucht gefährlich ist und den Körper zerstört. Einmal im Soge der Sucht, ist ein Ausstieg nur sehr schwer möglich. Kleinkriminalität und Prostitution ist meist der einzige Weg, um an den nächsten Schuss zu gelangen.

Candy zeigt in allen Details (und damit in allen Längen) den Zerfall zweier Menschen. Wie sie glücklich sind, wie sie Drogen schnupfen, rauchen, spritzen. Wie sie ihre Nächsten des Geldes wegen belügen. Und wie schliesslich sogar ihre Liebe daran zugrunde geht.

Der Film basiert lose auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Luke Davies und beruht damit wie der Autor selbst anlässlich der Pressekonferenz an der Berlinale erklärt "teilweise meinem eigenen Erlebten". Und ja, er sei mit dem Ergebnis - dem Film - "sehr zufrieden". Das bedeutet für mich: Finger weg vom Buch!

Denn Candy ist vorallem eines: Langezogen und stellenweise gar langweilig. Gerade weil das Dargestellte wohl einer möglichen "Drogenkarriere" entspricht: Der ganze Filmverlauf kann man sich bereits in den ersten Szenen zusammenreimen. Das Thema ist inzwischen zu breit getreten, und mehr als mit mahnendem Zeigefinger auf die Fehler der Charakteren zu zeigen bietet der Film nicht.

Schade, wäre doch Machart und Cast eigentlich gut. Oscaranwärter Heather Ledger zeigt einmal mehr, dass er nicht nur den schwulen Cowboy mimen kann, und Abbie Cornish überzeugt nach Somersault erneut.

Tja, damit bleibt nur mal wieder zu sagen: Finger weg von Drogen!

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th's Wertung: 2.5 Sterne


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